April

USA 1998, 169 Min., FSK: ab 6, DF

 

Während das Caligari geschlossen war, mussten wir uns von einigen unserer legendären Leinwandheld*innen, Darsteller*innen und Regisseur*innen verabschieden. Wir können nicht allen nachträglich gedenken, bei einigen der ganz großen werden wir das in den nächsten Monaten nachholen. Robert Redford war nicht nur einer der bedeutendsten Schauspieler der Filmgeschichte, er war auch ein außergewöhnlicher Regisseur, kümmerte sich um den unabhängigen Film, gründete das legendäre Sundance Festival, war aktiver Umweltschützer und eine moralische Instanz in Hollywood. 

 

In wunderschönen Bildern und mit ausgezeichneten Darsteller*innen verfilmte er den Roman von Nicolas Evans über eine Mutter, die nach einem Reitunfall, bei dem ihre Tochter und das Pferd schwer verletzt werden, das Pferd nicht einschläfern lassen will. Sie machen sich auf dem Weg quer durch die USA, um einen Pferdeflüsterer aufzusuchen. 

 

Regie: Robert Redford

Buch: Eric Roth, Richard LaGravenese

Kamera: Robert Richardson

Musik: Thomas Newman

Mit Robert Redford, Kristin Scott Thomas, Sam Neill, Scarlett Johansson, Dianne Wiest

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Es war Karnivool nicht zwingend in die Wiege geflüstert, dass sie, 1997 als Nirvana-Coverband gegründet, eine Weltkarriere bevorstehen würde. Doch schnell begannen die Gründungsmitglieder Ian Kenny und Drew Goddard, auch eigene Songs zu schreiben, und entwickelten sich weg vom Grunge und hin zu genau jenem Progressive- und Alternative-Rock-Sound, für den die Band bis heute gekannt und geliebt wird. Nun haben die Australier mit „In Verses“ ihr neues Studioalbum angekündigt, auf dem in gewisser Weise alles kumuliert, was die Band seit ihrer Gründung an musikalischen, aber auch persönlichen Erfahrungen gemacht und mit der Zeit in ihren Bandsound hat einfließen lassen. 
Klar, dass es Karnivool damit einmal mehr auch nach Europa drängt; zum einen, um der bisherigen Diskografie gebührend zu huldigen, aber eben auch, um zu zeigen, dass sie auch nach über 25 Jahren Bandgeschichte in Sachen Progressive-Rock ganz vorne mitspielt. 
Begleitet werden sie dabei von Intervals aus Toronto, die mit ihrem Prog/Djent-Sound zuletzt erst – für ihr jüngstes Album „Memory Place“ – den Juno Award in der Kategorie „Instrumental Album Of The Year“ abgegriffen haben.

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Hendrik Höfgens Schauspielkarriere, die 1926 im Hamburger Künstlertheater beginnt, nimmt im sogenannten Neuen Reich einen steilen Aufstieg: Vom Ministerpräsidenten hofiert, wird Höfgen zum Star und verrät seine politischen und moralischen Werte zugunsten seines persönlichen Vorteils. Zu spät wird dem Opportunisten klar, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Luk Perceval, einer der bekanntesten Regisseure des gegenwärtigen Theaters, inszeniert Klaus Manns satirischen Exilroman. Er analysiert die Verantwortung des Einzelnen in einem faschistischen Staat und bohrt tief in die Wunde zwischen Kunst und Macht.

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Goethe & Schiller vom Sockel gehauen!

 

Poetisches Entertainment… das ist Poetry Slam. Schlamm-Catchen der Worte. Jeweils am letzten Donnerstag im Monat tragen Slammer Geschichten, Gedanken und Gefühle auf die Bühne. In Zimmertheater-Atmosphäre. Poeten aus ganz Deutschland oder regionale Verbal-Urgesteine! Lyrische Hausfrauen, hysterische Germanisten oder ungereimte Neulinge… Alle kämpfen um den Goldenen Bleistift.

 

Spektakuläres Feuerwerk der Worte! Das Publikum keucht vor Spannung. Gemeinschaftliches Lachen. Inspiration zum Mitnehmen. All dies ist Poetry Slam. Textgestalter, talentierte Vortragskünstler oder originelle Originale… im Kampf um die Dichterkrone. Und das Publikum entscheidet über Niederlage oder Sieg. Poetry Slam… Tagesschau, Satire-Show, Hörbuch und Poesiealbum… Poetry Slam vereint sie alle. Seien Sie dabei!

 

5 Poeten haben 5 Minuten, ein Moderator, eine Jury und viele begeisterte klatschenden Hände. Am Ende kann es nun einen Champion geben. Wer das wird, das entscheidest DU!

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Mai

D/F/TRK 2026, 128 Min., FSK: ab 12, OmU

Derya und Aziz, ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben, bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.

Nach dem international gefeierten und preisgekrönten Film DAS LEHRERZIMMER legt der oscarnominierte Regisseur İlker Çatak mit GELBE BRIEFE erneut ein brisantes und packendes Meisterwerk vor. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. Çatak schafft ein intensives und brandaktuelles Drama über Mut und Macht, das die universellen, großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit in den Fokus nimmt.

