© Astrid KargerDer Schauspieler Wolfram Koch, bekannt als Frankfurter „Tatort“-Kommissar, widmet diesen Soloabend dem surrealen Autor Daniil Charms. 1905 in Petersburg geboren, gilt Charms als genialer Humorist. Seine Texte erzählen von den Absurditäten des Lebens und den politischen Verhältnissen seiner Zeit, denen er in letzter Konsequenz nur mit einer großen Portion Nonsens begegnen konnte. Wolfram Koch brilliert in „Zack. Eine Sinfonie“ als Entertainer, als Clown und als Spieler mit Tröte, der einfach spielen, tanzen und musizieren muss. Er setzt Charms‘ Prosa, Gedichte, Szenen und Dialoge in einem rasenden Tempo zusammen und will sein Publikum zum Lachen bringen. Doch Charms Dichtung hat stets einen doppelten Boden. Hinter dem Humor zeigt sich die Verzweiflung und Not der Figuren. Neben einem Puschkin-Witz steht das Grauen eines totalitären Staates. Und das Lachen bleibt einem im Hals stecken.