Mai

© Michael Devlijver

Der portugiesische Regisseur Tiago Rodrigues, Leiter des Festivals d'Avignon, ließ sich für den sechsten Teil der Reihe „Histoire(s) du Théâtre“ am NT Gent von seinem Vater inspirieren: Rogério Rodrigues war ein angesehener Journalist. Kurz vor seinem Tod machte er Notizen in einem kleinen Heft. Nach dem Tod seines Vaters öffnete Tiago Rodrigues das Notizbuch – es enthielt nur ein paar Linien und Punkte, wie abstrakte Zeichnungen eines Kleinkindes. Mit „No Yogurt for the Dead“ imaginiert Rodrigues nun die ungeschriebenen Seiten. Aus Erinnerungen, Fado-Liedern und Fragmenten der Schriften seines Vaters erschafft Rodrigues ein Theaterstück, das ein kleiner Sieg über den Tod sein möchte. Es ist dabei auch eine Feier des Theaters und dessen Kraft, selbst in den traurigsten Momenten Freude zu finden.
 

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PS/GB/US/FR/DK/NO/QA 2025, 119 Min., FSK: ab 6, OmU

Palästina 1936: Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt. Gleichzeitig drängen europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in die Region. Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf. Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands. 
Während sich persönliche Schicksale und politische Umbrüche unaufhaltsam verweben, spitzt sich die Lage dramatisch zu - ein entscheidender Moment, der den Ursprung des Konflikts der gesamten Region markiert.

PALÄSTINA 36 verortet präzise den Beginn des palästinensischen Widerstands und den Wendepunkt für das britische Empire.

Regie: Annemarie Jacir
Buch: Annemarie Jacir
Kamera: Hélène Louvart, Sarah Blum, Tim Fleming
Mit Hiam Abbass, Kamel Al Basha, Yasmine Al Massri Robert Aramayo, Saleh Bakri, Karim Daoud Anaya, Billy Howle, Dhafer L'Abidine, Liam Cunningham, Jeremy Irons

Preview vor Kinostart!

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© Clã Vespera

Hélder Gonçalves und Manuela Azevedo sind das Duo im Zentrum von Clã, einem der wichtigsten neueren Musikprojekte Portugals. Seit den 90er-Jahren erobert die Band mit melodischem Pop-Rock die portugiesischen Charts und internationalen Bühnen. Im Feld der Theatermusik wurden der Komponist und die Sängerin enge Weggefährt*innen von Tiago Rodrigues und lieferten die Originalmusik zu „No Yogurt for the Dead“. Nun kreieren die beiden exklusiv für die Maifestspiele ein einzigartiges Konzert, das den Soundtrack der erfolgreichen Produktion durchscheinen lässt. Einen Tag nach dem Schauspiel kommt das Musikprogramm auf die Bühne: Songs über Abschied, Abwesenheit und Träume in einer Mischung aus Fado, französischen Chansons und einer Prise Blues. Wie können wir etwas vermissen, das wir nie kannten, fragt „No Yogurt for the Dead“. Der Abend gibt eine mögliche Antwort voll wunderbarer Nostalgie.

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© Laura Nickel

Sind Celeste und Noah gefährliche Wutbürger*innen oder völlig zu Recht besorgt? Im Stil eines fiktiven Doku-Dramas wird die Geschichte eines jungen Paares erzählt, das sich online kennenlernt, aber digitales Datensammeln ablehnt, das den Klimawandel fürchtet und vor Chemtrails warnt. Ihren Frust über den Zustand von Politik, Gesellschaft und Demokratie teilen die beiden bald nicht nur miteinander, sondern mit einer stetig wachsenden Zahl von Follower*innen auf ihrem Videokanal. Immer mehr kapseln sich Celeste und Noah von der Gesellschaft ab und radikalisieren sich - bis man die beiden tot auffindet. Ein Suizid oder staatlich sanktionierter Mord? Regisseur Jan Bosse bringt mit „Entrückt“ ein humorvolles, spannungsgeladenes Stück auf die Bühne, in dem Wahrheit, Fake News und Paranoia Hand in Hand gehen. 
Spätestens seit der Coronapandemie flammen Diskurse um Fake News und die Hoheit über die Wahrheit auf. Handelt es sich um reale Gefahren zunehmender diktatorischer Tendenzen des Staates, gegen die sich die Bürger*innen zur Wehr setzen sollten oder eine Art sich ausbreitender medienverstärkter Massenparanoia bedingt durch soziale Isolation? Lucy Kirkwood verortet ihr Drama im Großbritannien der 2010er- und frühen 2020er-Jahre. In seiner Thematik weist es aber geografisch wie zeitlich weit über diesen Kontext hinaus und gewinnt nicht zuletzt durch die neuesten Entwicklungen in Amerika zynische Aktualität.

