September

USA 2026, 90 Min., FSK: ab 6, empfohlen ab 9

MINIONS & MONSTER ist der dritte Teil der Minions-Filmreihe und der siebte Film aus dem ICH - EINFACH UNVERBESSERLICH-Universum. Dieses Mal verschlägt es die gelbe Truppe ins Hollywood der 1920er-Jahre. In der Stummfilm-Ära werden die Minions unverhofft als Filmhelden verehrt, drei von ihnen streben sogar nach Höherem. Sie möchten einen eigenen Monsterfilm drehen. Ihnen fehlt nur noch das Monster. Mit Hilfe eines Zauberbuchs beschwören sie daher ein Monster, dass ihnen bei der Beschaffung weiterer Filmbösewichte hilft.

Regie: Pierre Coffin
Buch: Brian Lynch, Pierre Coffin

"Im ersten Drittel ist der Animationsfilm eine furiose, perfekt animierte Liebeserklärung an das Kino, die mit zahlreichen Anspielungen auf die Filmgeschichte aufwartet. (…) Mit dem Thema des Monsterfilms ändert sich zudem die Stimmung, die für jüngere Kinder zu furchteinflößend wird." filmdienst.de

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F 1959, 88 Min., FSK: ab 16, OmU

Jean-Luc Godards legendäres Erstlingswerk, das als Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague gilt: Basierend auf einen Zeitungsartikel über einen Polizistenmord erzählt es von dem Kleinkriminellen Michel, der auf der Flucht Unterschlupf bei der Amerikanerin Patricia findet.
Für seine erfrischend unkonventionelle Inszenierung mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg in den Hauptrollen erhielt Godard den Silbernen Bären für die beste Regie. Inzwischen hat AUSSER ATEM nicht nur Filmgeschichte geschrieben, sondern diente einer ganzen Generation von außergewöhnlichen Filmemacher*innen als Inspirationsquelle, darunter Quentin Tarantino, Tony Scott, Lars von Trier und Terrence Malick. 

Regie: Jean-Luc Godard
Buch: Jean-Luc Godard
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Martial Solal
Mit Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Henri-Jacques Huet, Roger Hanin

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GB 2004, 86 Min., FSK: ab 12, OmU

Anlässlich von VATERLAND zeigen wir drei frühere Werke von Pawel Pawlikowski. Zunächst ein Spiel mit Identitäten, in dem alte Selbst- und Fremdbilder aufgegeben werden und neue Möglichkeiten entgehen: In einem englischen Dorf trifft Mona auf Tamsin. Die beiden jungen Frauen stammen aus verschiedenen Welten: Reich, gebildet, erfahren die eine - die andere, eine Waise, betreibt mit ihrem Bruder einen Pub, bis dieser ihn in eine christliche Begegnungsstätte verwandelt. Tamsin liebt das Intrigenspiel, Mona könnte unmittelbarer kaum sein. Dennoch beschließen die beiden, ihren Sommer zusammen zu verbringen, und verlieben sich ineinander. Doch die bedingungslose Hingabe birgt Fallstricke. 

Regie: Pawel Pawlikowski
Buch: Pawel Pawlikowski, Michael Wynne
Kamera: Ryszard Lenczewski
Musik: Alison Goldfrapp, Will Gregory
Mit Nathalie Press, Emily Blunt, Paddy Considine, Dean Andrews

