April

E 2025, 99 Min., FSK: ab 12, DF

Ángela ist gehörlos, Héctor hörend, ein junges Paar, fröhlich und verliebt, um so mehr, als sie ihr erstes Kind erwarten. Ona soll es heißen, ein Mädchen. Doch je näher der Tag der Geburt rückt, desto unruhiger wird Ángela. Wie soll sie sich um Ona kümmern in einer Welt, die nicht für sie gemacht ist? Wird Ona hören wie Héctor oder sein wie sie? Die kleine, beschützte Welt, die sie sich geschaffen haben, gerät ins Wanken. 

Aufmerksam und ungeschönt, zugleich zärtlich und stets auf Augenhöhe mit den Protagonist*innen, erzählt Autorin und Regisseurin Eva Libertad von den Herausforderungen, als gehörlose Frau ein Kind in einer Welt voller Barrieren zu bekommen - von Begegnungen und Missverständnissen, Respekt und Verschiedenheit, von Liebe und Zerreißproben.

Wir zeigen SORDA am 3.4. in der deutschen Fassung und am 9.4. in der Originalfassung mit erweiterten deutschen Untertiteln. Auf Geräusche und Musik im Film wird durch entsprechende Anmerkungen in den Untertiteln hingewiesen. 

 

Regie: Eva Libertad

Buch: Eva Libertad

Kamera: Gina Ferrer Garcia

Musik: Aránzazu Calleja

Mit Miriam Garlo, Álvaro Cervantes, Elena Irureta, Joaquín Notario

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F 2025, 132 Min., FSK: ab 16, OmU

Spätsommer, irgendwo in Paris. Die frühere Anwältin Clémence schreibt an ihrem Romandebüt und geht in ihrem neuentdeckten Begehren gegenüber Frauen auf. Gleichzeitig führt sie eine freundschaftliche Beziehung mit Noch-Ehemann Laurent, mit dem sie sich das Sorgerecht für ihren achtjährigen Sohn Paul teilt. Doch als Laurent von ihren Liebschaften erfährt, fällt alles zusammen. Er lässt Clémence nicht mehr zu ihrem Sohn und fordert das alleinige Sorgerecht. Sein Vorwurf: Clémences Lebensstil gefährde Paul. Es folgt ein jahrelanger Rechtsstreit, in dem Clémence darum kämpft, am Leben ihres Sohnes teilhaben zu können, sondern auch kompromisslos für ihre sexuelle und intellektuelle Selbstbestimmung einsteht.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Constance Debré zeigt der zweite Spielfilm von Regisseurin Anna Cazenave Cambet den Kampf einer Frau zwischen dem Wunsch nach Freiheit und den Erwartungen an sie als Mutter und Ehefrau. LOVE ME TENDER ist emotional, direkt und widersetzt sich einfachen Antworten. Beim Filmfestival in Cannes feierte der Film 2025 in der Sektion Un Certain Regard Premiere.

Regie: Anna Cazenave Cambet
Buch: Anna Cazenave Cambet
Kamera: Kristy Baboul Grémeaux
Musik: Maxence Dussère
Mit Vicky Krieps, Monia Chokria, Antoine Reinartz, Viggo Ferreira-Redier, Féo

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Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge - Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. 2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum. 1972 erfährt ein junger Student eine innere Wandlung - ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie. 1908 folgt die erste Studentin der Universität ihrer Leidenschaft für die Fotografie - und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums.

Wir begleiten ihre tastenden, unbeholfenen Versuche, Verbindung zu schaffen - alle drei sind jeweils tief in ihrer eigenen Gegenwart verwurzelt - und erleben, wie sie durch die stille, beständige und geheimnisvolle Kraft der Natur verwandelt werden. Der uralte Ginkgobaum bringt sie dem näher, was es bedeutet, Mensch zu sein - und unserem tiefen Wunsch, irgendwo dazuzugehören.

