September

© Susanne Reichardt

Religiös. Revolutionär. Eifersüchtig. Naiv. Opfer ihrer Umstände. Brutale Mörderin. Wer ist Floria Tosca? Regisseur José Cortés geht all dem auf den Grund, was seine Titelheldin sein kann, und sucht ihren wahren Kern zwischen Projektionsfläche und Zerrissenheit. Für den puerto-ricanischen Regisseur ist ein zentraler Schlüssel zum Werk die Frage: Kann es überhaupt einen Ausweg geben für diejenigen, die es wagen, sich gegen ein System zu stellen? Der Opernklassiker wird zum packenden Thriller: Gnadenlos auf die Probe gestellt, muss Tosca sich entscheiden, woran sie noch glaubt.
Die Titelheldin wird verkörpert von Signe Heiberg, von der Presse zuletzt für ihre „staunenswerte Fülle an Klangfarben“ und darstellerische „Tiefenschärfe“ gefeiert. Als Cavaradossi kommt Kyungho Kim zurück, der bereits als Calaf in „Turandot“ begeisterte, neben Scarpia-Darsteller Massimo Cavaletti, der regelmäßig an den größten Opernhäusern von der Met bis zur Scala gastiert.

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DK 2025, 83 Min., FSK: ab 0, empfohlen ab 5

LUCAS - Internationales Festival für Junge Filmfans

Als Mumbo Jumbo auf magische Weise zu riesiger Größe heranwächst, muss er sich mit seinen drei Freund*innen auf eine gefährliche Reise begeben, um die furchterregende Hexe Baba Yaga zu finden, damit sie ihn wieder klein machen kann. Es ist eine abenteuerliche Reise, die Mumbo Jumbo zwar wieder klein machen könnte, ihn aber innerlich um ein Vielfaches größer werden lässt.

Regie: Karsten Kiilerich, Stine Marie Buhl
Buch: Karsten Kiilerich
Kamera: Niels Grønlykke
Musik: Halfdan E

 

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Nice! Nicer! Woman-Nicer!

 

Es geht nicht anders! Frauen sind das Thema dieser Bühnenshow. Lebhaft-humorvoll-eigenwillig präsentiert Schauspielerin und Sängerin Marie Hartmann mit ihrer Begleitung am Piano eine ganze Palette an Themen, die für Frauen überlebenswichtig sind.

 

Die Lieder von Friedrich Hollaender, Trude Hesterberg, Ute Lemper und Georg Kreisler erzählen Geschichten, in denen Frauen sich wiederfinden. Pubertierende, die irrational nach sich selbst suchen, erwachsene Frauen, die ihr Spiegelbild hinterfragen. Augenzwinkernd werden typisch weibliche Neurosen karikiert. Und natürlich kommen viele dramatische Facetten der Liebe zur Sprache

 

Das Publikum der Sommerfestspiele Wiesbaden kennt Marie Hartmann bereits als ausdrucksstarke und markante Königin in „7 Zwerge rocken den Wald“.

Der Wiesbadener Kurier feierte sie damals als Inkarnation von Nina Hagen. Für ihr Soloprogramm „Frauenzimmer“ also die perfekte Basis für noch viel mehr!

 

Mitwirkende: Marie Hartmann (Gesang & Schauspiel), Antonius Nies (Klavier)

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© Maximilian Borchardt

Gut und Böse, Kindheit und Erwachsenwerden, Träume, Ängste und Prüfungen – die beliebte Oper von Wolfgang Amadeus Mozart stellt den Menschen ins Zentrum. Und ist gleichzeitig eine Märchengeschichte: Prinz Tamino ist nicht unbedingt ein Held im klassischen Sinne. Als er von den drei Damen mit der Aufgabe betraut wird, die Tochter der Königin der Nacht aus den Fängen des geheimnisvollen Sarastro zu befreien, ist er alles andere als begeistert. Doch ein Bild der jungen Prinzessin verhilft ihm schlagartig zu neuer Motivation: Er verliebt sich Hals über Kopf in Paminas Abbild. Zusammen mit dem schrägen Vogelfänger Papageno macht er sich auf den Weg. Ausgestattet mit Zauberflöte und Zauberglöckchen sind sie bereit (oder auch nicht), sich den drei großen Prüfungen des Sarastro zu stellen.