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„re-“ lädt als meditative, raumzeitliche Stätte der Re-sonanz zwischen Tanz, Klangkunst und Videoinstallation zum Eintauchen, zur Immersion ein. „re-“ ist der Figur des Ritters und damit der Idee eines umgeformten Sinns (oder: Re-alisierung) von Männlichkeit gewidmet. Sowohl in Re-alitäten des Mystischen, des Märchen-haften, des modern Romantisierten und historischen Belegten: Was unter den Schichten der Rüstung und Performativität von Maskulinität liegt, wird zur Stätte einer Re-invention in „re-“.

Gefördert durch eine Residenz von Dance Nexus e.V.

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USA 1975, 124 Min., FSK: ab 16, OmU

Während die Caligari FilmBühne wegen Sanierungsarbeiten geschlossen war, wurde DER WEISSE HAI im vergangenen Jahr 50 Jahre alt. Für uns ein willkommener Anlass, den Klassiker mal wieder ins Programm zu nehmen.

Steven Spielbergs Thriller trug - wie auch der gleichnamige Roman von Peter Benchley - wesentlich zum dämonisierten Bild von Haien in den Medien bei: Ein Hai tötet im Badeort Amity Strandbesucher*innen. Doch die Stadtverwaltung weigert sich, die Strände zu schließen, da sie Umsatzeinbußen der lokalen Wirtschaft fürchtet. Die Haijagd wird eröffnet, ist jedoch wenig erfolgreich. Auch der Meeresforscher Matt Hopper und der Haijäger Quint werden hinzugezogen ... 

Der Blockbuster von Steven Spielberg mit seiner oscarprämierten Filmmusik von John Williams ist einfach Kult!

Regie: Steven Spielberg
Buch: Peter Benchley, Carl Gottlieb
Kamera: Bill Butler
Musik: John Williams
Mit Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss, Lorraine Gray

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D/CS/CDN 2025, 95 Min., FSK: ab 6

Vincent ist ein junger Buckelwal und der Sohn des letzten Walsängers, der mit seiner Melodie das Meer heilen konnte. Einst wollte Vincent in die Flossenstapfen seines Vaters treten. Doch seitdem seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, will er nicht mehr singen. Auch als sich ein Monster aus einem schmelzenden Eisberg befreit und alles Leben im Meer bedroht, schafft es Vincent nicht, sein Lied zu finden, um sein Zuhause zu retten. Gemeinsam mit dem plappernden Putzerfisch Walter und dem draufgängerischen Orca-Mädchen Darya begibt er sich stattdessen auf eine außergewöhnliche Reise zum tiefsten Punkt des Meeres, um das Monster zu besiegen.

Regie: Reza Memari
Buch: Reza Memari, Greg Nix
Kamera: Jaromir Maly
Musik: Daníel Bjarnason

"Das mitreißende und magische Unterwasserabenteuer nimmt uns mit in eine Meereswelt, die es zu schützen lohnt." filmernst.de

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© Rolf Arnold

1968 öffnet sich der Eiserne Vorhang einen Spaltbreit: Auf dem Musikfest „Intervision“ in der Tschechoslowakei stehen
erstmals Stars aus Ost- und Westeuropa auf der Bühne. Erst nach dem Fall der Berliner Mauer kommt es zu einem
erneuten gesamteuropäischen Musikwettbewerb: dem Eurovision Song Contest. Die europäische Performancegruppe BOYS* IN SYNC hat eine Leidenschaft für Liederwettbewerbe und große Showmomente! In InterEuroVision beleuchten sie den vergessenen Intervision Wettbewerb, performen die Hits aus Ost und West in ihren Muttersprachen und hinterfragen die politischen Dimensionen beider Songcontests. Denn so unpolitisch internationale Gesangswettbewerbe auch erscheinen sollen, sie sind immer auch politisch motiviert. Die Showeinlagen, Kommentare und Songs der Shows von 1968 erzählen von diesem Zusammenhang.
 