 

Regie: Ildikó Enyedi

Buch: Ildikó Enyedi, Tina Kaiser, Corinne Le Hong

Kamera: Gergely Pálos

Musik: Kristóf Kelemen, Gábor Keresztes

Mit Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm

www.wiesbaden.de/caligari

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Der Krieg zwischen den Brüdern Polyneikes und Eteokles führt zu einer tiefen Spaltung in Theben. König Kreon verweigert dem gefallenen Polyneikes die Bestattung, was Antigone dazu bewegt, sich gegen das Gesetz zu stellen, um ihrem Bruder die letzte Ehre zu erweisen. Konflikte und Gewalt erschüttern nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch die moralischen Grundlagen einer patriarchalen Gesellschaft. Antigones Akt des Widerstands, der mit dem Tod bestraft werden soll, bringt das autoritäre System ins Wanken. Der georgische Regisseur Mikheil Charkviani stellt mit seiner ersten Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden eine demokratische Gesellschaft vor die Frage: Wie bereit seid Ihr, Eure moralischen Werte zu verteidigen?

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D/A/LUX 2025, 91 Min., FSK: ab 6

 

Der 12-jährige Karli entdeckt ein unglaubliches Geheimnis im Hotel seiner Eltern: Ein verstecktes Stockwerk, das ihn direkt ins Jahr 1938 führt. Dort trifft er Hannah, ein jüdisches Mädchen, und Georg, einen jungen Schuhputzer mit großem Herz. Die drei werden Freunde. Aber schon bald stecken sie mitten in einem rätselhaften Kriminalfall. In der Gegenwart werden Karlis Eltern skeptisch, weil sich Karli so lange mit der Verbrecherjagd beschäftigt. Langsam wird Karli klar, welches Unheil seinen beiden Freunden in der Vergangenheit droht.

 

DAS GEHEIME STOCKWERK hat in der Kategorie "Fiktion Langfilm" das 33. Deutsche Kinder Medien Festival "Goldener Spatz" gewonnen. Eine weitere Trophäe ging an Maximilian Reinwald als "Bester Hauptdarsteller".

 

Regie: Norbert Lechner

Buch: Antonia Rothe-Liermann, Katrin Milhahn

Kamera: Daniela Knapp

Musik: Martin Unterberger

Mit Silas John, Annika Benzin, Maximilian Reinwald, Marie Jung, Max Simonischek

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Sind Celeste und Noah gefährliche Wutbürger*innen oder völlig zu Recht besorgt? Im Stil eines fiktiven Doku-Dramas wird die Geschichte eines jungen Paares erzählt, das sich online kennenlernt, aber digitales Datensammeln ablehnt, das den Klimawandel fürchtet und vor Chemtrails warnt. Ihren Frust über den Zustand von Politik, Gesellschaft und Demokratie teilen die beiden bald nicht nur miteinander, sondern mit einer stetig wachsenden Zahl von Follower*innen auf ihrem Videokanal. Immer mehr kapseln sich Celeste und Noah von der Gesellschaft ab und radikalisieren sich - bis man die beiden tot auffindet. Ein Suizid oder staatlich sanktionierter Mord? Regisseur Jan Bosse bringt mit „Entrückt“ ein humorvolles, spannungsgeladenes Stück auf die Bühne, in dem Wahrheit, Fake News und Paranoia Hand in Hand gehen.
Spätestens seit der Coronapandemie flammen Diskurse um Fake News und die Hoheit über die Wahrheit auf. Handelt es sich um reale Gefahren zunehmender diktatorischer Tendenzen des Staates, gegen die sich die Bürger*innen zur Wehr setzen sollten oder eine Art sich ausbreitender medienverstärkter Massenparanoia bedingt durch soziale Isolation? Lucy Kirkwood verortet ihr Drama im Großbritannien der 2010er- und frühen 2020er-Jahre. In seiner Thematik weist es aber geografisch wie zeitlich weit über diesen Kontext hinaus und gewinnt nicht zuletzt durch die neuesten Entwicklungen in Amerika zynische Aktualität.

