November

I/GR/GB/F 2024, 116 Min., FSK: ab 16, OmU

Nach 20 Jahren der Irrfahrt strandet Odysseus an den Küsten von Ithaka, ausgezehrt und nicht wiederzuerkennen. Der König ist endlich nach Hause zurückgekehrt, aber in seinem Königreich hat sich viel verändert, seit er in den Krieg gegen Troja gezogen ist. Seine geliebte Frau Penelope ist nun eine Gefangene in ihrem eigenen Heim, bedrängt von ihren vielen ehrgeizigen Verehrern, einen neuen Ehemann und König zu erwählen. Ihr Sohn Telemachos, der ohne Vater aufgewachsen ist, sieht sich dem Tod durch die Hände der Freier gegenüber, die ihn als Hindernis in ihrem unerbittlichen Streben nach Penelope und dem Königreich betrachten.
Auch Odysseus hat sich verändert. Gezeichnet von seinen Kriegserfahrungen ist er nicht mehr der mächtige Krieger, an den sich sein Volk erinnert. Aber er ist gezwungen, sich seiner Vergangenheit zu stellen und die Kraft wiederzufinden, die er braucht, um seine Familie zu retten und die Liebe zurückzugewinnen, die er verloren hat.

Regie: Uberto Pasolini
Buch: Edward Bond, John Collee, Uberto Pasolini
Kamera: Marius Panduru
Musik: Rachel Portman
Mit Ralph Fiennes, Ángela Molina, Claudio Santamaria, Marwan Kenzari, Charlie Plummer, Juliette Binoche

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USA 1999, 84 Min., FSK: ab 0, empfohlen ab 6

Stuart ist ein kleiner Kerl mit einem großen Herzen. Als ihn die Familie Little aus einem New Yorker Waisenhaus adoptiert, ist sein größter Wunsch endlich in Erfüllung gegangen: Er hat eine Familie und ein Zuhause gefunden. Allerdings hat er es anfangs nicht leicht, sich in der Familie von Mr. und Mrs. Little und seinem neuen Bruder George einzuleben. Denn Stuart ist eine Maus und George hatte sich zwar ausdrücklich einen kleinen Bruder gewünscht, aber eben kein Tier, sei es auch noch so klug und liebenswürdig. Stuart findet es auch merkwürdig, dass die Hauskatze Snowbell ihn so feindselig umschleicht. Auf die schlaue und wortgewandte Maus warten viele turbulente Abenteuer, bis sie am Ende alle Herzen der Littles erobert und sogar Snowbell einiges über Loyalität, Freundschaft und Familiensinn beibringen kann.

Regie: Rob Minkoff
Buch: M. Night Shyamalan, Greg Brooker
Kamera: Guillermo Navarro
Musik: Alan Silvestri
Mit Geena Davis, Hugh Laurie, Jonathan Lipnicki, Julia Sweeney

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Humorvoll – herzerwärmend – heiter bis wolkig

 

So haben Sie Frau Holle noch nie erlebt! Mit ihrem Fernrohr blickt Sie hinunter auf die Märchenwelt – und traut ihren Augen nicht: Hitzewellen im Dezember, blühende Apfelbäume zur Weihnachtszeit und weit und breit keine einzige Schneeflocke. Im ganzen Märchenwald ist das Wetter völlig durcheinandergeraten.

 

Und Frau Holle? Die hat genug! Seit Jahrhunderten schüttelt sie zuverlässig ihre Betten, sorgt für Schnee und hält die Jahreszeiten in Ordnung. Doch wenn unten sowieso jeder macht, was er will, dann macht sie eben auch nicht mehr mit: Frau Holle streikt! Das Federbett bleibt liegen. Ausgerechnet jetzt landet Goldmarie durch einen unglücklichen Zufall in Frau Holles Reich. Dort wartet nicht nur eine ziemlich schlecht gelaunte Frau Holle auf sie. Auch Apfelbaum und Brotbackofen brauchen dringend Hilfe – und dann ist da noch Frau Holles geheimnisvolles Federkissen, ohne das keine einzige Schneeflocke vom Himmel fällt.