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D 2026, 74 Min., FSK: ab 0, empfohlen ab 6

LUCAS - Internationales Festival für Junge Filmfans

 

Zu Gast: Bernd Sahling, Regie

Kurz vor den Sommerferien folgt eine streunende Katze Jan nach Hause, bekommt dort Junge und wird trotz anfänglicher Bedenken von ihm und seinen Freund*innen Sami und Martha versorgt. Die Kinder kümmern sich mit viel Engagement um die Tiere, obwohl das für Jan große Veränderungen, Verzicht und gesundheitliche Probleme bedeutet. Dabei erleben sie eine besondere Zeit, die ihren Zusammenhalt stärkt und ihren Alltag völlig verändert.

Regie: Bernd Sahling
Buch: Bernd Sahling
Kamera: Piotr Rosołowski
Musik: Christian Kuzio
Mit Sebastian Erbes, Ilkay Yalcin, Bella Mortlock, Benjamin Kramme, Boris Aljinović, Petra Kalkutschke

"So einfühlsam wie sanftmütig, so geduldig wie respektvoll entwickeln Bernd Sahling und sein (…) Team die kleine und doch in vielem so bedeutsame Geschichte, stets auf Augenhöhe der Kinder und auch der Katzen. Dabei erliegen sie nie der Versuchung, das betont "Niedliche" der tierischen Protagonisten in den Vordergrund zu stellen (…), vielmehr folgen sie zuallererst dem Tun und Handeln der Kinder, die souverän über sich hinauswachsen." kinder-jugend-filmportal.de

 

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Ein Theater-Soloprogramm über Tabuzone Nummer 1

 

Es wird über sie gesprochen, geschrieben, gemunkelt und geschwiegen.

Sie wird geliebt, gehasst, getuned. Sie wird bedeckt, beschämt, besucht, bezwungen und besungen.

 

Jetzt kommt sie selbst zu Wort und spricht ganz unverblümt. Denn es ist Zeit, ein paar Geschichten neu zu schreiben und uralte Geschichten wieder zu erinnern.

 

Ein humorvoller wie berührender Abend rund um den wichtigsten Ort des Lebens.

 

Daniela Dillinger trägt den Soloabend schauspielerisch. Die Künstlerin studierte Theaterwissenschaften und arbeitet auch als Regisseurin. Sie war viele Jahre festes Ensemblemitglied des Theaters Pfütze in Nürnberg. Daniela Dillinger ist zudem Theaterpädagogin sowie Ausdruckstrainerin für Körper, Atem und Stimme.

 

Mitwirkende: Daniela Dillinger (Schauspiel), Beatrix Cameron (Ausstattung), Natalie Golob (Regie)

FSK16!

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D/PL/I/F 2026, 82 Min., FSK: ab 0

Zum Abschluss unserer Reihe mit Filmen von Pawel Pawlikowski zeigen wir sein neuestes Werk über eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. VATERLAND wurde in Hessen produziert und mit dem Preis der besten Regie in Cannes ausgezeichnet.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika, auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern - von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll - sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

Regie: Pawel Pawlikowski
Buch: Pawel Pawlikowski, Henk Handloegten
Kamera: Lukasz Zal
Musik: Marcin Masecki
Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, Devid Striesow, Anna Madeley, David Menkin, Joachim Meyerhoff

 

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Oktober

Uli Höhmann war Journalist. Nachrichtenredaktion. Und jetzt: ersetzt durch eine KI. Er braucht also einen neuen Job. Aber was kann er schon als Journalist außer nachbohren bis es weh tut, zuspitzen bis es peinlich wird und aus allem eine Schlagzeile machen?

 

Auch in seinem dritten Solo-Programm nimmt Uli Höhmann wieder bitterböse die Welt der Medien und des Journalismus auseinander. Satire mit philosophischen Anflügen, Sarkasmus mit einer Prise Trost. Und ist er wirklich durch eine KI ersetzt worden oder war er doch selbst schuld an seinem Rauswurf? So ein ganz kleines bisschen vielleicht?

 

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D 2026, 113 Min., FSK: ab 12

Als Seyo ihre neue Stelle als Staatsanwältin antritt, weiß sie bereits, dass rechte Gewalt zu ihrem Arbeitsalltag gehören wird. Doch als sie selbst Opfer eines Anschlags wird, muss sie feststellen, dass die Unabhängigkeit der Justiz sehr brüchig sein kann, wenn Rassismus längst im System verwurzelt ist. Tiefer und tiefer gräbt sie sich durch die Fehlbarkeiten ihrer eigenen Behörde und kämpft mit allen Mitteln für Gerechtigkeit - sowohl vor als auch außerhalb des Gerichts.  

