April

Der Star dieser irrwitzigen Komödie ist eine mit allen Wassern gewaschene Mutter, die von einem Bassbariton gesungen wird: eine Traumrolle für Ensemblemitglied Hovhannes Karapetyan. Die Handlung spielt im Theater und ist gänzlich abhängig von den Launen, Hierarchiekämpfen und Beziehungsdramen der Sängerinnen und Sänger, die hier zusammenkommen, um eine neue Oper zu proben. Mamma Agata ist eigentlich nur als Reinigungskraft am Theater angestellt, mischt dann aber unverhofft das ganze Ensemble auf und erinnert alle daran, wovon sie ursprünglich einmal im Leben geträumt hatten … In der Inszenierung von Wolfgang Nägele stehen auch Dirigent Paul Taubitz und das Orchester im Scheinwerferlicht.

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D 2025, 80 Min., FSK: ab 0

 

Hätte der 12-jährige Karl sich aussuchen können, in wen er sich verliebt, die deutlich größere Lea wäre es vermutlich nicht geworden. Dass Lea demnächst die Schule wechselt, macht es nicht einfacher. "Andere Schule, andere Jungs!", sagt Karls älterer Bruder Tom und rät ihm, mal mutig zu sein. Karl lädt Lea in sein improvisiertes Badezimmerlabor ein. Fotografieren und Bilderentwickeln ist seit Jahren Karls liebste Beschäftigung. Lea ist beeindruckt von Karls "Lichtzauberei" im Labor, aber die Zeit wird knapp für weitere Treffen. Es bleibt nur noch die Projektfahrt, bei der sich Karls Klasse für einen Werkstattfilm mit dem Arbeitstitel "Verliebt" entschieden hat. Plötzlich zeigt sich, dass Karl nicht allein ist mit seinem Problem.

 

AB MORGEN BIN ICH MUTIG hat beim Schlingel-Festival in Chemnitz den Preis der Europäischen Kinderfilmvereinigung ECFA gewonnen.

 

Regie: Bernd Sahling

Buch: Bernd Sahling

Kamera: Piotr Rosolowski

Musik: Jürgen Ehle

Mit Jonathan Köhn, Darius Pascu, Cheyenne Aaliyah Roth, Anna Bahners, Elijas Ameren, Tamino Gottlebe, Malvina Hoffmann

"Mit AB MORGEN BIN ICH MUTIG glückte Regisseur Bernd Sahling ein rarer Höhepunkt des deutschen Kinderfilms: fantastisch ohne Fantasy, abenteuerlich trotz Alltag, mitreißend dank charmanter Kids, denen der Film respektvoll auf Augenhöhe begegnet. Statt auf äußere Effekte oder dramatisch aufgesetzte Konflikte setzt er auf die Gedanken und Gefühle, Wünsche und Hoffnungen seiner jungen Protagonist*innen." kinder-jugend-filmportal.de

 

"Ein Must See des deutschen Kinderkinos: Bernd Sahling ist ein mitreißender Liebesfilm für Kids gelungen." artechock.de

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In Verona wird der Alltag von den (Straßen-)Kämpfen zwischen zwei Familien, den Montagues und Capulets, überschattet. Die beiden Patriarchen steuern diese Auseinandersetzung aus ihren Hinterzimmern und heizen den Konflikt an. Auch ihre Kinder und deren Freund*innen sind voller Vorurteile, die unbeschwertes Feiern und Frei-Sein unmöglich machen. Trotz ihrer Feindschaft verlieben sich Romeo und Julia ineinander und geraten in einen Strudel voller Hass und Gewalt, der ihr Schicksal besiegelt. In der Regie von Charlotte Sprenger, die mit ihrer ganz eigenen Pop-Ästhetik kanonisierte Literatur in die Gegenwart holt, wird Shakespeares Klassiker zu einem bildgewaltigen Appell für die Kraft der Liebe, die sich der Brutalität entgegenstellt.