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D/A/LUX 2025, 91 Min., FSK: ab 6

 

Der 12-jährige Karli entdeckt ein unglaubliches Geheimnis im Hotel seiner Eltern: Ein verstecktes Stockwerk, das ihn direkt ins Jahr 1938 führt. Dort trifft er Hannah, ein jüdisches Mädchen, und Georg, einen jungen Schuhputzer mit großem Herz. Die drei werden Freunde. Aber schon bald stecken sie mitten in einem rätselhaften Kriminalfall. In der Gegenwart werden Karlis Eltern skeptisch, weil sich Karli so lange mit der Verbrecherjagd beschäftigt. Langsam wird Karli klar, welches Unheil seinen beiden Freunden in der Vergangenheit droht.

 

DAS GEHEIME STOCKWERK hat in der Kategorie "Fiktion Langfilm" das 33. Deutsche Kinder Medien Festival "Goldener Spatz" gewonnen. Eine weitere Trophäe ging an Maximilian Reinwald als "Bester Hauptdarsteller".

 

Regie: Norbert Lechner

Buch: Antonia Rothe-Liermann, Katrin Milhahn

Kamera: Daniela Knapp

Musik: Martin Unterberger

Mit Silas John, Annika Benzin, Maximilian Reinwald, Marie Jung, Max Simonischek

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Christoph Willibald Gluck: Tanz der Furien aus dem Ballett „Don Juan“
Joseph Martin Kraus: Sinfonie in c-Moll
Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie in D-Dur
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 63 C-Dur sowie Arien

Als weltweit gefragter Spezialist und Interpret Alter Musik gräbt er regelmäßig Stücke vom Barock bis zum Belcanto aus: Attilio Cremonesi hat für dieses Programm Raritäten aus dem 18. Jahrhundert zusammengestellt. Aus der sogenannten Zeit der Empfindsamkeit stammen erste Exemplare der jungen Gattung Sinfonie, deren Entwicklung bis zur klassischen Form bei Haydn in diesem Konzert zu beobachten ist. Dazu klingen kunstvolle Konzertarien, gesungen von Sopranistin Josefine Mindus aus dem Musiktheaterensemble.

Konzerteinführung 45 Minuten vor Konzertbeginn im Friedrich-von-Thiersch-Saal

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Die Vögel
Eine Populisten-Oper

„Die Vögel“, Walter Braunfels musikalisches Hauptwerk, ist eine klanglich bezaubernde Märchenoper in der Tradition von Wagner und Strauss und war bis zum Verbot durch die Nazis ein Kassenmagnet. Braunfels adaptierte eine Komödie des Aristophanes, in der die Vögel ein Wolkenkuckucksheim bauen und die Götter besiegen. Anders als der antike Dichter wählte Braunfels unter dem Eindruck der Räterepublik in München 1919 einen tragischen Schluss. Zeus zerstört die Stadt durch Unwetter, die alte Ordnung triumphiert. Und es sind zwei leichtfertige Demagogen, Ratefreund und Hoffegut, die mit Schmeichelei die naiven Vögel zum Putsch verführen. Mit dem bösen Ende verschwinden die zwei Menschen wieder in ihre Welt, nach ihnen die Sintflut.
Der vielfach ausgezeichnete Ersan Mondtag erzählt diese Parabel auf populistische Verführer und den Schaden, den sie anrichten, auf einem Flughafen mit Anleihen an das politische Geschehen der Gegenwart. Zwischen Hähnchenbraterei und Traum vom Fliegen angesiedelt sind die Verführten hier die schrägen Vögel, die auch heutzutage begeistert den Versprechungen der Propaganda folgen. Braunfels' Klangspektakel der schönen Vogel-Arien erhält in dieser spektakulären Umsetzung eine brandaktuelle Deutung.