Ausgezeichnet mit dem Panorama Publikumspreis der Berlinale: Mit STAATSSCHUTZ legt Faraz Shariat einen Film vor, der an Dringlichkeit und Wucht seinesgleichen sucht. Aufrüttelnd und wütend, aber nie ohne Hoffnung, untersucht STAATSSCHUTZ die Frage, wie sich ein korrumpiertes System auch von innen heraus verändern lässt. 

Regie: Faraz Shariat
Buch: Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi, Jee-Un Kim
Kamera: Lotta Kilian
Mit Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, Arnd Klawitter, Sebastian Urzendowsky, Kotbong Yang, Jean Philippe

"Klug und mit gründlichem Hintergrundwissen schildert das Skript Prozesse, die zu Korruption und Diskriminierung führen. Der Film weckt Unbehagen und ist damit genau die Art von politischem, widerständigem Kino, das wir in dieser Zeit brauchen.(...) Shariat erlaubt es sich, mit Genreelementen zu spielen, die bei falscher Dosierung auch zu einer Banalisierung des Sujets hätten führen können. Es gelingt ihm aber, exakt die richtige Mischung aus realer Betrachtung und von Wut und Gerechtigkeitssinn erfülltem Thriller zu finden." kino-zeit.de

 

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© Peter Krausgrill

Winston Smith ist Schriftsteller in einer totalitären Diktatur der Überwachung und Säuberung. Menschen verschwinden, Worte verschwinden. Die Vergangenheit wird geändert oder ausgemerzt. Das Auge des Großen Bruders schläft nicht. In einer Zeit, in der Stahlbeton die grünen Wiesen frisst, passiert Winston etwas, das längst zertreten wurde: Liebe. Er verliert sein Herz an die viel jüngere Julia.

Beide schließen sich der Widerstandsgruppe „Bruderschaft“ unter der Leitung des undurchsichtigen George O’Brien an. Sie werden denunziert. Beide geraten zwischen die Mühlsteine des Regimes, welche Herzen, Rückgrat, Geist und Willen brechen will.

In einer Zeit der Fake-News, der Bad News, des Unwortes „Lügenpresse“ und in einer Zeit der vermeintlichen Gleichschaltung leben wir. Cookies, ein Mittel der Überwachung? Smartphone hört mit? Meinungsfreiheit? Der gläserne Mensch – Freiheit durch Digitalisierung? Ist staatlich angeregtes Gendern ein Instrument der Kontrolle?

Aber halt. Das klingt alles so negativ. Besuchen Sie uns im Ministerium der Liebe! Wir versichern, dass es hier keine Überwachung durch Kameras gibt. Im Palasthotel ist unser neuer Standort. Unser bester Mitarbeiter Winston Smith ist seit 1984 für uns tätig.

Jeder Mensch in Wiesbaden ist uns wichtig. Im Ministerium der Liebe helfen wir, wo wir noch können. Ergreife Partei, dann greift die Partei Dich.

Das theater kuenstlerhaus43 im Palast präsentiert eine interaktive szenische Diktatur, die keiner so schnell vergessen wird: Gnadenlos und mit Augenzwinkern, des Großen Bruders wohlgemerkt.

 

1949: George Orwells Roman „1984“ sprengt den Buchmarkt. Ein utopisches Werk oder Satire? Ein Jahr nach der Veröffentlichung stirbt der Autor an einem rätselhaften Husten.

1984: Indira Gandhi wird ermordet, Ronald Reagan verkündet die Bombardierung der Sowjetunion, der erste Apple-Computer wird vorgestellt und Kim Jong-un erblickt das Licht der Welt. Kabelfernsehen kommt in die Wohnungen.

2024: Alexa hilft, Kameras auf den Plätzen schützen, KI kann dichten und denken, Digitalisierung statt Arbeit. Krieg allgegenwärtig. Alexei Anatoljewitsch Nawalny stirbt unter rätselhaften Umständen.