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D 2025, 80 Min., FSK: ab 0

 

Hätte der 12-jährige Karl sich aussuchen können, in wen er sich verliebt, die deutlich größere Lea wäre es vermutlich nicht geworden. Dass Lea demnächst die Schule wechselt, macht es nicht einfacher. "Andere Schule, andere Jungs!", sagt Karls älterer Bruder Tom und rät ihm, mal mutig zu sein. Karl lädt Lea in sein improvisiertes Badezimmerlabor ein. Fotografieren und Bilderentwickeln ist seit Jahren Karls liebste Beschäftigung. Lea ist beeindruckt von Karls "Lichtzauberei" im Labor, aber die Zeit wird knapp für weitere Treffen. Es bleibt nur noch die Projektfahrt, bei der sich Karls Klasse für einen Werkstattfilm mit dem Arbeitstitel "Verliebt" entschieden hat. Plötzlich zeigt sich, dass Karl nicht allein ist mit seinem Problem.

 

AB MORGEN BIN ICH MUTIG hat beim Schlingel-Festival in Chemnitz den Preis der Europäischen Kinderfilmvereinigung ECFA gewonnen.

 

Regie: Bernd Sahling

Buch: Bernd Sahling

Kamera: Piotr Rosolowski

Musik: Jürgen Ehle

Mit Jonathan Köhn, Darius Pascu, Cheyenne Aaliyah Roth, Anna Bahners, Elijas Ameren, Tamino Gottlebe, Malvina Hoffmann

"Mit AB MORGEN BIN ICH MUTIG glückte Regisseur Bernd Sahling ein rarer Höhepunkt des deutschen Kinderfilms: fantastisch ohne Fantasy, abenteuerlich trotz Alltag, mitreißend dank charmanter Kids, denen der Film respektvoll auf Augenhöhe begegnet. Statt auf äußere Effekte oder dramatisch aufgesetzte Konflikte setzt er auf die Gedanken und Gefühle, Wünsche und Hoffnungen seiner jungen Protagonist*innen." kinder-jugend-filmportal.de

 

"Ein Must See des deutschen Kinderkinos: Bernd Sahling ist ein mitreißender Liebesfilm für Kids gelungen." artechock.de

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König Peter möchte die Macht an seinen Sohn Leonce übergeben. Doch Leonce, von einer melancholischen Langeweile gelähmt, lehnt jedes gesellschaftliche Amt ab. Als seine Hochzeit mit der unbekannten Prinzessin Lena ansteht, flieht Leonce nach Italien. Auch Lena will ihr Leben selbst bestimmen und flieht ebenfalls vor der arrangierten Ehe. Die beiden Königskinder begegnen sich zufällig und verlieben sich ineinander – ohne die wahre Identität des jeweils anderen zu kennen. Sie können ihrem fremdbestimmten Schicksal nicht entkommen. Büchners Lustspiel zwischen Satire und Verwechslungskomödie nimmt Regisseur Stefan Pucher, der mit „Woyzeck” das Publikum begeisterte, zum Anlass, seine Erfolgsgeschichte in Wiesbaden fortzuschreiben.

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“Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.”
Schrieb einst Anne Frank in ihrem Tagebuch. Sie versteckte sich mit ihrer Familie vor den Nazis in einem Hinterhaus in Amsterdam während des Zweiten Weltkriegs. In ihren Tagebüchern dokumentierte sie nicht nur den Alltag und die Herausforderungen des Versteckens, sondern reflektierte auch über ihre persönlichen Gedanken, Hoffnungen und Ängste.
Die Tagebuchaufzeichnungen von Anne Frank sind nachfolgenden Generationen historisches Zeitzeugnis über Flucht und Selbstermächtigung durch das Schreiben und die Sprache – als einziges widerständiges Instrument für ihren Aktivismus.
Sie stellen das Erbe einer aufstrebenden Schriftstellerin dar und zählen zur Weltliteratur. Durch das Festhalten ihrer Gedanken konnte sie der Abgeschiedenheit und den Konflikten der Isolation entfliehen.
Es ist eine Geschichte eines heranwachsenden Menschen von Mut, Menschlichkeit und Überleben, die auch heute noch eine tiefgreifende Resonanz hat und uns daran erinnert, die Menschlichkeit inmitten der dunkelsten Zeiten zu bewahren.