 

Kann Goldmarie Frau Holle davon überzeugen, ihr Federbett doch noch einmal aufzuschütteln? Wer bringt die Märchenwelt wieder in Ordnung? Und was können die Menschen eigentlich dafür tun, dass es auch in Zukunft noch Winter gibt?

 

Mit viel Humor erzählt das kuenstlerhaus43 den Grimm-Klassiker völlig neu: ein turbulentes Märchen über Schnee und Hitze, Habenwollen und Teilen – und darüber, dass eine bessere Zukunft manchmal mit einer einzigen guten Idee beginnt.

Ein märchenhaftes Weihnachtsstück für die ganze Familie – zum Lachen, Staunen und Mitfiebern.

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D 2026, 111 Min., FSK: ab 6

Seit seiner Pensionierung meckert Harry nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore. Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel - und meinen doch meistens etwas anderes. Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist Streit vorprogrammiert. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch. Sie fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? 

Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart - basierend auf dem gleichnamigen Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder.

Regie: Andreas Dresen
Buch: Laila Stieler, Andreas Dresen
Kamera: Michael Hammon
Mit Dagmar Manzel, Joachim Król, Anna von Seld, Liane Düsterhöft

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© Max Borchardt

Am Morgen seines 30. Geburtstages wird Josef K. verhaftet, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Ein ominöses, undurchschaubares Gericht will ihm weder sagen, weshalb er angeklagt ist, noch, wie er sich verteidigen könnte. K.s verzweifelte Suche nach einem Zugang zum Gericht und zu Informationen über seinen Fall führt ihn in surreale bürokratische Labyrinthe. Währenddessen läuft für ihn unzugänglich und unnachvollziehbar der Prozess, bis K. spürt: Seine Zeit ist abgelaufen. Der georgische Regisseur Mikheil Charkviani inszeniert nach „Antigone“ das zweite Mal am Staatstheater Wiesbaden und nimmt sich Kafkas unvollendeten Jahrhundertroman vor.

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Onkel Fisch sind die Hoffnungsträger der deutschen Satirelandschaft. Und wo sie hinkommen, bringen sie die Hoffnung mit. Ihr Motto: Verzweifeln kann man immer noch.
Es ist viel zu einfach auf alles zu Schimpfen: Klimawandel, Krieg, Preise, die AfD, Berlin, Donald Trump oder den aktuellen Beitrag Deutschlands für den Eurovision Song Contest.

Im ständigen Beschuss von Schwarzmalern und Weismachern glauben viele Menschen schon am Abgrund stehen. Vielleicht, aber am Abgrund ist die Aussicht auch am besten.

Primär ist das Meiste eine Frage der Perspektive. Ob das Glas halb voll ist oder halb leer, ist eigentlich egal. Wichtiger: Wir haben was zu Trinken!

Die beiden Bewegungsfanatiker verbreiten Hoffnung, wo sie können. Und wie sie’s können: Mit Spaß, Singen, Tanzen und das in Deutschlandtempo und Zeitlupe. Modernes Kabarett zum Kugeln zwischen Erwartung und Haltung

Sicherlich, Heiner Müller hat mal gesagt: Optimismus ist nur ein Mangel an Information. Hinzufügen muss man aber: Der Pessimismus auch!

Onkel Fisch sind auf hoffnungsfroher Satiremission durch das ganze Land, um die geistigen Abwehrkräfte zu stärken. Und das ist ganz schön lustig!