 

Es spielen: 

Winston Smith Michael Kehr | Julia Nathalie Trost | O’Brien / Charrington Wolfgang Vielsack | Syme Susanne Müller

Televisor / Stimme des Großen Bruders Oscar Müller

Regie | Wolfgang Vielsack

Regieassistenz | Hannah Dickescheid

Technik / Audio- und Videoinstallation | Moritz Lienenlüke

Statisterie Rüdiger Burkhardt und weitere

Textfassung | Wolfgang Vielsack & Uta Kindermann

Produktion | theater kuenstlerhaus43 im Palast

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© Max Borchardt

Wiesbaden durch die Linse: Schauspielende ziehen – begleitet von einer Live-Kamera – in den Stadtraum. Was bedeutet uns die Stadt? Wer gehört dazu, wer wird sichtbar, wer nicht? Was kommt hinter der Fassade zum Vorschein? Und wie wirkt die Stadt als Bühne? 
Regisseur Sebastian Nübling und sein Team schaffen ausgehend von Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ ein Live-Theater-Film-Event, das neue Perspektiven auf die Stadt Wiesbaden eröffnet. Gottfried Huppertz' monumentale Filmmusik wird vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden gespielt, während die Videos aus dem Stadtraum live ins Große Haus übertragen werden. 
„Metropolis Wiesbaden“ erkundet ein innovatives Formterrain zwischen Schauspiel, Performance, Musiktheater und Film und begeht den Auftakt zu einem besonderen Stadtjubiläum: Der Film „Metropolis“ lagert im Original in der Wiesbadener Murnau-Stiftung und wurde durch sie aufwändig restauriert. Inzwischen ist er Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbe – und wird im Jahr 2027 100 Jahre alt.

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© Peter Krausgrill

Winston Smith ist Schriftsteller in einer totalitären Diktatur der Überwachung und Säuberung. Menschen verschwinden, Worte verschwinden. Die Vergangenheit wird geändert oder ausgemerzt. Das Auge des Großen Bruders schläft nicht. In einer Zeit, in der Stahlbeton die grünen Wiesen frisst, passiert Winston etwas, das längst zertreten wurde: Liebe. Er verliert sein Herz an die viel jüngere Julia.

Beide schließen sich der Widerstandsgruppe „Bruderschaft“ unter der Leitung des undurchsichtigen George O’Brien an. Sie werden denunziert. Beide geraten zwischen die Mühlsteine des Regimes, welche Herzen, Rückgrat, Geist und Willen brechen will.

In einer Zeit der Fake-News, der Bad News, des Unwortes „Lügenpresse“ und in einer Zeit der vermeintlichen Gleichschaltung leben wir. Cookies, ein Mittel der Überwachung? Smartphone hört mit? Meinungsfreiheit? Der gläserne Mensch – Freiheit durch Digitalisierung? Ist staatlich angeregtes Gendern ein Instrument der Kontrolle?

Aber halt. Das klingt alles so negativ. Besuchen Sie uns im Ministerium der Liebe! Wir versichern, dass es hier keine Überwachung durch Kameras gibt. Im Palasthotel ist unser neuer Standort. Unser bester Mitarbeiter Winston Smith ist seit 1984 für uns tätig.

Jeder Mensch in Wiesbaden ist uns wichtig. Im Ministerium der Liebe helfen wir, wo wir noch können. Ergreife Partei, dann greift die Partei Dich.

Das theater kuenstlerhaus43 im Palast präsentiert eine interaktive szenische Diktatur, die keiner so schnell vergessen wird: Gnadenlos und mit Augenzwinkern, des Großen Bruders wohlgemerkt.

 

1949: George Orwells Roman „1984“ sprengt den Buchmarkt. Ein utopisches Werk oder Satire? Ein Jahr nach der Veröffentlichung stirbt der Autor an einem rätselhaften Husten.

1984: Indira Gandhi wird ermordet, Ronald Reagan verkündet die Bombardierung der Sowjetunion, der erste Apple-Computer wird vorgestellt und Kim Jong-un erblickt das Licht der Welt. Kabelfernsehen kommt in die Wohnungen.

2024: Alexa hilft, Kameras auf den Plätzen schützen, KI kann dichten und denken, Digitalisierung statt Arbeit. Krieg allgegenwärtig. Alexei Anatoljewitsch Nawalny stirbt unter rätselhaften Umständen.