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Der Star dieser irrwitzigen Komödie ist eine mit allen Wassern gewaschene Mutter, die von einem Bassbariton gesungen wird: eine Traumrolle für Ensemblemitglied Hovhannes Karapetyan. Die Handlung spielt im Theater und ist gänzlich abhängig von den Launen, Hierarchiekämpfen und Beziehungsdramen der Sängerinnen und Sänger, die hier zusammenkommen, um eine neue Oper zu proben. Mamma Agata ist eigentlich nur als Reinigungskraft am Theater angestellt, mischt dann aber unverhofft das ganze Ensemble auf und erinnert alle daran, wovon sie ursprünglich einmal im Leben geträumt hatten … In der Inszenierung von Wolfgang Nägele stehen auch Dirigent Paul Taubitz und das Orchester im Scheinwerferlicht.

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D 2025, 80 Min., FSK: ab 0

 

Hätte der 12-jährige Karl sich aussuchen können, in wen er sich verliebt, die deutlich größere Lea wäre es vermutlich nicht geworden. Dass Lea demnächst die Schule wechselt, macht es nicht einfacher. "Andere Schule, andere Jungs!", sagt Karls älterer Bruder Tom und rät ihm, mal mutig zu sein. Karl lädt Lea in sein improvisiertes Badezimmerlabor ein. Fotografieren und Bilderentwickeln ist seit Jahren Karls liebste Beschäftigung. Lea ist beeindruckt von Karls "Lichtzauberei" im Labor, aber die Zeit wird knapp für weitere Treffen. Es bleibt nur noch die Projektfahrt, bei der sich Karls Klasse für einen Werkstattfilm mit dem Arbeitstitel "Verliebt" entschieden hat. Plötzlich zeigt sich, dass Karl nicht allein ist mit seinem Problem.

 

AB MORGEN BIN ICH MUTIG hat beim Schlingel-Festival in Chemnitz den Preis der Europäischen Kinderfilmvereinigung ECFA gewonnen.

 

Regie: Bernd Sahling

Buch: Bernd Sahling

Kamera: Piotr Rosolowski

Musik: Jürgen Ehle

Mit Jonathan Köhn, Darius Pascu, Cheyenne Aaliyah Roth, Anna Bahners, Elijas Ameren, Tamino Gottlebe, Malvina Hoffmann

"Mit AB MORGEN BIN ICH MUTIG glückte Regisseur Bernd Sahling ein rarer Höhepunkt des deutschen Kinderfilms: fantastisch ohne Fantasy, abenteuerlich trotz Alltag, mitreißend dank charmanter Kids, denen der Film respektvoll auf Augenhöhe begegnet. Statt auf äußere Effekte oder dramatisch aufgesetzte Konflikte setzt er auf die Gedanken und Gefühle, Wünsche und Hoffnungen seiner jungen Protagonist*innen." kinder-jugend-filmportal.de

 

"Ein Must See des deutschen Kinderkinos: Bernd Sahling ist ein mitreißender Liebesfilm für Kids gelungen." artechock.de

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In Verona wird der Alltag von den (Straßen-)Kämpfen zwischen zwei Familien, den Montagues und Capulets, überschattet. Die beiden Patriarchen steuern diese Auseinandersetzung aus ihren Hinterzimmern und heizen den Konflikt an. Auch ihre Kinder und deren Freund*innen sind voller Vorurteile, die unbeschwertes Feiern und Frei-Sein unmöglich machen. Trotz ihrer Feindschaft verlieben sich Romeo und Julia ineinander und geraten in einen Strudel voller Hass und Gewalt, der ihr Schicksal besiegelt. In der Regie von Charlotte Sprenger, die mit ihrer ganz eigenen Pop-Ästhetik kanonisierte Literatur in die Gegenwart holt, wird Shakespeares Klassiker zu einem bildgewaltigen Appell für die Kraft der Liebe, die sich der Brutalität entgegenstellt.