Emel Aydoğdu, Regisseurin und Autorin, setzt die Tagebucheinträge im Bühnenbild von Eva Lochner szenisch um. Der Fokus liegt dabei auf drei verschiedenen Erzählstrukturen, die durch eine Loopingstation, eine Live-Kamera und die direkte Ansprache ans Publikum definiert und von Maurizia Bachnick verkörpert werden.

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© Britta Schuessling

Frech, politisch und hochaktuell: Frau Volk besteht neue Abenteuer zwischen Digitalisierung, Leitbildwandel und Kaffeeküche. Wieder dabei: Drachen-Doris, Schlitzohr Meierchen, Bio-Susanne und Azubi Jason-Patrick. Plötzlich heißt es wieder „Alle Mann an Bord“ – das Aus des Homeoffice droht. Was früher ‚ALLTAG‘ war, heißt heute ‚TEAMTAG‘ – und das wieder vier Mal die Woche.

Sofort stehen alle „Auf Störung“ – der Kaffeeautomat, die Kollegen aus dem Homeoffice und erst recht die neuen Inhaber aus den USA. Zwischen Mitarbeiterbenefits, Coachings und der verwaisten Kantine übt Marketing-Mitarbeiterin Volk ‚Tabu spielen‘ mit der deutschen Sprache. Finden Sie fünf Worte um einen Begriff zu umschreiben. Da helfen nur tief in die Hose atmen und eine Stippvisite beim gesunden Menschenverstand. Den repräsentiert Hausmeister Günter Pawlowski, der in buddhistischem Langmut im Lager an seinem Moped schraubt.

Doch da droht eine neue Herausforderung: Eine Messe, im Team, nachhaltig und nüchtern! Was tun, wenn die Oberbosse aus den USA überraschend einschweben, der VW-Bus des Gummienten-Stöpselmanns die LKW- Zufahrt versperrt und sich Bio-Susanne auf den VIP-Parkplatz geklebt hat?

Nach „Feier-Abend“, „Mahlzeit“ und dem aktuell buchbaren “Weihnachts-(F)Eier“ Andrea Volks 4. Programm aus der Reihe „Büro und Bekloppte“. Dabei gelingt Andrea die geniale Gratwanderung zwischen Kabarett und Comedy. Kein Abend ist wie der andere.

 

Landauf landab sorgt die Kabarettistin seit 2017 mit ihren Büroprogammen für Furore, Lachstürme und Bauchmuskelkater. Ganze Bürogemeinschaften pilgern zu Volks Auftritten und finden sich in Andreas Erzählungen wieder. Meistgestellte Frage nach dem Auftritt: „Arbeiten Sie bei uns?“ Oft erzählen die Gäste nach dem Auftritt von ihrem Wohl und Wehe zwischen Kopierer, Kaffeeküche und Kantine – und finden Eingang in die Unendliche Geschichte des Bürowahnsinns.

Gewinnerin des Publikumspreises und des 2. Platz der renommierten ‚Tuttlinger Krähe‘

1.Platz ‚Niedersächsischer Laubenpieper‘.

„Ein mitreißendes Kabarettprogramm, das im besten Sinne britischen Sarkasmus atmet.“ (aus der Laudatio Tuttlinger Krähe)

„Liebe Frau Volk, danke noch einmal für Ihren grundgescheiten Abend, an dem Sie unsere Lachmuskeln herrlich durchgeschüttelt haben! Sie haben allen Grund, glücklich zu sein …bei dem Marathon an Geistesblitzen und treffsicherer Wortkunst.“ Rita Thies / ehemalige Kulturdezernentin der Stadt Wiesbaden

 

 

 

Foto: Britta Schuessling

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Der deutsche Musiklehrer Winfried reist nach Bukarest, um seine entfremdete Tochter Ines zu besuchen, die dort als Unternehmensberaterin internationale Firmen optimiert. Zwischen Businesshotels und postsozialistischer Realität prallen ihre Lebensentwürfe aufeinander. Doch anstatt abzureisen, kehrt Winfried als Alter Ego Toni Erdmann zurück: Mit Perücke und falschem Gebiss schleust er sich als angeblicher Coach des Chefs in Ines’ rumänisches Arbeitsumfeld ein und unterwandert es mit subversivem Humor. Widerwillig lässt Ines sich auf das Spiel ein. Als ausführende rumänische Produzentin trug Ada Solomon wesentlich dazu bei, den Film mit lokalen Talenten und Schauplätzen zu realisieren.