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Eigentlich heißt sie Helena Niederstraßer, hat Jazz studiert und spielt Schlagzeug. Ihre Texte schreibt sie auf Deutsch und Englisch. Und sie hat eine unvergleichliche Stimme, „die knistert, knackelt – als läge in der Kehle die Seele eines 50-jährigen Türstehers“. So hat es ein Pressetext mal treffend beschrieben. Sie hat als Schlagzeugerin in diversen Bands(wie Cosma Joy, Tiger Tiger, den Bridgetones, Wildes und Ennio) gleichzeitig gespielt und schon als Teenagerin Straßenmusik gemacht – bevorzugt nachts. Songs schreiben, das sei für sie pure Selbsttherapie, sagt sie. Ohne Rücksicht auf Erwartungshaltungen anderer gibt sie sich der Musik hin und macht seit einiger Zeit unter dem Moniker Vandalisbin, ein Kofferwort aus Vandalismus und Lesbian, verjazzten, verrauchten, queeren Indie-Pop mit jeder Menge Soul, der sie deutlich aus der hiesigen Musiklandschaft emporhebt. Nun kündigt sie mit der „WanderlesbenTour 2026“ neue Konzerte an. Der Titel wird dabei zum Statement. Ein selbstbestimmtes Unterwegssein, das sich Raum nimmt, statt ihn zu suchen. Getragen von Songs zwischen Wut, Zärtlichkeit und radikaler Ehrlichkeit, die sich insbesondere auch live zu intensiven und ungeschönten Erlebnissen verdichten.

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D 2024, 125 Min., FSK: ab 12

Einführung: Dr. Roman Zieglgänsberger, Kurator am Museum Wiesbaden

Die bewegende Geschichte einer dramatischen Liebe ist zugleich ein Dokument epochaler Kunst: Anfang des 20. Jahrhunderts lebt und malt die gebürtige Berlinerin Gabriele Münter gemeinsam mit ihrer großen Liebe, dem Russen Wassily Kandinsky, im bayerischen Murnau am Staffelsee. Die Provinz wird zum Ausgangspunkt eines künstlerischen Aufbruchs in die Moderne, der Malerei und Kunstverständnis revolutioniert und die lockere Künstlerbewegung 'Der Blaue Reiter' hervorbringt.
Atmosphärisch dicht zeichnet der Film von Marcus O. Rosenmüller die Lebens- und Liebesgeschichte von Münter und Kandinsky nach: Die junge Schülerin, die sich in den knapp elf Jahre älteren Lehrer verliebt. Ihr gemeinsames Leben auf Reisen und im Blauen Land, das zur Inspirationsquelle ihrer Malerei wird und sie zu Pionier*innen ihrer Zeit macht. Ihre künstlerisch produktive, aber privat eher fatale Verbindung, lässt Münter immer mehr verzweifeln und Kandinsky immer missmutiger werden.
Das Drehbuch von Alice Brauner stützt sich auf Dokumente, Tagebucheinträge und Briefe, viele Dialoge setzen sich aus Originalzitaten zusammen.

Der Film wird anlässlich der Ausstellung "Die Blauen Reiterinnen" gezeigt, in der Gabriele Münter vom 23.10.2026 bis zum 27.2.2027 mit 40 Werken präsentiert wird, siehe www.museum-wiesbaden.de/blaue-reiterinnen

Regie: Marcus O. Rosenmüller
Buch: Dr. Alice Brauner
Kamera: Namche Okon
Musik: Martin Stock
Mit Vanessa Loibl, Vladimir Burlakov, Julian Köchlin, Felix Klare, Alexey Ekimov, Marianne Sägebrecht, Monika Gossmann

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GB 2004, 196 Min., FSK: ab 12, DF

DAS BOOT und DIE UNENDLICHE GESCHICHTE brachten Wolfgang Petersen nach Hollywood, dort drehte er einen Erfolgsfilm nach dem anderen. TROJA ist sein einziger Monumentalfilm - schade, dass er nicht mehr davon drehte. Sicherlich hat er genau bei Peter Jacksons HERR DER RINGE hingeschaut, was bei einigen Kamerafahrten und Einstellungen klar wird, mit zahlreichen Stars besetzt ist ihm eine grandiose Verfilmung des Trojanischen Krieges gelungen, technisch brillant. 

Die Handlung ist durch Homers "Ilias" inspiriert, weicht aber in einigen Punkten davon ab, so dauert die Belagerung hier nicht 10 Jahre und die Götter greifen nicht aktiv in den Kampf ein. Gerade nach dem großen Erfolg von Nolans ODYSSEE lohnt es sich sehr, Petersens TROJA nochmals auf der großen Kinoleinwand zu sehen! 