Seine Weltpremiere feierte GELBE BRIEFE im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo er mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet wurde.

Regie: İlker Çatak
Buch: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen
Kamera: Judith Kaufmann
Musik: Marvin Miller
Mit Özgü Namal, Tansu Biçer, Jale Arikan, Leyla Smyrna Cabas, Yusuf Akgün

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GASTSPIEL Musikkabarett mit Daniela Michel

 

Welche Frau kennt das nicht? Diesen Kampf, allem gerecht zu werden. Den eigenen Bedürfnissen hinterherzujagen, verfolgt von den Erwartungen der Gesellschaft, geschlaucht von den Bemühungen um die Karriere, ausgesaugt von den Enttäuschungen der Liebe!

Welche Frau kennt das? Neben allen Verpflichtungen noch putzen, waschen, Sport treiben! Dann noch eine Tante, Schwiegermutti oder Chefin, die schonungslos unter die Nase reibt, dass frau den gesellschaftlichen Ansprüchen nicht gerecht wird.

Da hilft nur durchatmen und die Nerven behalten. Mit humorvollen, eingängigen Songs nimmt sich Schauspielerin und Sängern Daniela Michel dieses Thema zu Herzen und präsentiert einen spritzig-witzigen Abend. Sie ist Darstellerin, Regisseurin und Macherin ihres Programms, typisch Frau eben.

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Mit seinem Hit „Goldener Handschuh“ gelang Rami Hattab* vor nicht einmal zwei Jahren der große Durchbruch: Der Song erreichte weit mehr als 4 Millionen Spotify-Streams und kaum weniger YouTube-Views. Doch der Wiesbadener ist mehr als nur ein begnadeter Sänger – er ist ein Live-Künstler, der auf der Bühne pure Magie entfaltet. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinen überaus offenen und verletzlichen Texten und einer enormen Bühnenpräsenz reißt er jede*n im Raum mit und zeigt, warum er Menschen in ganz Deutschland begeistert. Mit seiner sympathischen Ausstrahlung schafft er es, selbst in großen Sälen eine Nähe zum Publikum aufzubauen, die sich wie ein persönliches Gespräch anfühlt. Seine Fähigkeit, zwischen gefühlvollen Balladen und kraftvollen, mitreißenden Songs zu wechseln, macht jeden Abend zu einem einzigartigen Erlebnis. Man kann ihn sich vielleicht als eine junge, zeitgenössische, Autotune umarmende Version von Herbert Grönemeyer vorstellen. Seine Konzerte seien „Wohnzimmer auf Weltniveau“, stand an anderer Stelle zu lesen. Auch eine Möglichkeit, die Intimität zu beschreiben, die er in jedem Club und jeder Halle herzustellen vermag. Da kann er, „der mit der Box tanzt“ (so der Name seines jüngsten Albums), seine Tour noch so vermeintlich derbe mit „Halt’s Maul und tanz!“ überschreiben, wie er will.

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D 2025, 98 Min., FSK: ab 0

Eine Schildkröte, ein Ausflug aufs Land und dann auch noch Nachbar Burkes Geburtstag: Bei Pumuckl und Eder ist in diesem Sommer ganz schön viel los! Zu viel vielleicht - denn bei so vielen Ereignissen schaffen es die beiden kaum noch, ordentlich miteinander zu sprechen. Zwischen Eder und Pumuckl kommt es zu einem großen Missverständnis und die beschauliche Welt der beiden droht auseinanderzubrechen.

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Buch: Moritz Binder
Musik: Tilo M. Heinrich
Mit Florian Brückner, Maximilian Schafroth, Gisela Schneeberger, Matthias Bundschuh, Frederic Linkemann, Franziska Wanninger, Robert Palfrader, Anja Knauer

"Rosenmüller ist ein besonderer Familienfilm gelungen, in dem die Geschichte - im Gegensatz zu den einzelnen Fernsehfolgen - einen größeren Bogen spannt und sich Zeit nimmt, jede Figur mit wenigen Strichen so perfekt zu charakterisieren, dass wir sie in unser Herz schließen." Katrin Hoffmann

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© Carsten Beier

Die Dresdner Band „Woods of Birnam“ um den Sänger und Schauspieler Christian Friedel (u.a. „The Zone of Interest“, „The White Lotus“, „Babylon Berlin“) verknüpft Livekonzert, Theater und Performance und sorgt für ausverkaufte Häuser. Neben den alten Hits, stellt die Band ihr aktuelles Album „Solaris" vor. Es ist von Stanisław Lems Roman inspiriert und steht im Mittelpunkt ihrer äußerst raren Konzerte. So nah, intensiv und musikalisch neugierig erlebt man die Band selten. 

„Solaris“ vor. Es ist ein Abend der Kontraste – das Publikum kann sich von den Musikern von Kopf bis Fuß mitreißen lassen oder in den atmosphärischen Ozeanwellen auf dem Planeten Solaris dahintreiben. Die Texte von „Solaris“ hat der Schauspieler Robert Gwisdek geschrieben. Ein inspirierender, dichter Konzertabend, der ziemlich einzigartig ist!