Gefördert durch FFUK Norway und den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Mongolische Volksmusik & Rockcello

 

Zwei außergewöhnliche Musiker aus Asien und Europa begegnen sich in einem einzigartigen Konzerterlebnis: Der international bekannte mongolische Musiker Enkhjargal Dandarvaanchig (EPI) und der Cellist, Komponist und Klangforscher Christopher Herrmann verbinden traditionelle mongolische Volksmusik mit zeitgenössischen Cello-Klängen.

 

Pferdekopfgeige, Cello sowie Oberton- und Untertongesang verschmelzen zu einer archaisch-modernen Klangwelt. Neben überlieferten mongolischen Volksweisen erklingen Eigenkompositionen von EPI und Christopher Herrmann, in denen meditative Weite, rhythmische Energie und rockige Impulse aufeinandertreffen.

 

EPI zählt zu den bedeutendsten Botschaftern mongolischer Musik. Bereits während seiner Ausbildung trat er im mongolischen Fernsehen auf und tourte mit Staatsensembles durch sein Heimatland. Seit seinem ersten Deutschlandaufenthalt 1993 konzertiert er international, unter anderem in Europa und den USA, und gilt als Meister des mongolischen Oberton- und Untertongesangs.

 

Christopher Herrmann ist weltweit als Cellist und Komponist tätig. Er ist Gründungsmitglied des Orchestra of Truth, betreibt das Label cellosophie und unterrichtet als Musikdozent. Im Theaterkunsthaus 43 im Palasthotel war er bereits mehrfach zu Gast und zeichnet dort unter anderem für die Kompositionen der Produktion „Die Schöne, das Biest“ verantwortlich. Sein künstlerisches Spektrum reicht von Klassik über Improvisation bis hin zu experimentellen Klangformen.

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© Maximilian Borchardt

Die Urlaubsidylle scheint perfekt. Doch der Wasserpegel des Badesees sinkt, während die Temperaturen steigen. Die Stammgäste ignorieren das geflissentlich und geben sich ihrem Urlaub hin. Ava, als Journalistin für Recherchen angereist, hat da einen weniger sentimentalen Blick auf die Wetterverhältnisse; während sie die zwischenmenschlichen Verhältnisse selbst ganz schön durcheinanderbringen. Bald erlangen die meteorologischen Phänomene überregionale Aufmerksamkeit, der Bundeskanzler verspricht Lösungen. Spätestens als am Boden des Sees Leichen zum Vorschein kommen, gefriert auch den Letzten das Blut in den Adern. Theresa Thomasberger geht diesem aberwitzigen Theaterstück auf den Grund.

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GB/USA 2025, 137 Min., FSK: ab 12, OmU

In THE TESTAMENT OF ANN LEE erzählt die preisgekrönte Regisseurin und Drehbuchautorin Mona Fastvold (DER BRUTALIST) die außergewöhnliche und wahre Geschichte von Ann Lee, der Gründerin der Glaubensgemeinschaft der Shaker. Die oscarnominierte Amanda Seyfried spielt die willensstarke Anführerin der Shaker, die die Gleichberechtigung der Geschlechter und soziale Gleichheit predigte und von ihren Anhängern verehrt wurde. THE TESTAMENT OF ANN LEE fängt Ekstase und Seelenqual ihres Strebens nach einer Utopie ein und präsentiert mehr als ein Dutzend historischer Shaker-Hymnen, die von Celia Rowlson-Hall (VOX LUX) choreografiert und vom oscarprämierten Komponisten Daniel Blumberg (DER BRUTALIST) mit eindrucksvoller Intensität neu interpretiert wurden.

Regie: Mona Fastvold
Buch: Mona Fastvold, Brady Corbet
Kamera: William Rexer
Musik: Daniel Blumberg
Mit Amanda Seyfried, Thomasin McKenzie, Lewis Pullman, Tim Blake Nelson, Stacy Martin

"Es ist ein Film über Gemeinschaft und spirituelle Ekstase, aber was für einer! Kein dröges historisches Ausstattungskino, sondern ein auf 70-mm-Analogfilm fotografiertes düsteres Musicaldrama, dem Daniel Blumbergs von traditionellen Shaker-Hymnen inspirierter Soundtrack seine Struktur und seinen ganz und gar eigenen Rhythmus gibt. Während sich Gospel, Choräle und elektronische Sounds in eingängigen Songs fluide die Klinke in die Hand geben, zucken Körper rhythmisch, kreischend und stöhnend durch kerzenbeschienene Szenerien und verwandeln das Kino selbst in eine rauschhafte, transzendentale Kathedrale." epd-film.de

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D 2026, 137 Min., FSK: ab 6, AD

Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden - ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt.