Regie: Wolfgang Petersen
Buch: David Benioff
Kamera: Roger Pratt
Musik: James Horner
Mit Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Kruger, Sean Bean, Brian Cox, Peter O´Toole

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© Mariia Shulga

Hendrik Höfgens Schauspielkarriere, die 1926 im Hamburger Künstlertheater beginnt, nimmt im sogenannten Neuen Reich einen steilen Aufstieg: Vom Ministerpräsidenten hofiert, wird Höfgen zum Star und verrät seine politischen und moralischen Werte zugunsten seines persönlichen Vorteils. Zu spät wird dem Opportunisten klar, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Luk Perceval, einer der bekanntesten Regisseure des gegenwärtigen Theaters, inszeniert Klaus Manns satirischen Exilroman. Er analysiert die Verantwortung des Einzelnen in einem faschistischen Staat und bohrt tief in die Wunde zwischen Kunst und Macht.

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© Julia Wesely

Die Liebe zu Spanien ist der gemeinsame Nenner dieser vier Komponist*innen aus Frankreich. Sie inspirierte zu Meisterwerken wie Debussys „Ibéria“ und Ravels epochemachendem Boléro. Josephine Stephensons Musik bescheinigte die New York Times vor kurzem, „die Ohren zu fesseln und das Herz zum Stillstand zu bringen“. Cellist Maximilian Hornung, beim Staatsorchester zum zweiten Mal als Solist zu Gast, ergänzt das Programm um ein seltenes Juwel von Édouard Lalo. Die Leitung hat der aufstrebende britische Dirigent Geoffrey Paterson.

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Mit einer knallbunten Mischung aus Keys, Synths, Celli, Gitarren und zwei perfekt ineinander verwobenen Stimmen sammeln Marlène Colle und Kristina Koropecki alias Paula Paula die Geister von den kalten und herzerwärmenden Straßen Neuköllns ein - und lassen sie so schnell nicht wieder los. Schon mit ihrem2023er Debütalbum „Schade kaputt“ wurden sie zu so etwas wie den neuen Indie-Darlings Berlins – und weit darüber hinaus. „Das Beste aus dem Punk mit dem Besten aus dem Chanson“, hörte DLF Kultur, von „Existenzialismus am Kipppunkt mit viel Humor und sicherem Blick für performative Widersprüche im Alltag“, sprach Andereas Borcholte im Spiegel und Christian Ihle von der taz fühlte sich „an die besten Momente von Judith Holofernes oder gar Regina Spektor“ erinnert. Alles richtig, alles wahr. Das Beste aber ist:

Diesen Sommer erscheint mit „Heilige Scheiße“ ihr zweites Album – mit dem sie nun auch uns beehren.

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… wie einst im Nizza des Nordens | Schauspielrevue inkl. Sektempfang

 

Vorhang auf! Endlich, ist es so weit! Nach dreijähriger Bauzeit eröffnet das Palasthotel in Wiesbaden. Nur die Crème de la Crème ist geladen. Stolz begrüßt der findige Hoteldirektor Otto Schick seine Gäste! Franz der Hotelbursche, fegt die letzten Blätter vom neuen Kunstrasen und trägt die Koffer ins Foyer. Wir befinden uns im Jahr 1905, in Wiesbaden dem Nizza des Nordens. Otto Schick (Wolfgang Vielsack) lässt die Korken knallen und lädt zum Cocktail (im Eintrittspreis enthalten).

 

Erleben Sie einen Ritt durch die Geschichte, des modernsten Hotel Europas mit fließendem Warm-, Kalt- und Thermalwasser in jedem Zimmer. Und – noch lange vor W-Lan und Flatrate – hatte bereits 1905 jeder Gast einen eigenen Telefonanschluss.

 

Josh Platman aus London haucht mit Kontrabass und Klavier der Zeitenwende Leben ein: Klassik, Schlager der 20-er Jahre, verbotene Jazzvariationen der 40-er, Hits der 50-er, Rock ’n‘ Roll, Neue Deutsche Welle und Eurovision… für jeden ist was dabei.

 

Wiener Dauerhotelgast Hans-Christian von Schnack (Jürgen Knittl) und die Hausdame Elisabeth Wollseif (Nathalie Trost) blättern in Archivunterlagen, deren Wortklang nichts an Aktualität verloren hat. Korrespondenzen aus einer Zeit, als das Hotel Lazarett, Kindertagesstätte, Kosmetikstudio und beinahe Intimes Theater war.