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© Julia Tiemann

Seit einigen wenigen Jahren schüttelt der junge Hamburger Marlo Grosshardt Liedgut von kulturkritischer Kampfeslust aus dem Ärmel, dass es nur so eine Art hat; poetische Provokationen, die in diesen Zeiten viel zu selten größere Bühnen erreichen. Seine Stimme allein, eine einzige Reminiszenz an die großen deutschen Liedermacher der 70er-und 80er Jahre – Achim Reichel, Hannes Wader oder Witthüser & Westruppn. Doch dann ist da auch diese jugendliche Frische in Texten und Instrumentierung, welche seiner EP „schön, provokant“ (2022) und dem bissigen Debütalbum „Ein letztes Liebeslied“ (2023), eine dramatische Inszenierung in zwei Akten: Resignation und Dystopie, eine herrliche Zeitgenossenschaft verleiht. Zuletzt erschien sein zweites Album "Mut" (2024). Grosshardt versteht es gleichzeitig zurückgelehnt und konfrontativ zu klingen, was Nummern wie „Alles Bis Italien", "Mama, ich hab Angst vorm Sommer", Tanz für mich“, "Jungfernstieg“, das den einen Moment zweier junger Menschen, die den scheinbaren Reichtum und die Liebe erleben, besingt, "Angestellt sein” (selbsterklärend) oder dem längst überfälligen Abgesang auf die Perversitäten des Neoliberalismus, „Christian Lindner“, eine ungemeine Souveränität verleiht. Wir freuen uns unterdessen auf mehr von seiner Gegenwartslyrik in kraushaarig-kratzigem Pop-Design. Und hören nicht auf, Banden zu bilden.

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© Mariia Shulga

Hendrik Höfgens Schauspielkarriere, die 1926 im Hamburger Künstlertheater beginnt, nimmt im sogenannten Neuen Reich einen steilen Aufstieg: Vom Ministerpräsidenten hofiert, wird Höfgen zum Star und verrät seine politischen und moralischen Werte zugunsten seines persönlichen Vorteils. Zu spät wird dem Opportunisten klar, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Luk Perceval, einer der bekanntesten Regisseure des gegenwärtigen Theaters, inszeniert Klaus Manns satirischen Exilroman. Er analysiert die Verantwortung des Einzelnen in einem faschistischen Staat und bohrt tief in die Wunde zwischen Kunst und Macht.

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© Boaz

GMD Leo McFall eröffnet die Spielzeit mit zwei großen romantischen Werken: Für Brahms‘ hochvirtuoses Violinkonzert kommt Guy Braunstein, ehemaliger Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, nach Wiesbaden. Schuberts „Große“ Sinfonie C-Dur ist einer der Höhepunkte der Orchesterliteratur mit weit ausschwingenden Bögen und Kantilenen. Otto Klemperer dirigierte sie während seiner Zeit als GMD in Wiesbaden.

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D 2025, 107 Min., FSK: beantragt

Zwei Mütter, zwei beste Freundinnen: Nina, gefangen in einer Ehe mit einem gewalttätigen Mann, und Angie, alleinerziehend und ständig in Geldnot. Als Angie für die Klassenfahrt ihrer Tochter bei Ninas Mann in der Bank um einen Kleinkredit bittet, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung: Was als Missverständnis beginnt, entwickelt sich zu einer unfreiwilligen Geiselnahme. Während die Polizei ihnen bereits auf den Fersen ist, droht die Lage zu eskalieren, und Nina übernimmt die Führung. In dem Wissen um die eigene Verletzlichkeit und die ihrer Tochter, trifft sie die notwendigen Entscheidungen, um alle zu schützen.

Regie: Sheri Hagen
Buch: Sheri Hagen, Zoe Magdalena, Paula Redlefsen
Kamera: Cal Ola
Musik: Ralf Petter
Mit Ruby Commey, Thelma Buabeng, Timo Jacobs, Sannrae Rehnström, Joy Ewulu, Patrick Abozen, Anne Schäfer

"Sheri Hagen kann alles, was ihr etwa zur Situation von Schwarzen Frauen in Deutschland auf dem Herzen liegt, im Rahmen dieser surrealen Räuberpistole zur Sprache bringen. Sie inszeniert das zugleich so unterhaltsam und komplex, dass einer der besten Lacher mit Polizeieinsätzen gegen die Antifa zu tun hat und auch ein Thema wie häusliche Gewalt gegen Frauen mit viel Empathie und Zorn behandelt werden kann." taz.de