 

Es spielen: 

Winston Smith Michael Kehr | Julia Nathalie Trost | O’Brien / Charrington Wolfgang Vielsack | Syme Susanne Müller

Televisor / Stimme des Großen Bruders Oscar Müller

Regie | Wolfgang Vielsack

Regieassistenz | Hannah Dickescheid

Technik / Audio- und Videoinstallation | Moritz Lienenlüke

Statisterie Rüdiger Burkhardt und weitere

Textfassung | Wolfgang Vielsack & Uta Kindermann

Produktion | theater kuenstlerhaus43 im Palast

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B/D 2013, 83 Min., FSK: ab 0, empfohlen ab 6

Onkel Mike geht weg aus der DDR. Rieke (10) wird ihn nie wieder sehen, weil sie nicht über die Mauer zu ihm darf. Also muss Rieke ihn zurück in die DDR holen. Aber wie? Vielleicht kann Rieke ihn beamen? Das können sie in ihrer Lieblingsserie im Fernsehen auch. Einen Versuch ist es wert … wäre da nur nicht ein fieser Polizist!

Regie: Markus Dietrich
Buch: Markus Dietrich
Kamera: Philipp Kirsamer
Mit Finn Fiebig, Flora Li Thiemann, Luca Johannsen

"Der ganz aus Kindersicht erzählte Film über das Ende der DDR findet eine sympathische Balance aus Fabulierfreude und Ernsthaftigkeit. Als historischer Lehrfilm taugt er ganz gewiss nicht, dafür aber als vergnüglicher Ausflug in eine vergangene Zeit, der auf unterhaltsame Weise auch das Interesse von Kindern für diese Epoche weckt und dabei unaufdringlich ernste Themen anspricht." filmdienst.de

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© Peter Emig

Gut und Böse! Der Wissenschaftler Dr. Jekyll hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Trennung dieser beiden Seiten des Menschen zu erforschen. Die Versuche, die er dabei an sich selbst durchführt, führen zur Spaltung seiner Persönlichkeit und der Entstehung von Mr. Hyde. Als das Experiment außer Kontrolle gerät, wird der Forscher zunehmend von Mr. Hyde und dem Bösen beherrscht, bis es zum unerbittlichen Kampf mit sich selbst um Leben und Tod kommt. Die abgründige Geschichte bewegt als großes Musical des preisgekrönten Broadway-Komponisten Frank Wildhorn mit mal rockiger, mal romantischer Musik und beeindruckenden Choreografien. Schaurig berührend!

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D 2026, 113 Min., FSK: ab 12

Als Seyo ihre neue Stelle als Staatsanwältin antritt, weiß sie bereits, dass rechte Gewalt zu ihrem Arbeitsalltag gehören wird. Doch als sie selbst Opfer eines Anschlags wird, muss sie feststellen, dass die Unabhängigkeit der Justiz sehr brüchig sein kann, wenn Rassismus längst im System verwurzelt ist. Tiefer und tiefer gräbt sie sich durch die Fehlbarkeiten ihrer eigenen Behörde und kämpft mit allen Mitteln für Gerechtigkeit - sowohl vor als auch außerhalb des Gerichts.  

Ausgezeichnet mit dem Panorama Publikumspreis der Berlinale: Mit STAATSSCHUTZ legt Faraz Shariat einen Film vor, der an Dringlichkeit und Wucht seinesgleichen sucht. Aufrüttelnd und wütend, aber nie ohne Hoffnung, untersucht STAATSSCHUTZ die Frage, wie sich ein korrumpiertes System auch von innen heraus verändern lässt. 

Regie: Faraz Shariat
Buch: Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi, Jee-Un Kim
Kamera: Lotta Kilian
Mit Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, Arnd Klawitter, Sebastian Urzendowsky, Kotbong Yang, Jean Philippe

"Klug und mit gründlichem Hintergrundwissen schildert das Skript Prozesse, die zu Korruption und Diskriminierung führen. Der Film weckt Unbehagen und ist damit genau die Art von politischem, widerständigem Kino, das wir in dieser Zeit brauchen.(...) Shariat erlaubt es sich, mit Genreelementen zu spielen, die bei falscher Dosierung auch zu einer Banalisierung des Sujets hätten führen können. Es gelingt ihm aber, exakt die richtige Mischung aus realer Betrachtung und von Wut und Gerechtigkeitssinn erfülltem Thriller zu finden." kino-zeit.de

 