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D 2025, 80 Min., FSK: ab 0

 

Hätte der 12-jährige Karl sich aussuchen können, in wen er sich verliebt, die deutlich größere Lea wäre es vermutlich nicht geworden. Dass Lea demnächst die Schule wechselt, macht es nicht einfacher. "Andere Schule, andere Jungs!", sagt Karls älterer Bruder Tom und rät ihm, mal mutig zu sein. Karl lädt Lea in sein improvisiertes Badezimmerlabor ein. Fotografieren und Bilderentwickeln ist seit Jahren Karls liebste Beschäftigung. Lea ist beeindruckt von Karls "Lichtzauberei" im Labor, aber die Zeit wird knapp für weitere Treffen. Es bleibt nur noch die Projektfahrt, bei der sich Karls Klasse für einen Werkstattfilm mit dem Arbeitstitel "Verliebt" entschieden hat. Plötzlich zeigt sich, dass Karl nicht allein ist mit seinem Problem.

 

AB MORGEN BIN ICH MUTIG hat beim Schlingel-Festival in Chemnitz den Preis der Europäischen Kinderfilmvereinigung ECFA gewonnen.

 

Regie: Bernd Sahling

Buch: Bernd Sahling

Kamera: Piotr Rosolowski

Musik: Jürgen Ehle

Mit Jonathan Köhn, Darius Pascu, Cheyenne Aaliyah Roth, Anna Bahners, Elijas Ameren, Tamino Gottlebe, Malvina Hoffmann

"Mit AB MORGEN BIN ICH MUTIG glückte Regisseur Bernd Sahling ein rarer Höhepunkt des deutschen Kinderfilms: fantastisch ohne Fantasy, abenteuerlich trotz Alltag, mitreißend dank charmanter Kids, denen der Film respektvoll auf Augenhöhe begegnet. Statt auf äußere Effekte oder dramatisch aufgesetzte Konflikte setzt er auf die Gedanken und Gefühle, Wünsche und Hoffnungen seiner jungen Protagonist*innen." kinder-jugend-filmportal.de

 

"Ein Must See des deutschen Kinderkinos: Bernd Sahling ist ein mitreißender Liebesfilm für Kids gelungen." artechock.de

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König Peter möchte die Macht an seinen Sohn Leonce übergeben. Doch Leonce, von einer melancholischen Langeweile gelähmt, lehnt jedes gesellschaftliche Amt ab. Als seine Hochzeit mit der unbekannten Prinzessin Lena ansteht, flieht Leonce nach Italien. Auch Lena will ihr Leben selbst bestimmen und flieht ebenfalls vor der arrangierten Ehe. Die beiden Königskinder begegnen sich zufällig und verlieben sich ineinander – ohne die wahre Identität des jeweils anderen zu kennen. Sie können ihrem fremdbestimmten Schicksal nicht entkommen. Büchners Lustspiel zwischen Satire und Verwechslungskomödie nimmt Regisseur Stefan Pucher, der mit „Woyzeck” das Publikum begeisterte, zum Anlass, seine Erfolgsgeschichte in Wiesbaden fortzuschreiben.

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“Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.”
Schrieb einst Anne Frank in ihrem Tagebuch. Sie versteckte sich mit ihrer Familie vor den Nazis in einem Hinterhaus in Amsterdam während des Zweiten Weltkriegs. In ihren Tagebüchern dokumentierte sie nicht nur den Alltag und die Herausforderungen des Versteckens, sondern reflektierte auch über ihre persönlichen Gedanken, Hoffnungen und Ängste.
Die Tagebuchaufzeichnungen von Anne Frank sind nachfolgenden Generationen historisches Zeitzeugnis über Flucht und Selbstermächtigung durch das Schreiben und die Sprache – als einziges widerständiges Instrument für ihren Aktivismus.
Sie stellen das Erbe einer aufstrebenden Schriftstellerin dar und zählen zur Weltliteratur. Durch das Festhalten ihrer Gedanken konnte sie der Abgeschiedenheit und den Konflikten der Isolation entfliehen.
Es ist eine Geschichte eines heranwachsenden Menschen von Mut, Menschlichkeit und Überleben, die auch heute noch eine tiefgreifende Resonanz hat und uns daran erinnert, die Menschlichkeit inmitten der dunkelsten Zeiten zu bewahren.