Regie: Simon Verhoeven
Buch: Simon Verhoeven
Kamera: Jo Heim
Musik: Segun Akinola
Mit Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn, Katharina Stark, Laura Tonke, Devid Striesow, Anne Ratte-Polle, Friedrich von Thun, Tom Schilling

"Mit ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE adaptiert Simon Verhoeven den dritten Roman aus Joachim Meyerhoffs autobiografischer Erzählung "Alle Toten fliegen hoch" und trifft dabei genau die feinen Töne zwischen überzogen wirkender Comedy und tiefgehender Emotionalität, für die auch die sechsteilige Buchreihe schon so viel Anerkennung fand. Ohne die jeweils andere Seite der Medaille zu vernachlässigen oder gar lächerlich wirken zu lassen, verbindet die Coming-of-Age-Geschichte absurdeste Situationskomik mit der aufreibenden, niemals enden wollenden Suche nach dem Sinn." kino-zeit.de

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© Marlen Stahlhuth

Da ist sie endlich: die öffentliche Selbsthilfegruppe für Erwachsene. Ganz nach dem Motto: Früher hatte ich Träume, heute zahl ich Rechnungen.

Das erste Soloprogramm von Luisa Charlotte Schulz ist kompensatorische Coming-of-Age-Comedy, denn: Wer regelmäßig auf die Fresse fliegt, hat einiges zum Nachdenken. Luisa ist Mitte 30 und tut ihr Möglichstes, das Projekt Erwachsenwerden endlich abzuschließen – gelegentlich mit unkonventionellen Methoden. Die Uhr tickt, Lösungen müssen her. Eigentlich dachte Luisa, sie wäre mit 30 längst Mutter, jetzt schwankt sie zwischen den Optionen: Eizellen einfrieren lassen oder vielleicht doch besser Vater werden?

Die Rush Hour des Lebens fordert einiges. Und am Besten kommt man da immer noch durch, wenn man sich zwischendurch wenigstens mal kaputt lachen kann. Eins steht fest: Wenn’s geil werden soll, muss man wohl selber ran. Und hin und wieder ist bei der obsessiven Selbstreflexion sogar ein echter Geistesblitz dabei. Zwischendurch stand nämlich auch was Sinnvolles in den Ratgeberbüchern der „Generation Selbstoptimierung“.

Gewürzt mit Herz und reichlich Scharfsinn – fertig ist ein wohlschmeckender Cocktail aus dem Glück und der Gülle des Lebens. Den gibt’s natürlich aufs Haus. Schließlich ist Happy Hour. Und am Ende bleibt die Erkenntnis: Das Leben ist schön und die Party geht weiter! Nur der Kater dauert jetzt halt länger.

Stabil Instabil – ein Comedy-Abend voller Hoffnung für alle, die nie erwachsen werden wollten, es trotzdem geworden sind oder da irgendwann noch durch müssen. Ein Programm mit Tempo,  Charme und 1000 Gründen, morgen wieder aufzustehen. Und der tiefen Überzeugung: Am Ende wird’s doch noch alles geil. Irgendwie!

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D 2025, 97 Min., FSK: ab 0

Beim Ausmisten des Kellers stoßen Tobi und Marina auf eine alte Videoaufnahme. Darauf moderiert Tobi als 8-jähriger Junge eine selbsterfundene Show zu seinem Lieblingsthema: der Erde in unseren Böden. Das Video endet mit einer Rätselfrage - der allerersten Checker-Frage: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Leider weiß Tobi die Antwort nicht mehr. Also geht es im Checker-Style auf eine elementare Reise um die Welt, die ihn nach Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko führt. Auf drei Kontinenten entdeckt er, was diese verschiedenen Böden verbindet und findet schließlich die Antwort, die er so lange gesucht hat. Das soll hier aber nicht verraten werden. 
Bei der Beantwortung der "Checker-Frage" helfen ihm Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, gute Freunde und die Menschen vor Ort, wie Hanitra, eine madagassische Biologin, der Geologe Malte, die Studentin Samara, der Archäologe Nicolaus und ein grummeliger Mitarbeiter eines Wertstoffhofs.