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© Andreas Etter

Drei Werke, drei choreografische Welten. Silent Echo bringt drei Erfolgsproduktionen aus dem Repertoire des Hessischen Staatsballetts zurück auf die Bühne: das eindringliche I’m afraid to forget your smile des vielfach ausgezeichneten niederländischen Choreograf*innen-Duos Imre & Marne van Opstal, das elektrisierende Duett Midnight Raga von Marco Goecke sowie das monumentale The Mass Ornament des Spaniers Fran Díaz. Obwohl jede dieser Choreografien eine ganz eigene künstlerische Sprache spricht, kreisen sie alle um Themen, die zutiefst menschlich sind: Erinnerung und Identität, Nähe und Distanz sowie die Spuren, die Begegnungen hinterlassen.
Den Abend eröffnen Imre & Marne van Opstal mit I’m afraid to forget your smile. In ihrer berührenden Verbindung aus zeitgenössischem Tanz, live interpretierten Chorwerken und einer atmosphärischen Bühnen- und Lichtgestaltung von Tom Visser wird der Moment des Loslassens zu einem schwebenden Übergangszustand und die Szenerie zu einem flüchtigen Tanzgemälde aus vielen Farben und Schichten. Die Stimmen der Schiersteiner Kantorei verleihen der Choreografie eine zusätzliche, unmittelbare Präsenz. Werke von Komponisten wie Arvo Pärt und Eric Whitacre schaffen dabei einen Klangraum, in dem sich Trauer, Erinnerung und Hingabe miteinander verweben.
Mit Midnight Raga folgt ein radikaler Wechsel der Stimmung. Marco Goecke, einer der prägendsten und international gefragtesten Choreografen der Gegenwart, entwickelt in seinem Duett eine hochkonzentrierte Begegnung zweier Körper. Goeckes unverwechselbare, nervös-flirrende Bewegungssprache trifft auf ein tiefes Mitternachtsblau sowie die Musik des indischen Komponisten Ravi Shankar. Heraus kommt ein intimes Duett, das zwischen Zartheit und explosiver Energie oszilliert.
Den Abschluss bildet The Mass Ornament von Fran Díaz. Zur unerbittlichen Musik von Henryk Góreckis Concerto for Harpsichord and String Orchestra op. 40 formt Díaz aus den Tänzer*innen einen hochenergetischen Gruppenkörper als Reflexion auf die Rationalisierung im Zusammenhang mit der Massenproduktion. Präzision, Dynamik und individuelle Impulse verschmelzen zu einem faszinierenden choreografischen Organismus, in dem Ordnung und Selbstaufgabe sowie Individualität und Gemeinschaft unmittelbar aufeinandertreffen.
 

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© Lukas Anton

König Peter möchte die Macht an seinen Sohn Leonce übergeben. Doch Leonce, von einer melancholischen Langeweile gelähmt, lehnt jedes gesellschaftliche Amt ab. Als seine Hochzeit mit der unbekannten Prinzessin Lena ansteht, flieht Leonce nach Italien. Auch Lena will ihr Leben selbst bestimmen und flieht ebenfalls vor der arrangierten Ehe. Die beiden Königskinder begegnen sich zufällig und verlieben sich ineinander – ohne die wahre Identität des jeweils anderen zu kennen. Sie können ihrem fremdbestimmten Schicksal nicht entkommen. Büchners Lustspiel zwischen Satire und Verwechslungskomödie nimmt Regisseur Stefan Pucher, der mit „Woyzeck” das Publikum begeisterte, zum Anlass, seine Erfolgsgeschichte in Wiesbaden fortzuschreiben.

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© Tal Givony

Strawinksy, der tänzerische Erfinder, Prokofjew, der Wandler zwischen Klassik und Avantgarde, und Rachmaninow, der Melodienzauberer, haben die Werke dieses Programms zwischen 1900 und 1920 geschrieben. Das Klavier war für alle drei eine entscheidende Inspirationsquelle. Mit der Revolution in Russland wurden sie zu Emigranten – ganz wie später Otto Klemperer, der als Generalmusikdirektor in Wiesbaden auch die zeitgenössische russische Musik förderte. In Prokofjews 2. Klavierkonzert brilliert Tom Borrow, Shooting-Star der Klavierszene, BBC New Generation Artist und Terence Judd-Hallé-Preisträger.