"Was als scheinbar banale Alltagssituation beginnt, entfaltet sich zu einem vielschichtigen Drama über häusliche Gewalt, die Kraft von Freundschaft und die Sehnsucht nach Freiheit. Hinter der Fassade des Alltags offenbart sich eine Realität, die Millionen betrifft. BILLIE vereint Schmerz und Humor, Leichtigkeit und Verzweiflung - und zeigt, wie nah sich Absurdität und existenzielle Notwendigkeit berühren." Götz-George-Stiftung

"Herausragende schauspielerische Darstellungen, besonders von Commey und Jacobs, machen den Film zu einem Kinoereignis." Die Welt

 

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La dolce vita totale! Manche Geschichten sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Und dennoch wahr: Im Jahr 2020 initiierte Francesco Wilking (von Die Höchste Eisenbahn) gemeinsam mit Musikmanagerin Charlotte Goltermann und ihrem Ehemann Sven Regener das Album „Crucchi Gang“. Von Wegen Lisbeth, Francois Cactus, Isolation Berlin, Clueso, Thees Uhlmann und andere spielten darauf gemeinsam mit Wilking überwiegend eigene Songs, nur eben, von ihm höchstselbst übersetzt, auf Italienisch eingesungen. Ein Witz, der zündete und aus dem Projekt eine Band werden ließ. Im Sommer 2023 erschien das zweite Album der Gang, diesmal u. a. unter der Beteiligung von Tocotronic, Tristan Brusch und Antje Schomaker. Für den Sommer dieses Jahr ist nun mit „Ombrelloni & Gru“ der bereits dritte Streich angekündigt. Darauf italienische Versionen der größten Erfolge von Buntspecht, Fettes Brot, Dilla oder Salo, Ideal, Hildegard Knef, Hannes Wader und nicht zuletzt David Bowie (ja, genau! "Raggazzo Solo Raggazza Sola, die lang vergessene italienische Version von Space Oddity). Wir bleiben gespannt und freuen uns auf deutsche - und neuerdings auch englische - Hits auf italienisch, auf italienische Hits auf italienisch –  und mit Francesco Wilking auf einen Gastgeber der Extraklasse, der gewohnt fröhlich über die Bühne tänzelt und dabei die besten fünf 5 Spaghetti-Western-Szenen aller Zeiten nachstellt, mindestens! Und von einer Band begleitet wird, die genauso gut Liebesfilme wie Rollschuhdiscos im Gedächtnis von Moroder und Morricone zugleich bespielen könnte, kurz: der fantastischen Crucchi-Gang-Band. File under: Italo-Pop-Gewitter, Anti-Schlager, Musik am Stil.

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Filmklassiker aber diesmal in Farbe

Bitte nur einen winzigen Schluck

Der Alterspräsident Geheimrat Aribert Fröbel, des exklusiven Wiesbadener Clubs „Ignis Forcipes Punch“, lädt ins Palasthotel, wohin sonst! An diesem Abend soll der bekannte Literaturpreisträger Dr. Johann Pfeiffer seinen neusten Roman „Eine Feuerzangenbowle“ vorstellen.

 

Wie beim Filmklassiker mit Heinz Rühmann läuft dann alles aus dem Ruder, wenn Pfeiffer mit drei „f“ sich entschließt, nochmal die Schulbank zu drücken. Ein turbulentes Abenteuer voller Witz, jugendlicher Leichtigkeit und unvergesslicher Lehrerfiguren. Ein Kultklassiker der deutschen Filmgeschichte wird lebendig, weckt nostalgische Erinnerungen und bringt generationsübergreifend ganze Familien zum Lachen.

 

Die Zuschauer erwartet eine komödiantische Inszenierung von Wolfgang Vielsack im mondänen Palasthotel begleitet von Musik mit Liedern um die Jahrhundertwende und historischen Kostümen.