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© Ole Radachvorschwarz

Stand-up Zauberei und Comedy

Toby Rudolph ist kein gewöhnlicher Zauberer. Der charismatische Kölner ist bekannt als ein wahrer „Zauber-Nerd“ – ehrgeizig, talentiert und immer auf der Suche nach dem gewissen Etwas, das seine Tricks unvergesslich macht. In seinem ersten abendfüllenden Soloprogramm nimmt Toby das Publikum mit auf eine Reise voller faszinierender Tricks, Comedy und fulminanter Spektakel.

Mit seinem unverwechselbaren Charme und einem Hauch von Selbstironie stellt Toby die Frage: „Ist Zauberei wirklich belanglos?“ Er geht der Magie auf den Grund und zeigt, dass sie viel mehr ist als bloße Taschenspielertricks – ein Erlebnis, das Sie von Anfang bis Ende fesselt.

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In Verona wird der Alltag von den (Straßen-)Kämpfen zwischen zwei Familien, den Montagues und Capulets, überschattet. Die beiden Patriarchen steuern diese Auseinandersetzung aus ihren Hinterzimmern und heizen den Konflikt an. Auch ihre Kinder und deren Freund*innen sind voller Vorurteile, die unbeschwertes Feiern und Frei-Sein unmöglich machen. Trotz ihrer Feindschaft verlieben sich Romeo und Julia ineinander und geraten in einen Strudel voller Hass und Gewalt, der ihr Schicksal besiegelt. In der Regie von Charlotte Sprenger, die mit ihrer ganz eigenen Pop-Ästhetik kanonisierte Literatur in die Gegenwart holt, wird Shakespeares Klassiker zu einem bildgewaltigen Appell für die Kraft der Liebe, die sich der Brutalität entgegenstellt.

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USA 1998, 169 Min., FSK: ab 6, DF

 

Während das Caligari geschlossen war, mussten wir uns von einigen unserer legendären Leinwandheld*innen, Darsteller*innen und Regisseur*innen verabschieden. Wir können nicht allen nachträglich gedenken, bei einigen der ganz großen werden wir das in den nächsten Monaten nachholen. Robert Redford war nicht nur einer der bedeutendsten Schauspieler der Filmgeschichte, er war auch ein außergewöhnlicher Regisseur, kümmerte sich um den unabhängigen Film, gründete das legendäre Sundance Festival, war aktiver Umweltschützer und eine moralische Instanz in Hollywood. 

 

In wunderschönen Bildern und mit ausgezeichneten Darsteller*innen verfilmte er den Roman von Nicolas Evans über eine Mutter, die nach einem Reitunfall, bei dem ihre Tochter und das Pferd schwer verletzt werden, das Pferd nicht einschläfern lassen will. Sie machen sich auf dem Weg quer durch die USA, um einen Pferdeflüsterer aufzusuchen. 

 

Regie: Robert Redford

Buch: Eric Roth, Richard LaGravenese

Kamera: Robert Richardson

Musik: Thomas Newman

Mit Robert Redford, Kristin Scott Thomas, Sam Neill, Scarlett Johansson, Dianne Wiest

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Es war Karnivool nicht zwingend in die Wiege geflüstert, dass sie, 1997 als Nirvana-Coverband gegründet, eine Weltkarriere bevorstehen würde. Doch schnell begannen die Gründungsmitglieder Ian Kenny und Drew Goddard, auch eigene Songs zu schreiben, und entwickelten sich weg vom Grunge und hin zu genau jenem Progressive- und Alternative-Rock-Sound, für den die Band bis heute gekannt und geliebt wird. Nun haben die Australier mit „In Verses“ ihr neues Studioalbum angekündigt, auf dem in gewisser Weise alles kumuliert, was die Band seit ihrer Gründung an musikalischen, aber auch persönlichen Erfahrungen gemacht und mit der Zeit in ihren Bandsound hat einfließen lassen. 
Klar, dass es Karnivool damit einmal mehr auch nach Europa drängt; zum einen, um der bisherigen Diskografie gebührend zu huldigen, aber eben auch, um zu zeigen, dass sie auch nach über 25 Jahren Bandgeschichte in Sachen Progressive-Rock ganz vorne mitspielt. 
Begleitet werden sie dabei von Intervals aus Toronto, die mit ihrem Prog/Djent-Sound zuletzt erst – für ihr jüngstes Album „Memory Place“ – den Juno Award in der Kategorie „Instrumental Album Of The Year“ abgegriffen haben.