 

Schauen Sie durch die Schlüssellöcher! Lauschen Sie der Musik und Literatur. Flanieren Sie zwischen Fotos und Zeitzeugnissen durch einen ungewöhnlichen Kulturabend mit Schauspiel, Musik & Hotelgeflüster.

 

Der „Palast“ gegenüber dem Schwarzen Bock war die Spielwiese der Reichen und Schönen, Lazarett für Soldaten, Unterkunft für Amis, Kindertagesstätte, Kosmetik-Studio, Sozialwohnung, Behörde – bis es vor einem Jahr vom kuenstlerhaus43 zum Theater erkoren wurde.

 

Schlaglichter der Geschichte, würdigen die belebte Vergangenheit des einstigen Wiesbadener Prachthotels.

 

Es spielen: Joshua Platman (Musik), Nathalie Trost, Jürgen Knittl, Wolfgang Vielsack
Regie: Wolfgang Vielsack
Endregie: Uta Kindermann
Technik: Moritz Lienenlüke
Idee: Susanne Müller

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Verschwitzte Hemden, viel zu große Anzüge, Gitarrensoli wie aus dem letzten Jahrhundert. Manchmal klingt es wie das Ende einer Party, manchmal wie der Anfang von etwas anderem, etwas ganz Großem. Meistens nach beidem zugleich. Die Rede ist von Cordoba78.

Was als Jam-Session im Proberaum begann, ist in zwei Jahren zu einer der aufregendsten neuen Bands im deutschsprachigen Raum geworden. Nach 60 Liveshows allein in diesem Sommer, Supports für Ennio, Betterov und die Sportfreunde Stiller folgt nun die erste eigene Headliner-Tour, genauer gesagt die „Muss ich unbedingt verpassen"-Tour, die ihr naturgmäß keinesfalls verpassen solltet. 
Dazu veröffentlichen sie ihr Debütalbum „Afterhour Kaltenbrunnen", 14 Songs geboren aus Nächten zwischen Wien und Vorarlberg, 14 Moritaten über den Rausch und den Kater, über Wut und Liebe, Afterhours und das kurze Glück dazwischen.
„Wir sind keine Wiener Band", sagt Sänger Carlo. „Wir kommen aus einem Kaff. Weil's beweist, dass auch von dort kluge, laute, linke Musik kommen kann." Hinter dem Sound stehen: Carlo Giulio Sossella (Vocals), Tobias Fussenegger (Gitarre), Paul Pichler (Piano), Georg Pinter (Bass) und Alex Fetz (Schlagzeug) – und gemeinsam exerzieren sie nur das beste zwischen Indie, Pop und kathartischem Größenwahn. Röhrende Blues-Gitarre, Soul-Klavier, Stadionmelancholie inklusive. Eine kollektive Ekstase mit Anspruch. Es wäre nicht die erste, die aus Österreich kommt und zu etwas Riesigem wird. Drum sagen wir es noch einmal: besser nicht verpassen!

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© Max Borchardt

Der Krieg zwischen den Brüdern Polyneikes und Eteokles führt zu einer tiefen Spaltung in Theben. König Kreon verweigert dem gefallenen Polyneikes die Bestattung, was Antigone dazu bewegt, sich gegen das Gesetz zu stellen, um ihrem Bruder die letzte Ehre zu erweisen. Konflikte und Gewalt erschüttern nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch die moralischen Grundlagen einer patriarchalen Gesellschaft. Antigones Akt des Widerstands, der mit dem Tod bestraft werden soll, bringt das autoritäre System ins Wanken. Der georgische Regisseur Mikheil Charkviani stellt mit seiner ersten Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden eine demokratische Gesellschaft vor die Frage: Wie bereit seid Ihr, Eure moralischen Werte zu verteidigen?