Regie: Antonia Simm
Buch: Antonia Simm
Kamera: Johannes Obermaier
Musik: Nina Fiva Sonnenberg, Samuel Wootton
Mit Tobias Krell, Marina M. Blanke, Theodor Latta, Hanitra Rakotonirina, Lilou Jyoti Weerts

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Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Diese Frage stellt sich nicht nur beim Blick in den Spiegel, sondern auch in den Bilderwelten von Werbung und Social Media. Wir betrachten uns permanent selbst, vergleichen uns mit anderen. Kann nur wer schön ist, liebenswert und erfolgreich sein? Warum uns Schönheitsideale so stark bestimmen, fragt Liv Strömquist in ihrem 2021 erschienenen Sachcomic. Satirisch-unterhaltsam verbindet sie aktuelle Diskurse, Geschichte und Theorie und lässt Figuren wie Schneewittchens Stiefmutter, Kaiserin Sissi oder Medienstars wir Kylie Jenner und Kim Kardashian zu Wort kommen.

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© Felix Baßler

Nach dem großartigen Auftritt bei den Maifestspielen 2025 kehren Brandt Brauer Frick zurück ans Staatstheater Wiesbaden! Das in Wiesbaden gegründete Trio funktioniert das Große Hauszur Tanzfläche um. Mit einer Lichtshow im Gepäck, die den Saal spektakulär in Szene setzt, präsentieren Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick ihrelive gespielte Clubmusik: elektronische Tanzmusik, gepaart mit der Klangwelt von Neuer und klassischer Musik. Waren sie kürzlich noch in China auf Tournee mit dem Xi’An Symphony Orchestra, so erwartet das Wiesbadener Publikum bei den diesjährigen Maifestspielen ein energetisches Trio-Programm. Wie immer mit Tasten, Perkussion und elektronischen Musikinstrumenten.

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© Max Borchardt

Dieser Abend bleibt im Gedächtnis: Starregisseur Tiago Rodrigues, Autor und Special Guest der Maifestspiele 2026, setzt die Lupe an bei Wagners „Tristan und Isolde“. Seine Inszenierung verfolgt den wechselvollen Weg des Tristan-Mythos durch Überschreibungen und Mehrdeutigkeiten bis ins Heute. In einem riesigen Archiv blättern die Tänzer*innen Sofia Dias und Vítor Roriz Seiten dieser Geschichte auf und holen sie durch verschiedene Fragen nahe an unsere Gegenwart heran. Produziert an der Opéra Nancy, sorgte Rodrigues‘ Lesart dort nicht zuletzt für Begeisterung, weil sie „die Konzentration auf das Singen und Hören steigert“ (Concerti). Und dies wird zum Hochgenuss, denn nur junge, international erfolgreiche Wagner-Sänger*innen stehen dafür in Wiesbaden auf der Bühne: Ric Furman (Tristan) startete seine internationale Karriere mit Preisen bei Wagnerwettbewerben nach einem Engagement am hiesigen Staatstheater. Carla Filipcic Holm (Isolde) ist eine der gefragtesten Sopranistinnen Argentiniens und erobert derzeit die europäischen Bühnen und Herzen der Presse im Sturm. Während Irene Roberts, gefeiert von der Metropolitan Opera bis zu den Bayreuther Festspielen, die Partie der Brangäne übernimmt, kommt Tommi Hakala nach seinem Erfolg in der Titelpartie des „Fliegenden Holländers“ als Kurwenal nach Wiesbaden zurück. 

Eine Klasse für sich ist auch Wagners Musik für „Tristan und Isolde“. Mit dem wohl berühmtesten Akkord der Operngeschichte erschütterte der Komponist 1865 die Tonalität und öffnete das Tor ins Unbekannte. Diese Klänge lassen ihr Publikum mit der verbotenen Liebe zwischen Isolde und Tristan fiebern, schwelgen und zuletzt mit Isolde „im Welt-Atem ertrinken“. Trennen und Vereinen, Sterben und Aufstehen, Krieg und Frieden zeichnen diesen Trip intensiver musikalischer und mystischer Erfahrungen. Ein Fall für das wagnererprobte Hessische Staatsorchester unter Generalmusikdirektor Leo McFall.