 

Dabei werden die Gäste direkt ins szenische Geschehen mit einbezogen, werden wieder zu Primanern und erleben die Streiche ihrer Schulzeit. Wer mag, darf auch selbst im Frack, mit Knickerbockerhose oder Zylinder erscheinen. „Das ist natürlich keine Voraussetzung.“

 

Mitwirkende:            

Julia K. Braun, Uli Höhmann, Oliver Lemki, Oscar Müller, Nathalie Trost, Patrick Twinem, Wolfgang Vielsack / Annegret Cratz & Josh Platman (Musik)
Wolfgang Vielsack (Regie)
Hannah Dickescheid (Regieassistenz)
Uta Kindermann (Theaterfassung)
Melanie Krombach (Maske)
Moritz Lienenlüke (Technik)
Susanne Müller (Kostüme)

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Filmklassiker aber diesmal in Farbe

Bitte nur einen winzigen Schluck

Der Alterspräsident Geheimrat Aribert Fröbel, des exklusiven Wiesbadener Clubs „Ignis Forcipes Punch“, lädt ins Palasthotel, wohin sonst! An diesem Abend soll der bekannte Literaturpreisträger Dr. Johann Pfeiffer seinen neusten Roman „Eine Feuerzangenbowle“ vorstellen.

 

Wie beim Filmklassiker mit Heinz Rühmann läuft dann alles aus dem Ruder, wenn Pfeiffer mit drei „f“ sich entschließt, nochmal die Schulbank zu drücken. Ein turbulentes Abenteuer voller Witz, jugendlicher Leichtigkeit und unvergesslicher Lehrerfiguren. Ein Kultklassiker der deutschen Filmgeschichte wird lebendig, weckt nostalgische Erinnerungen und bringt generationsübergreifend ganze Familien zum Lachen.

 

Die Zuschauer erwartet eine komödiantische Inszenierung von Wolfgang Vielsack im mondänen Palasthotel begleitet von Musik mit Liedern um die Jahrhundertwende und historischen Kostümen.

 

Dabei werden die Gäste direkt ins szenische Geschehen mit einbezogen, werden wieder zu Primanern und erleben die Streiche ihrer Schulzeit. Wer mag, darf auch selbst im Frack, mit Knickerbockerhose oder Zylinder erscheinen. „Das ist natürlich keine Voraussetzung.“

 

Mitwirkende:            

Julia K. Braun, Uli Höhmann, Oliver Lemki, Oscar Müller, Nathalie Trost, Patrick Twinem, Wolfgang Vielsack / Annegret Cratz & Josh Platman (Musik)
Wolfgang Vielsack (Regie)
Hannah Dickescheid (Regieassistenz)
Uta Kindermann (Theaterfassung)
Melanie Krombach (Maske)
Moritz Lienenlüke (Technik)
Susanne Müller (Kostüme)

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© Tom Brown

Schön: Die australisch-amerikanische Post-Hardcore/Metalcore-Granden The Amity Affliction kommen erneut auf Headliner-Tournee nach Europa und präsentieren uns das nächste Kapitel ihrer musikalischen Entwicklung: Ihr jüngstes Studioalbum, "House Of Cards", das am 24.04. bei Pure Noise erscheinen wird - oder erschienen ist, je nachdem, wann ihr diesen Text hier lest. „House OF Cards“ ist zudem das erste Album von The Amity Affliction, auf dem der neue Bassist und Co-Sänger Jonny Reeves zu hören sein wird, dessen Stimme hervorragend mit Leadsänger und Songschreiber Joel Birch korrespondiert. Das Titelstück, zugleich, die erste vorab bereits veröffentlichte Single, gibt uns da einen mehr als instruktiven Vorgeschmack, auch, was die thematischen Setzungen des Albums anbelangt, das sich auf so offene wie brutale Art mit familiären Traumata, Trauer, Verlust und deren Überwindung beschäftigt. 
Live sind The Amity Affliction ohnehin ein Powerhouse sondergleichen, wir hatten sie zuletzt erst mit Counterpart und einigen weiteren Acts bei uns zu Gast. Heuer werden sie mit Silent PlanetVarials und Orthodox von gleich drei spitzenmäßigen Special Guests begleitet.

