
Sophie Hunger kennen wir naturgemäß vor allem als die hervorragende Schweizer Musikerin, die mit ihrem 2008er Debüt "Monday's Ghost" eine wirklich beeindruckende Laufbahn begonnen hat. 2010 spielte als erste Schweizer Künstlerin beim Glastonbury Festival. In Deutschland erhielt sie 2015 den LEA für die beste Live-Tournee und 2019 den Preis für Popkultur. In Frankreich erhielt sie 2017 den Prix Lumières für ihre Filmmusik des Oscarnominierten Films "Ma Vie de Courgette". Zuletzt erschienen ihre Alben „Halluzinationen“ und „Cinema“.
Was vielleicht weniger bekannt ist, ist, dass Sophie Hunger auch studierte Anglistin und Germanistin ist. Und auch das trägt Früchte.
Im letzten Jahr erschien Sophie Hungers Debütroman „Walzer für Niemand“ bei Kiepenheuer & Witsch, aus dem sie heute Abend liest. Ein abgründiger wie poetischer, tragikomischer und raffinierter Coming-of-Age-Roman, der vom Aufwachsen im Herzen der Musik erzählt - und von einer Freundschaft, deren Innigkeit zerstörerisch ist. Freuen wir uns auf - oder fürchten wir uns vor – einem musikalischen Abend, der unbarmherzig und zart vom Elementaren der Musik erzählt.