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Hendrik Höfgens Schauspielkarriere, die 1926 im Hamburger Künstlertheater beginnt, nimmt im sogenannten Neuen Reich einen steilen Aufstieg: Vom Ministerpräsidenten hofiert, wird Höfgen zum Star und verrät seine politischen und moralischen Werte zugunsten seines persönlichen Vorteils. Zu spät wird dem Opportunisten klar, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Luk Perceval, einer der bekanntesten Regisseure des gegenwärtigen Theaters, inszeniert Klaus Manns satirischen Exilroman. Er analysiert die Verantwortung des Einzelnen in einem faschistischen Staat und bohrt tief in die Wunde zwischen Kunst und Macht.

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Mai

Mit seinem Hit „Goldener Handschuh“ gelang Rami Hattab* vor nicht einmal zwei Jahren der große Durchbruch: Der Song erreichte weit mehr als 4 Millionen Spotify-Streams und kaum weniger YouTube-Views. Doch der Wiesbadener ist mehr als nur ein begnadeter Sänger – er ist ein Live-Künstler, der auf der Bühne pure Magie entfaltet. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinen überaus offenen und verletzlichen Texten und einer enormen Bühnenpräsenz reißt er jede*n im Raum mit und zeigt, warum er Menschen in ganz Deutschland begeistert. Mit seiner sympathischen Ausstrahlung schafft er es, selbst in großen Sälen eine Nähe zum Publikum aufzubauen, die sich wie ein persönliches Gespräch anfühlt. Seine Fähigkeit, zwischen gefühlvollen Balladen und kraftvollen, mitreißenden Songs zu wechseln, macht jeden Abend zu einem einzigartigen Erlebnis. Man kann ihn sich vielleicht als eine junge, zeitgenössische, Autotune umarmende Version von Herbert Grönemeyer vorstellen. Seine Konzerte seien „Wohnzimmer auf Weltniveau“, stand an anderer Stelle zu lesen. Auch eine Möglichkeit, die Intimität zu beschreiben, die er in jedem Club und jeder Halle herzustellen vermag. Da kann er, „der mit der Box tanzt“ (so der Name seines jüngsten Albums), seine Tour noch so vermeintlich derbe mit „Halt’s Maul und tanz!“ überschreiben, wie er will.

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Sophie Hunger kennen wir naturgemäß vor allem als die hervorragende Schweizer Musikerin, die mit ihrem 2008er Debüt "Monday's Ghost" eine wirklich beeindruckende Laufbahn begonnen hat. 2010 spielte als erste Schweizer Künstlerin beim Glastonbury Festival. In Deutschland erhielt sie 2015 den LEA für die beste Live-Tournee und 2019 den Preis für Popkultur. In Frankreich erhielt sie 2017 den Prix Lumières für ihre Filmmusik des Oscarnominierten Films "Ma Vie de Courgette". Zuletzt erschienen ihre Alben „Halluzinationen“ und „Cinema“.

Was vielleicht weniger bekannt ist, ist, dass Sophie Hunger auch studierte Anglistin und Germanistin ist. Und auch das trägt Früchte.

Im letzten Jahr erschien Sophie Hungers Debütroman „Walzer für Niemand“ bei Kiepenheuer & Witsch, aus dem sie heute Abend liest. Ein abgründiger wie poetischer, tragikomischer und raffinierter Coming-of-Age-Roman, der vom Aufwachsen im Herzen der Musik erzählt - und von einer Freundschaft, deren Innigkeit zerstörerisch ist. Freuen wir uns auf - oder fürchten wir uns vor – einem musikalischen Abend, der unbarmherzig und zart vom Elementaren der Musik erzählt.

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