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© Max Borchardt

Wiesbaden durch die Linse: Schauspielende ziehen – begleitet von einer Live-Kamera – in den Stadtraum. Was bedeutet uns die Stadt? Wer gehört dazu, wer wird sichtbar, wer nicht? Was kommt hinter der Fassade zum Vorschein? Und wie wirkt die Stadt als Bühne? 
Regisseur Sebastian Nübling und sein Team schaffen ausgehend von Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ ein Live-Theater-Film-Event, das neue Perspektiven auf die Stadt Wiesbaden eröffnet. Gottfried Huppertz' monumentale Filmmusik wird vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden gespielt, während die Videos aus dem Stadtraum live ins Große Haus übertragen werden. 
„Metropolis Wiesbaden“ erkundet ein innovatives Formterrain zwischen Schauspiel, Performance, Musiktheater und Film und begeht den Auftakt zu einem besonderen Stadtjubiläum: Der Film „Metropolis“ lagert im Original in der Wiesbadener Murnau-Stiftung und wurde durch sie aufwändig restauriert. Inzwischen ist er Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbe – und wird im Jahr 2027 100 Jahre alt.

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© Laura Nickel

Die Welt wird heißer, das Internet vergisst nichts – und Maja und Merle haben genug davon. Also gehen sie samstags in den Wald und sprengen alte Festplatten in die Luft. Darauf befindet sich ihre ganze Kindheit, gefilmt und gepostet von ihren berühmten Momfluencer-Müttern. Era schaut zu. Sie dokumentiert das Aussterben der Vögel, während um sie herum alles brennt – der Wald, die Welt, das Netz. Zwischen Explosionen, Streams und ersten Gefühlen suchen die Mädchen nach echter Verbindung und einem Platz in der Welt, der wirklich ihnen gehört. Für die Adaption des für den Deutschen Buchpreis nominierten Romans begibt sich Amalia Starikow mit dem Schauspiel- und JUST-Ensemble auf eine spielerische Suche nach Hoffnung in Zeiten, die sich oft ziemlich aussichtslos anfühlen.

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Filmklassiker aber diesmal in Farbe

Bitte nur einen winzigen Schluck

Der Alterspräsident Geheimrat Aribert Fröbel, des exklusiven Wiesbadener Clubs „Ignis Forcipes Punch“, lädt ins Palasthotel, wohin sonst! An diesem Abend soll der bekannte Literaturpreisträger Dr. Johann Pfeiffer seinen neusten Roman „Eine Feuerzangenbowle“ vorstellen.

 

Wie beim Filmklassiker mit Heinz Rühmann läuft dann alles aus dem Ruder, wenn Pfeiffer mit drei „f“ sich entschließt, nochmal die Schulbank zu drücken. Ein turbulentes Abenteuer voller Witz, jugendlicher Leichtigkeit und unvergesslicher Lehrerfiguren. Ein Kultklassiker der deutschen Filmgeschichte wird lebendig, weckt nostalgische Erinnerungen und bringt generationsübergreifend ganze Familien zum Lachen.

 

Die Zuschauer erwartet eine komödiantische Inszenierung von Wolfgang Vielsack im mondänen Palasthotel begleitet von Musik mit Liedern um die Jahrhundertwende und historischen Kostümen.