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1965 gründete sich in London eine Band, die für nicht wenige Menschen bis heute eine Faszination ausstrahlt, die quasireligiöse Züge hat: Pink Floyd. 1997 gründete sich wiederum in Wiesbaden mit Interstellar Overdrive eine Band, die sich dem heiligen Zweck verschrieben hat, nicht einfach nur die Songs der legendären Psych/Progrocker nachzuspielen, sondern dazu auch eine wunderbar psychedelische Lightshow ersonnen hat. Besonders interessant sind die Konzerte der "Pink Floyd-Authentiker" (Rhein Zeitung) nicht zuletzt, weil hier nur Songs der frühen (Syd Barrett!) bis mittleren Pink Floyd gespielt werden - psychedelische Klassiker von Alben wie "The Piper At The Gates Of Dawn" bis zu "The Dark Side Of The Moon". Nicht umsonst haben sie sich schließlich nach einem Stück von ersterem benannt. Und ja, ihr ahnt es bereits: Selten dauert ein Konzert von der Band weniger als drei Stunden! Das ist im Vergleich zu so manch anderer Show in heutigen Zeiten eine Menge Value für wenig Money. Was uns wieder zu einem Pink Floyd- Song bringt, den IO hoffentlich auch spielen werden! Eine Mimesis der besonderen Art!

Das Konzert findet bestuhlt statt - bei freier Platzwahl.

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Mit Tigerbat und Payola steht uns heute ein wirklich legendäres Garage Rock-Doublefeature ins Haus. Die Hamburger Tigerbeat haben in ihrer ersten Inkarnation von 1998 bis 2006 mit zwei vielbeachteten und gefeierten Alben „No.1“ (2002) und „13 Songs“ (2003) für mächtig Furore gesorgt, sind mit Yeah Yeah Yeahs, The Black Keys, The (International) Noise Conspiracy und vielen anderen getourt, haben beim SXSW 2000 als der lauteste Act des gesamten Festivals und vieles mehr. Cut und fast forward: Nach über zwanzigjähriger Pause wurden sie im Mai 2026 von Jack White ins Vorprogramm seiner ausverkauften Hamburg-Show eingeladen, bei der sie mit einem furiosen Auftritt, dass sie nach wie vor jeden Saal elektrisieren können – jetzt kommen sie mit neuen Songs zurück!
Auch Payola aus Berlin haben eine gewisse Schwierigkeit mit dem Begriff „ehemalig“. Sänger Nico Kozik und Gitarrist Jens Freudenberg waren schon vor über 20 Jahren gemeinsam unterwegs, verloren sich aus den Augen und fanden sich irgendwann wieder. Mit Patrick Eickemeier, Ulf Reinhard und Benni Sommerfeld ist die alte neue Besetzung komplett. Neue Songs gibt es ebenfalls, ebenso wie den naheliegenden Plan, die alten nicht einfach im Archiv verstauben zu lassen.
Vielleicht ist das die eigentliche Pointe dieses Abends: Hier versucht niemand, sich neu zu erfinden. Warum auch? Manche Songs werden mit den Jahren nicht vernünftiger, sondern nur besser darin, ihre Arbeit zu erledigen. Tigerbeat und Payola bringen davon reichlich mit.

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… wie einst im Nizza des Nordens | Schauspielrevue inkl. Sektempfang

 

Vorhang auf! Endlich, ist es so weit! Nach dreijähriger Bauzeit eröffnet das Palasthotel in Wiesbaden. Nur die Crème de la Crème ist geladen. Stolz begrüßt der findige Hoteldirektor Otto Schick seine Gäste! Franz der Hotelbursche, fegt die letzten Blätter vom neuen Kunstrasen und trägt die Koffer ins Foyer. Wir befinden uns im Jahr 1905, in Wiesbaden dem Nizza des Nordens. Otto Schick (Wolfgang Vielsack) lässt die Korken knallen und lädt zum Cocktail (im Eintrittspreis enthalten).

 

Erleben Sie einen Ritt durch die Geschichte, des modernsten Hotel Europas mit fließendem Warm-, Kalt- und Thermalwasser in jedem Zimmer. Und – noch lange vor W-Lan und Flatrate – hatte bereits 1905 jeder Gast einen eigenen Telefonanschluss.