Emel Aydoğdu, Regisseurin und Autorin, setzt die Tagebucheinträge im Bühnenbild von Eva Lochner szenisch um. Der Fokus liegt dabei auf drei verschiedenen Erzählstrukturen, die durch eine Loopingstation, eine Live-Kamera und die direkte Ansprache ans Publikum definiert und von Maurizia Bachnick verkörpert werden.

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© Britta Schuessling

Frech, politisch und hochaktuell: Frau Volk besteht neue Abenteuer zwischen Digitalisierung, Leitbildwandel und Kaffeeküche. Wieder dabei: Drachen-Doris, Schlitzohr Meierchen, Bio-Susanne und Azubi Jason-Patrick. Plötzlich heißt es wieder „Alle Mann an Bord“ – das Aus des Homeoffice droht. Was früher ‚ALLTAG‘ war, heißt heute ‚TEAMTAG‘ – und das wieder vier Mal die Woche.

Sofort stehen alle „Auf Störung“ – der Kaffeeautomat, die Kollegen aus dem Homeoffice und erst recht die neuen Inhaber aus den USA. Zwischen Mitarbeiterbenefits, Coachings und der verwaisten Kantine übt Marketing-Mitarbeiterin Volk ‚Tabu spielen‘ mit der deutschen Sprache. Finden Sie fünf Worte um einen Begriff zu umschreiben. Da helfen nur tief in die Hose atmen und eine Stippvisite beim gesunden Menschenverstand. Den repräsentiert Hausmeister Günter Pawlowski, der in buddhistischem Langmut im Lager an seinem Moped schraubt.

Doch da droht eine neue Herausforderung: Eine Messe, im Team, nachhaltig und nüchtern! Was tun, wenn die Oberbosse aus den USA überraschend einschweben, der VW-Bus des Gummienten-Stöpselmanns die LKW- Zufahrt versperrt und sich Bio-Susanne auf den VIP-Parkplatz geklebt hat?

Nach „Feier-Abend“, „Mahlzeit“ und dem aktuell buchbaren “Weihnachts-(F)Eier“ Andrea Volks 4. Programm aus der Reihe „Büro und Bekloppte“. Dabei gelingt Andrea die geniale Gratwanderung zwischen Kabarett und Comedy. Kein Abend ist wie der andere.

 

Landauf landab sorgt die Kabarettistin seit 2017 mit ihren Büroprogammen für Furore, Lachstürme und Bauchmuskelkater. Ganze Bürogemeinschaften pilgern zu Volks Auftritten und finden sich in Andreas Erzählungen wieder. Meistgestellte Frage nach dem Auftritt: „Arbeiten Sie bei uns?“ Oft erzählen die Gäste nach dem Auftritt von ihrem Wohl und Wehe zwischen Kopierer, Kaffeeküche und Kantine – und finden Eingang in die Unendliche Geschichte des Bürowahnsinns.

Gewinnerin des Publikumspreises und des 2. Platz der renommierten ‚Tuttlinger Krähe‘

1.Platz ‚Niedersächsischer Laubenpieper‘.