 

Dabei werden die Gäste direkt ins szenische Geschehen mit einbezogen, werden wieder zu Primanern und erleben die Streiche ihrer Schulzeit. Wer mag, darf auch selbst im Frack, mit Knickerbockerhose oder Zylinder erscheinen. „Das ist natürlich keine Voraussetzung.“

 

Mitwirkende:            

Julia K. Braun, Uli Höhmann, Oliver Lemki, Oscar Müller, Nathalie Trost, Patrick Twinem, Wolfgang Vielsack / Annegret Cratz & Josh Platman (Musik)
Wolfgang Vielsack (Regie)
Hannah Dickescheid (Regieassistenz)
Uta Kindermann (Theaterfassung)
Melanie Krombach (Maske)
Moritz Lienenlüke (Technik)
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D 2014, 95 Min., FSK: ab 0, empfohlen ab 8

Der zehnjährige Rico denkt langsamer als andere Kinder, weiß aber gut damit umzugehen und hat recht kreative Lösungen entwickelt, um sich im Alltag zurechtzufinden. Als er den hochbegabten Oskar kennenlernt, entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Jungs. Zusammen begeben sie sich quer durch Berlin auf die Suche nach einem berüchtigten Entführer und wachsen über sich hinaus. 

Regie: Neele Leana Vollmer
Buch: Andreas Bradler
Kamera: Torsten Breuer
Mit Anton Petzold, Juri Winkler, Anke Engelke, Karoline Herfurth, Axel Prahl

"Fulminante Mischung aus Kriminalkomödie, Milieuschilderung und Gesellschaftskritik, die den Sprachwitz und entlarvenden Humor der Romanvorlage kongenial in intelligentes Unterhaltungskino umwandelt." filmdienst.de

 

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© Lukas Anton

„Give my regards to old Broadway“: Unser Opernensemble und das Hessische Staatsorchester bringen die goldene Ära des Musicals nach Wiesbaden. Großer Glamour, zarte Momente: In diesem Gala-Konzert zeigen sich die Hits vom Broadway bis zu den MGM-Filmen der 40er- bis 60er-Jahre von ihrer besten Seite. Freuen Sie sich auf eine schillernde Zeitreise für Fans von George Gershwin, Rodgers und Hammerstein, Leonard Bernstein und vielen mehr!

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© Max Borchardt

Nachts glitzert die Gesellschaft im Partylicht, und mittendrin Violetta Valéry. Sie ist umgeben von männlichen Blicken: Manche interessiert nur ihr glänzendes Äußeres; andere lieben sie mit Haut und Haar wie Alfredo Germont; wieder andere sorgen sich um den eigenen Ruf wie Alfredos Vater. Gerade als das junge Paar sein Glück in ungeschminkter Ehrlichkeit gefunden hat, verlangt er die Trennung. Regisseur Tom Goossens erweitert die Blickrichtungen und lässt die Figuren darum ringen, wer wen in welches Licht rücken darf. Es beginnt ein Spiel mit der Wirklichkeit zwischen Entzaubern, Erkennen und Anerkennen, das selbst hinter den Kulissen nicht haltmacht. Dabei erklingen strahlende Ensemblestimmen unter der Musikalischen Leitung von Alejandro Jassán.

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Grammophon Lesung zum 100. Geburtstag und Todestag von Friedrich Hollaender

In seiner neuen Grammophonlesung steht die spannende Biografie des Allroundtalents Friedrich Hollaender im Mittelpunkt. Er war Komponist für Theater, Kabarett und Film – meist schrieb er die Texte gleich selbst dazu.

Er war Kabarettleiter, Autor mehrerer Bücher (darunter der bedeutende Emigrations-Roman „Menschliches Treibgut“) und Freund vieler Stars wie Marlene Dietrich, für die er viele ihrer großen Schlager in Berlin und Hollywood schrieb. Als einem der wenigen deutschen Emigranten gelang Hollaender einer Karriere in Hollywood als Filmkomponist – inklusive Oscar-Nominierung. Doch recht heimisch wurde er in Amerika nie… Hollaender kehrte Mitte der 50er Jahre nach Deutschland zurück und erlebte die Ablehnung der Deutschen gegenüber den Remigranten hautnah.