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© Inka Meyer

Sagt Ihnen der Begriff „politische Zoologie“ etwas? Es war Aristoteles, der uns einst lehrte, der Mensch sei ein „Zoon politikon“, ein politisches Tier. Und ist es nicht gerade das Tier im Menschen,
auf das wir öfter hören sollten …? Nehmen wir als Beispiel den Umweltschutz. Alle Tiere sind von Geburt an kompromisslose Energiesparer. Ein Beispiel hierfür wären die Seescheiden, die ganz
Erstaunliches zu leisten vermögen: In ihrer Jugend schwimmen sie durch das Meer, kleben sich irgendwo an einen Felsen, und weil sie ihr Gehirn dann gar nicht mehr benötigen, verdauen sie das
überflüssige Organ einfach. Wenn das mal keine Form radikalen Recyclings ist! Dagegen fällt vielen Menschen das Thema Nachhaltigkeit deutlich schwerer. Frei nach dem Motto: „Ich würde ja mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, doch leider passt das verdammt Ding nicht in den Kofferraum!“

Philipp Webers Programm „POWER TO THE POPEL“ ist eine aufregende Expedition durch die Fauna und Flora des Staatswesens. In Zeiten, wo Volksvertreter und Volksverdreher  gebetsmühlenartig die Krise der bürgerlichen Gesellschaft beschwören, übt der Kabarettist mit seinem Publikum die wertvollste demokratische Tugend: den Humor. Denn sind nicht Komik, Witz und Esprit die schillerndsten Waffen einer wehrhaften Demokratie? Und wer sein Denken und Handeln mit der nötigen Ironie belächeln kann, wird nicht das Opfer der eigenen Engstirnigkeit. So lachen wahre Demokratinnen und Demokraten vorrangig über eins: sich selbst. Lachen Sie also mit und schützen Sie die Demokratie.

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© Andreas Etter

Drei Werke, drei choreografische Welten. Silent Echo bringt drei Erfolgsproduktionen aus dem Repertoire des Hessischen Staatsballetts zurück auf die Bühne: das eindringliche I’m afraid to forget your smile des vielfach ausgezeichneten niederländischen Choreograf*innen-Duos Imre & Marne van Opstal, das elektrisierende Duett Midnight Raga von Marco Goecke sowie das monumentale The Mass Ornament des Spaniers Fran Díaz. Obwohl jede dieser Choreografien eine ganz eigene künstlerische Sprache spricht, kreisen sie alle um Themen, die zutiefst menschlich sind: Erinnerung und Identität, Nähe und Distanz sowie die Spuren, die Begegnungen hinterlassen.
Den Abend eröffnen Imre & Marne van Opstal mit I’m afraid to forget your smile. In ihrer berührenden Verbindung aus zeitgenössischem Tanz, live interpretierten Chorwerken und einer atmosphärischen Bühnen- und Lichtgestaltung von Tom Visser wird der Moment des Loslassens zu einem schwebenden Übergangszustand und die Szenerie zu einem flüchtigen Tanzgemälde aus vielen Farben und Schichten. Die Stimmen der Schiersteiner Kantorei verleihen der Choreografie eine zusätzliche, unmittelbare Präsenz. Werke von Komponisten wie Arvo Pärt und Eric Whitacre schaffen dabei einen Klangraum, in dem sich Trauer, Erinnerung und Hingabe miteinander verweben.
Mit Midnight Raga folgt ein radikaler Wechsel der Stimmung. Marco Goecke, einer der prägendsten und international gefragtesten Choreografen der Gegenwart, entwickelt in seinem Duett eine hochkonzentrierte Begegnung zweier Körper. Goeckes unverwechselbare, nervös-flirrende Bewegungssprache trifft auf ein tiefes Mitternachtsblau sowie die Musik des indischen Komponisten Ravi Shankar. Heraus kommt ein intimes Duett, das zwischen Zartheit und explosiver Energie oszilliert.
Den Abschluss bildet The Mass Ornament von Fran Díaz. Zur unerbittlichen Musik von Henryk Góreckis Concerto for Harpsichord and String Orchestra op. 40 formt Díaz aus den Tänzer*innen einen hochenergetischen Gruppenkörper als Reflexion auf die Rationalisierung im Zusammenhang mit der Massenproduktion. Präzision, Dynamik und individuelle Impulse verschmelzen zu einem faszinierenden choreografischen Organismus, in dem Ordnung und Selbstaufgabe sowie Individualität und Gemeinschaft unmittelbar aufeinandertreffen.
 

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