
F 2007, 96 Min., FSK: ab 12, DF
Die Verfilmung der Autobiografie der jungen Iranerin Marjane Satrapi erhielt zahlreiche Auszeichnungen und gab dem Animationsfilm völlig neue Impulse. Mit acht Jahren erlebte die Autorin, die beim Film Co-Regie führte, wie die Fundamentalisten während der Islamischen Revolution an die Macht kamen. Aus Sorge um ihre rebellische Tochter schickten ihre Eltern Marjane fünf Jahre später auf eine Schule in Österreich. Dort wurde das Mädchen jedoch wie eine Aussätzige behandelt. Trotz aller Unterdrückung kehrte sie zurück, um mit 24 Jahren ihre Hoffnung auf ein freies Leben im Iran aufzugeben und nach Frankreich zu fliehen. Sie zeichnete zunächst den Comic "Persepolis", der in der westlichen Welt oft als Kritik an den politischen Verhältnissen in Iran angesehen wurde. Satrapi ging es hingegen vor allem um das alltägliche Leben der Menschen dort und den Kampf gegen Vorurteile. 2000 bis 2003 erschien der vierteilige Comic, 2007 verfilmte sie diesen gemeinsam mit Vincent Paronnaud.
Nun ist sie im Alter von 56 Jahren gestorben, wie ihr Umfeld mitteilte "an Traurigkeit, etwas über ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens".
Regie: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
Buch: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
Musik: Olivier Bernet
"Die letzten 20 Jahre des Iran aus der Sicht eines Mädchens, in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, von der FBW-Jury völlig einstimmig mit "Besonders wertvoll" und mit Stern, für manche Jurymitglieder gar mit soviel Sternen wie der Wüstenhimmel über Persepolis. Ein wunderschöner, tief anrührender, subtiler und fesselnder Film, auch ästhetisch ein Erlebnis, der viele Zuschauer begeistern wird." Jury der Filmbewertungsstelle