 

Josh Platman aus London haucht mit Kontrabass und Klavier der Zeitenwende Leben ein: Klassik, Schlager der 20-er Jahre, verbotene Jazzvariationen der 40-er, Hits der 50-er, Rock ’n‘ Roll, Neue Deutsche Welle und Eurovision… für jeden ist was dabei.

 

Wiener Dauerhotelgast Hans-Christian von Schnack (Jürgen Knittl) und die Hausdame Elisabeth Wollseif (Nathalie Trost) blättern in Archivunterlagen, deren Wortklang nichts an Aktualität verloren hat. Korrespondenzen aus einer Zeit, als das Hotel Lazarett, Kindertagesstätte, Kosmetikstudio und beinahe Intimes Theater war.

 

Schauen Sie durch die Schlüssellöcher! Lauschen Sie der Musik und Literatur. Flanieren Sie zwischen Fotos und Zeitzeugnissen durch einen ungewöhnlichen Kulturabend mit Schauspiel, Musik & Hotelgeflüster.

 

Der „Palast“ gegenüber dem Schwarzen Bock war die Spielwiese der Reichen und Schönen, Lazarett für Soldaten, Unterkunft für Amis, Kindertagesstätte, Kosmetik-Studio, Sozialwohnung, Behörde – bis es vor einem Jahr vom kuenstlerhaus43 zum Theater erkoren wurde.

 

Schlaglichter der Geschichte, würdigen die belebte Vergangenheit des einstigen Wiesbadener Prachthotels.

 

Es spielen: Joshua Platman (Musik), Nathalie Trost, Jürgen Knittl, Wolfgang Vielsack
Regie: Wolfgang Vielsack
Endregie: Uta Kindermann
Technik: Moritz Lienenlüke
Idee: Susanne Müller

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Zwei Männer sind Ernst – zumindest sind sie ernsthaft verliebt. Und zwar in zwei Frauen, die sicher sind: nur einen Mann mit Namen Ernst kann eine Frau lieben und heiraten. Was heißt es da schon, dass die Männer Jack und Algernon heißen? Schließlich ist eine neue Identität schnell erfunden. Doch was ist, wenn ein echter Ernst unter ihnen ist – einer, der die Gurkensandwiches serviert und in der Kammer schläft? Juli Mahid Carly nimmt in seiner ersten Wiesbadener Inszenierung Oscar Wildes beliebte Komödie unter die Lupe. Carly untersucht humorvoll die Rolle von gesellschaftlichem Status in der Konstruktion von Begehren sowie die Faszination, die das Leben der Reichen und Schönen auf uns ausübt. Und wer ist eigentlich Bunbury, who spills the tea, und wer wischt ihn wieder auf?

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13 Jahre mussten wir hierzulande auf seine Rückkehr warten, erst letztes Jahr ging Moneybrother erneut auf Tour. Anlass war das 20. Jubiläum seines grandiosen Albums "To Die Alone" - kein Wunder, dass die Tour restlos ausverkauft war.
Nun legt unser Mann aus Norrtälje nach und kehrt für eine Handvoll weiterer Konzerte zurück zu uns. Sein deutsches Live-Debüt indes gab er bereits 2004 als Support der Beatsteaks. Früh erklärten sich auch Landsleute wie Pelle Almqvist (The Hives) und Dennis Lyxzén (Refused) zu Fans des charismatischen Songwriters. Ganz zurecht, denn mit seiner eigentümlichen Mischung aus verletzlicher Ehrlichkeit, Soul, Pop, Rock und Folk schafft Anders Wendin, so sein bürgerlicher Name, ein wirklich selten berührendes Werk - das insbesondere live seine ganze Stärke ausspielt.
Freuen wir uns heuer auf einen Querschnitt durch sein beeindruckendes Schaffen. Neben den Klassikern von „To Die Alone“ wird Moneybrother selbstverständlich auch Songs seiner jüngeren Veröffentlichungen präsentieren. Wer die gefeierten Shows 2025 verpasst hat oder nicht genug bekommen konnte, erhält jetzt eine weitere Gelegenheit, einen der außergewöhnlichsten schwedischen Live-Künstler hautnah zu erleben.

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