„Ein mitreißendes Kabarettprogramm, das im besten Sinne britischen Sarkasmus atmet.“ (aus der Laudatio Tuttlinger Krähe)

„Liebe Frau Volk, danke noch einmal für Ihren grundgescheiten Abend, an dem Sie unsere Lachmuskeln herrlich durchgeschüttelt haben! Sie haben allen Grund, glücklich zu sein …bei dem Marathon an Geistesblitzen und treffsicherer Wortkunst.“ Rita Thies / ehemalige Kulturdezernentin der Stadt Wiesbaden

 

 

 

Foto: Britta Schuessling

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© Ole Radachvorschwarz

Stand-up Zauberei und Comedy

Toby Rudolph ist kein gewöhnlicher Zauberer. Der charismatische Kölner ist bekannt als ein wahrer „Zauber-Nerd“ – ehrgeizig, talentiert und immer auf der Suche nach dem gewissen Etwas, das seine Tricks unvergesslich macht. In seinem ersten abendfüllenden Soloprogramm nimmt Toby das Publikum mit auf eine Reise voller faszinierender Tricks, Comedy und fulminanter Spektakel.

Mit seinem unverwechselbaren Charme und einem Hauch von Selbstironie stellt Toby die Frage: „Ist Zauberei wirklich belanglos?“ Er geht der Magie auf den Grund und zeigt, dass sie viel mehr ist als bloße Taschenspielertricks – ein Erlebnis, das Sie von Anfang bis Ende fesselt.

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In Verona wird der Alltag von den (Straßen-)Kämpfen zwischen zwei Familien, den Montagues und Capulets, überschattet. Die beiden Patriarchen steuern diese Auseinandersetzung aus ihren Hinterzimmern und heizen den Konflikt an. Auch ihre Kinder und deren Freund*innen sind voller Vorurteile, die unbeschwertes Feiern und Frei-Sein unmöglich machen. Trotz ihrer Feindschaft verlieben sich Romeo und Julia ineinander und geraten in einen Strudel voller Hass und Gewalt, der ihr Schicksal besiegelt. In der Regie von Charlotte Sprenger, die mit ihrer ganz eigenen Pop-Ästhetik kanonisierte Literatur in die Gegenwart holt, wird Shakespeares Klassiker zu einem bildgewaltigen Appell für die Kraft der Liebe, die sich der Brutalität entgegenstellt.

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USA 1998, 169 Min., FSK: ab 6, DF

 

Während das Caligari geschlossen war, mussten wir uns von einigen unserer legendären Leinwandheld*innen, Darsteller*innen und Regisseur*innen verabschieden. Wir können nicht allen nachträglich gedenken, bei einigen der ganz großen werden wir das in den nächsten Monaten nachholen. Robert Redford war nicht nur einer der bedeutendsten Schauspieler der Filmgeschichte, er war auch ein außergewöhnlicher Regisseur, kümmerte sich um den unabhängigen Film, gründete das legendäre Sundance Festival, war aktiver Umweltschützer und eine moralische Instanz in Hollywood. 

 

In wunderschönen Bildern und mit ausgezeichneten Darsteller*innen verfilmte er den Roman von Nicolas Evans über eine Mutter, die nach einem Reitunfall, bei dem ihre Tochter und das Pferd schwer verletzt werden, das Pferd nicht einschläfern lassen will. Sie machen sich auf dem Weg quer durch die USA, um einen Pferdeflüsterer aufzusuchen. 

 

Regie: Robert Redford

Buch: Eric Roth, Richard LaGravenese

Kamera: Robert Richardson

Musik: Thomas Newman

Mit Robert Redford, Kristin Scott Thomas, Sam Neill, Scarlett Johansson, Dianne Wiest

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Hendrik Höfgens Schauspielkarriere, die 1926 im Hamburger Künstlertheater beginnt, nimmt im sogenannten Neuen Reich einen steilen Aufstieg: Vom Ministerpräsidenten hofiert, wird Höfgen zum Star und verrät seine politischen und moralischen Werte zugunsten seines persönlichen Vorteils. Zu spät wird dem Opportunisten klar, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Luk Perceval, einer der bekanntesten Regisseure des gegenwärtigen Theaters, inszeniert Klaus Manns satirischen Exilroman. Er analysiert die Verantwortung des Einzelnen in einem faschistischen Staat und bohrt tief in die Wunde zwischen Kunst und Macht.

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