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GB 2025, 126 Min., FSK: ab 12, DF

Mit OPHELIA zeigen wir begleitend zu den IMF eine feministische Neuinterpretation von Shakespeares "Hamlet". Und bauen noch etwas mehr Hamlet aus Frauenperspektive drum herum: Basierend auf dem gefeierten Roman von Maggie O'Farrell, die auch am Drehbuch mitschrieb, schuf Chloé Zhao, Oscargewinnerin für NOMADLAND, ein emotional ergreifendes Drama mit grandiosen Darsteller*innen, allen voran Jessie Buckley, die für ihre Rolle den Golden Globe, BAFTA, Critics Choice Movie Award und Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann. 

Agnes verliebt sich in Shakespeare, die beiden planen ihr gemeinsames Leben, doch im Alter von elf Jahren stirbt ihr Sohn Hamnet an der Pest. Unter dem Eindruck dieser persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer "Hamlet" zu schreiben. 

Regie: Chloé Zhao
Buch: Chloé Zhao, Maggie O‘Farrell
Kamera: Lukasz Zal
Musik: Max Richter
Mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, David Wilmot

"Mit HAMNET hat Chloé Zhao ein Meisterwerk geschaffen - über Liebe, Verlust und die unerschöpfliche Sehnsucht des Menschen, Sinn zu finden im Schmerz." kino-zeit.de

"Das fabelhafte Ensemble bewegt sich in einem erlesenen Rahmen. Zhao malt Tableaus im Stile alter niederländischer Meister, spielt virtuos mit Licht und Schatten sowie unterschiedlichen Perspektiven. (...) Mit einem Wort: Kinomeisterwerk." epd-film.de

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Was bleibt von einer Kunstform, die im Moment ihres Entstehens schon vergeht? Tanz, Musik und Spiel stellen Archive vor besondere Herausforderungen. Wie sich das Flüchtige der Bühne auf Dauer bewahren lässt, dafür kennt Susanne Foellmer, Leiterin des Deutschen Tanzarchivs, die besten Strategien. Das vielleicht faszinierendste Speichermedium dafür ist unser Körper selbst. Mitglieder des Kollektivs „People Watching“ berichten, was passiert, wenn wir uns so schnell bewegen, dass unsere Erinnerung nicht mehr hinterherkommt und das Körpergedächtnis übernimmt. Beobachten lässt sich das auch bei Hyunjin Kim, Klavierstudentin im Konzertexamen, deren Finger nur so über die Tasten fliegen. Mit Ravels „La Valse“ schlägt sie einen Bogen zum Tanz. Im Anschluss lädt „People Watching“ ein, ihre spektakuläre Arbeit „Play Dead“ zwischen Tanz, Performance und Neuem Zirkus im Kleinen Haus zu bestaunen.

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Goethe & Schiller vom Sockel gehauen!

 

Poetisches Entertainment… das ist Poetry Slam. Schlamm-Catchen der Worte. Jeweils am letzten Donnerstag im Monat tragen Slammer Geschichten, Gedanken und Gefühle auf die Bühne. In Zimmertheater-Atmosphäre. Poeten aus ganz Deutschland oder regionale Verbal-Urgesteine! Lyrische Hausfrauen, hysterische Germanisten oder ungereimte Neulinge… Alle kämpfen um den Goldenen Bleistift.

 

Spektakuläres Feuerwerk der Worte! Das Publikum keucht vor Spannung. Gemeinschaftliches Lachen. Inspiration zum Mitnehmen. All dies ist Poetry Slam. Textgestalter, talentierte Vortragskünstler oder originelle Originale… im Kampf um die Dichterkrone. Und das Publikum entscheidet über Niederlage oder Sieg. Poetry Slam… Tagesschau, Satire-Show, Hörbuch und Poesiealbum… Poetry Slam vereint sie alle. Seien Sie dabei!

 

5 Poeten haben 5 Minuten, ein Moderator, eine Jury und viele begeisterte klatschenden Hände. Am Ende kann es nun einen Champion geben. Wer das wird, das entscheidest DU!

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