So kann man mit Fug und Recht sagen: Hollaenders Leben war so bunt und tragisch wie seine Chansons und Schlager.

Jo van Nelsen wird anlässlich seines 50. Todestages 2026 mit Schellackplatten, Fotos und vielen Auszügen aus den Büchern Friedrich Hollaenders an einen der kreativsten Köpfe der deutschen Unterhaltungskultur erinnern.

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© Toasters

Die Toasters gehören neben Mr. Review und vielleicht Hotknive zu den wichtigsten Vertretern des Second Wave-Ska. Sie haben die 2Tone Ära eine Weile fast im Alleingang am Leben gehalten, 60ies-Ska mit der Gegenwart versöhnt, tonnenweise Evergreens veröffentlicht und sind damit echte Ikonen geworden. "Offbeat Pop vom Feinsten!", jubelte Üni von Frau Doktor bereits anlässlich ihres letzten Gastspiels bei uns. Durchweg großartige Musiker sind die New Yorker in jedem Fall auch, denn neben den Toasters leben noch viele weitere fantastische Projekte von ihrer Kreativität, nicht zuletzt das nicht minder tolle New York Ska Jazz Ensemble. 
Nun beehren sie uns erneut – zum 45. (!) Bandjubiläum. Was ein Ritt! 
“When the world gets turned upside down, when loyalties realign, when everyone expects conformity: Don’t let the bastards grind you down. The Toasters, New York City’s seminal ska band, have lived by this maxim since their founding in 1981“, schrieb zuletzt Abel Folgar vom Pure Honey Magazin in seinen Glückwünschen. Denen wir uns nur vollumfänglich anschließen können. Willkommen zurück!

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Wir schreiben das Jahr 1976. Atomare Aufrüstung und Kalter Krieg sind die weltpolitischen Koordinaten, es knirscht an allen Ecken und Enden. In Großbritannien herrscht eine gravierende ökonomische Unzufriedenheit. Die wirtschaftliche Not ist immens, die politischen Kämpfe werden gewalttätig und erreichen die Straße. Die Arbeitslosigkeit ist verheerend, die Inflation hoch, Streiks legen das tägliche Leben lahm. Neue Perspektiven fehlen, für Studierende, für Arbeiter und Arbeiterinnen, für die Jugend. Eine Kluft, in die sich Strömungen wie die National Front ergießen, gleichzeitig gärt eine kulturelle und gesellschaftliche Aufbruchstimmung. Es brodelt in den Jugendclubs, es bilden sich erste Subkultur-Szenen, ein aufrüttelnder Mix aus Protest und Provokation ist die Grundlage. In Kombination mit einer ausgeprägten Abneigung gegen die bestehende Ordnung, wider das Establishment, die Hochkultur, aber auch gegen die ausgedienten Rock-Dinos. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese explosive Mischung zum nächsten großen Knall führt.

 

Punk wird zum Fanal des Widerstands. Nicht nur in England. Und der Rest ist Geschichte.

 

Fast forward zum heutigen Abend: "A LIFE WITHOUT PUNK" widmet sich diesen prägenden Jahren und bringt Protagonist*innen aus England und Deutschland zusammen, um das Phänomen Punk und Neue Musik zu reflektieren, zu feiern und fortzusetzen. Die Veranstaltungsreihe tourt mit wechselnden Ensembles und macht nicht selten an Schauplätzen von damals halt.

Die Hosts der Abende sind zwei der wesentlichen Protagonisten des Punk, John Robbund Mark Reeder. Sie sprechen - miteinander und mit ihren Gästen - über 50 Jahre Punk, wann und wo und wie sie von der Neuen Welle und Energie erfasst wurden, über Erfahrungen und Anekdoten, und darüber, wie richtungsweisend diese Zeiten des nicht nur musikalischen Aufruhrs für sie und ihre Leben gewesen sind.

