Mai

A/D 2026, 94 Min., FSK: ab 12, AD

In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz wird aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken.

Sandra Hüller wurde bei der diesjährigen Berlinale für ihre grandiose Darstellung mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Regie: Markus Schleinzer
Buch: Markus Schleinzer, Alexander Brom
Kamera: Gerald Kerkletz
Mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, Annalisa Hohl, Augustino Renken, Maurice Leonhard

"Ein beeindruckendes Drama, das zwar an prominente Einflüsse erinnert, es aber vermag, einen ganz eigenen und berückend schönen eigenen visuellen wie narrativen Stil von großer Kunstfertigkeit zu finden." kino-zeit.de

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© Andreas Endermann

Von Dietmar Jacobs

Was passiert nicht alles in einer verrückten schlaflosen Nacht? Marie, die Hauptfigur in Anna Schäfers neuem und fulminantem Solo, kennt das Problem. Wie viele Menschen schläft sie schlecht, weil sie ihre Gedanken nicht stoppen kann. In der Nacht ploppen deshalb regelmäßig alle ihre seltsamen und hochkomischen Ideen auf, die sie ihren Freunden, Gegnern und der ganzen Welt immer schon mal mitteilen wollte.

In einem schnellen, sehr witzigen, aber auch berührenden und musikalischen Monolog zielt Anna Schäfer mitten hinein ins Herz unserer Zeit. Sie spielt, singt und wirbelt durch die großen Themen, die sie und uns betreffen. Sie wechselt in Hochgeschwindigkeit Figuren und Charaktere und entwirft ein ebenso aktuelles wie phantastisches und satirisches Sittengemälde unseres Landes und seiner Bewohner. Persönlich, politisch, pointiert und mit wilder Spiellust. Eine rasante Reise zwischen Theater, Kabarett, Comedy und Storytelling.

Ein Abend rund um die Geschichten, die wir uns und anderen erzählen. Die Geschichten, die unser Leben sind.

Unterstützt wird Anna Schäfer für dieses Programm vom Theaterautor und Grimme-Preisträger Dietmar Jacobs (Stromberg, Mord mit Aussicht, Extra 3, Heute Show, Kom(m)ödchen Düsseldorf).

Außerdem von Regisseur Hans Holzbecher (preisgekrönter Satire-Regisseur, vornehmlich seit 2006 Kom(m)ödchen Düsseldorf, des weiteren Inszenierungen für Theater und Musicals wie West Side Story, Jekyll & Hyde etc..).

Und vom Komponisten Jochen Kilian (Music Director an vielen Stadt- und Staatstheatern, Theater des Westens, Berlin, als Komponist und Arrangeur tätig für viele deutschsprachige Künstler und Bühnen, u.a. Friedrichstadtpalast, Berlin).

Ein Abend, der gewiss niemanden unberührt lässt.

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© Astrid Karger

Der Schauspieler Wolfram Koch, bekannt als Frankfurter „Tatort“-Kommissar, widmet diesen Soloabend dem surrealen Autor Daniil Charms. 1905 in Petersburg geboren, gilt Charms als genialer Humorist. Seine Texte erzählen von den Absurditäten des Lebens und den politischen Verhältnissen seiner Zeit, denen er in letzter Konsequenz nur mit einer großen Portion Nonsens begegnen konnte. Wolfram Koch brilliert in „Zack. Eine Sinfonie“ als Entertainer, als Clown und als Spieler mit Tröte, der einfach spielen, tanzen und musizieren muss. Er setzt Charms‘ Prosa, Gedichte, Szenen und Dialoge in einem rasenden Tempo zusammen und will sein Publikum zum Lachen bringen. Doch Charms Dichtung hat stets einen doppelten Boden. Hinter dem Humor zeigt sich die Verzweiflung und Not der Figuren. Neben einem Puschkin-Witz steht das Grauen eines totalitären Staates. Und das Lachen bleibt einem im Hals stecken.

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D/CH 2025, 90 Min., FSK: ab 6

Ein aus dem Ruder laufender Aprilscherz des chinesischen Gastschülers Xi Zhōu katapultiert Lucas und seine Familie aus dem Alltag. Ein vertauschter Pizzakarton voller Geld ruft nicht nur eine Truppe Gangsterrapper um die berühmte Miss Nelly auf den Plan, sondern auch die echte Mafia und ein tollpatschiges Polizistenduo. Das irrwitzige Abenteuer zieht die beiden 12-jährigen Jungs in einen Strudel sich überschlagender, immer gefährlicher werdender Ereignisse. Gemeinsam mit seinem Schwarm Charly und Xi versucht Lucas, das Chaos zu entwirren. Schnell wird klar: Um die Geister, die sie riefen, wieder loszuwerden, brauchen sie einen letzten, genialen Prank. Aber was als harmloser Aprilscherz beginnt, mündet in einem grandiosen Chaos ...

Regie: Benjamin Heisenberg
Buch: Benjamin Heisenberg, Peer Klehmet
Kamera: Timon Schäppi
Musik: Christoph Zirngibl
Mit Noèl Gabriel Kipp, Max Zheng, Maïmouna Rudolph-Mbacké, Laura Tonke, Mehdi Nebbou, Jana McKinnon, Cedric Eich, Lukas Miko

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