Der erste bestätigte Gast des heutigen Abends ist Alexander Hacke, der 1980 bereits im zarten Alter von 14 Jahren Mitglied der Einstürzenden Neubauten wurde, aber auch darüber hinaus, sei es als Musiker oder Produzent, in zahlreichen einflussreichen Underground-Bands aktiv war und ist. Und vieles mehr. Darüber gibt er in seiner mehr als lesenswerten Autobiografie "Krach" (Ventil Verlag) Auskunft. Sein jüngstes musikalisches Werk heißt "LICHTUNG" (Mute Records), es ist das neuste Album seines gemeinsam mit seiner Partnerin Danielle De Picciotto unter dem Moniker hackedepicciotto betriebene Duo-Projekt.
Zu ihm gesellt sich die glorreiche Annette Benjamin, die Teil einer der besten und stilprägenden deutschen Postpunk-Bands aller Zeiten, Hans-A-Plast, war. Zuletzt trat sie vor allem mit einer Art Supergroup in Erscheinung, die sie mit Drangsal, Beatsteaks-Schlagzeuger Thomas Götz, Charlotte Brandi und Julian Knoth von Die Nerven gegründet hat und unterm dem Namen die Benjamins firmiert.
Neu dazu gekommen ist zudem Pauline Murray. Mit sechzehn Jahren brach sie die Schule ab, studierte Kunst am Darlington College und ging anschließend Gelegenheitsjobs nach. Im Mai 1976 sah die 18-jährige Murray einen Auftritt der Sex Pistols, woraufhin sie und ihre Freunde aus Ferryhill zu begeisterten Fans der Pistols wurden und sich den Namen „Durham Contingent“ (NME) verdienten. Im gleichen Jahr noch gründete sie mit Robert Blamire and Gary Smallman die nach einem Stooges-Stück benannte Band Penetration. Auch mit späteren Inkarnationen wie Pauline Murray and the Invisible Girls, Pauline Murray and the Storm oder Pauline Murray and the Saint, aber auch als Solartist hat sie einige legendäre Alben veröffentlicht. Ihre Autobiografie „Life‘s A Gamble“ ist 2024 bei Omnibus Press erschienen.
Außerdem heißen wir den Schlagzeuger BUDGIE willkommen, der so einige Stationen in seiner Musikerkarriere durchlaufen hat. Unter anderem gründete er in den späten SIebzigern die Band Big in Japan, in der Holly Johnson E-Bass und Ian Broudie E-Gitarre spielte. Nach ihrer Auflösung ersetzte er bei The Slits die ausgestiegene Drummerin Palmolive und wirkte an "Cut", dem ersten Album der Band mit. 1979 stieg er bei The Slits aus und ersetzte bei Siouxsie and the Banshees den kurzfristig ausgeschiedenen Kenny Morris. Ursprünglich sollte er nur vorübergehend einspringen, blieb dann aber bis zur Trennung der Band 1996.
Der allerjüngst dazugekommene Gast heißt Thomas Schwebel, ein weitere legendärer Typ der - deutschen - Punk-/Wave-Szene, der zusammen mit Harry Rag S.Y.P.H. gründete, später zu Mittagspause stieß, um schließlich mit Peter Hein alias Janey Jones die Fehlfarben zu gründen. Zuletzt erst konnte man ihn mit einer weiteren All Stars-Band (consisting of Peta Devlin, Rick McPhail und Gunther Buskies) auf der Bühne sehen, mit der er das zweite Album der Fehlfarben, "33 Tage in Ketten " aufführte.

 

Begleitet werden die Abende mit Projektionen von Archiv B Berlin, sowie einer on-tour Fotoausstellung mit Motiven der Punk-Dokumentar-Fotografin Sabine Schwabroh. Es moderiert der Autor und Journalist (und Punk-Drummer) Ingo Scheel.

 

Bestuhlt bei freier Platzwahl.

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