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© Olivia Kahler

Mit ihrer „kristallklaren Stimme“ (Bachtrack) und ihrer hinreißenden Bühnenpräsenz hat sich die Sopranistin Katharina Konradi ins Herz der Wiesbadener*innen gespielt und begeistert ihr Publikum inzwischen in Partien wie Sophie („Der Rosenkavalier“), Gilda („Rigoletto“) und Susanna („Le nozze di Figaro“) an den großen Opernhäusern in Hamburg, München, Dresden, Zürich und Wien. 

Ihre große Liebe aber gilt dem Lied – und ihre geheime Liebe dem Chanson! Exklusiv für die Maifestspiele hat sie ein neues Programm zusammengestellt, das große Frauenfiguren im Ausnahmezustand porträtiert: „Wahnsinns Frauen“ wie Ophelia, Gretchen und Mignon stürzen sich in große Gefühle, kämpfen sich durch die Stürme des Lebens und lassen in Kompositionen großer Liedkomponist*innen wie in Chansons verschiedener Couleur die Extreme der Empfindungen spüren. Katharina Konradi wird am Klavier von Joseph Middleton begleitet, einer der führenden Liedbegleiter auf international höchstem Niveau. Willkommen zurück in Wiesbaden!
 

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Sophie Hunger kennen wir naturgemäß vor allem als die hervorragende Schweizer Musikerin, die mit ihrem 2008er Debüt "Monday's Ghost" eine wirklich beeindruckende Laufbahn begonnen hat. 2010 spielte als erste Schweizer Künstlerin beim Glastonbury Festival. In Deutschland erhielt sie 2015 den LEA für die beste Live-Tournee und 2019 den Preis für Popkultur. In Frankreich erhielt sie 2017 den Prix Lumières für ihre Filmmusik des Oscarnominierten Films "Ma Vie de Courgette". Zuletzt erschienen ihre Alben „Halluzinationen“ und „Cinema“.

Was vielleicht weniger bekannt ist, ist, dass Sophie Hunger auch studierte Anglistin und Germanistin ist. Und auch das trägt Früchte.

Im letzten Jahr erschien Sophie Hungers Debütroman „Walzer für Niemand“ bei Kiepenheuer & Witsch, aus dem sie heute Abend liest. Ein abgründiger wie poetischer, tragikomischer und raffinierter Coming-of-Age-Roman, der vom Aufwachsen im Herzen der Musik erzählt - und von einer Freundschaft, deren Innigkeit zerstörerisch ist. Freuen wir uns auf - oder fürchten wir uns vor – einem musikalischen Abend, der unbarmherzig und zart vom Elementaren der Musik erzählt.

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© Barbara Braun

Mehrling! Kosky! Weill! Die perfekten Zutaten für glitzernde Unterhaltung mit Tiefgang, direkt aus der Komischen Oper Berlin. 

Kaum ein Komponist vereint die Komplexität und Diversität der musikalischen Klangsprachen der 1920er Jahre besser in seiner Musik als Kurt Weill, und kaum jemand weiß damit besser zu spielen als Katharine Mehrling – eine der wichtigsten Weill-Interpret*innen der letzten Jahre. Das Ganze setzt der Regisseur Barrie Kosky, inzwischen selbst eine Legende, in Szene.

„Die Dreigroschenoper“ sowie „Aufstieg und Fall der 
Stadt Mahagonny“ machten Kurt Weill zum umjubelten Songkomponisten und zur neuen Hoffnung der Opernbühne. Katharine Mehrling schlüpft in die verschiedenen Figuren seiner zahlreichen Songs und folgt den Stimmungen einer Berliner Nacht. Ein Abend in der blauen Stunde, voller Einsamkeit, bittersüßer Melancholie und rotziger Schärfe!
 

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Er ist Opa. Am Ende der Nahrungskette angekommen und voller Lebensweisheiten. Hat so viel zu sagen, so viele Tipps. Er versteht das Leben und könnte es jedem erklären. Aber niemand hört ihm zu. Also kauft er sich einen Hut und behält seine Weisheiten für sich. Zumindest privat. Auf der Bühne sieht das anders aus. Bernhard Westenberger erzählt die Geschichte eines 1966 geborenen Mannes, der auch als Opa seinen Erziehungsauftrag noch ernst nimmt und sich ausmalt, wie die Welt für seine Enkel in 20 Jahren aussehen soll.
ODE AN DEN OPA

Westenberger fabuliert von zahlreichen Urlauben ebenso wie von dem Wahnsinn in einer modernen Kita oder den Tücken des Alltags, mit denen sich ein Opa rumschlagen muss.

„Gestern ging‘s noch“ ist für alle, die Opa sind, es werden wollen, oder einen haben.

Mit Bernhard Westenberger

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© Silke Weinsheimer

Diese Musik ist purer Groove: Das Trickster Orchestra unter der Leitung der bekannten Jazzsängerin Cymin Samawatie und des Perkussionisten Ketan Bhatti besteht aus hochklassigen Solist*innen auf Instrumenten vieler verschiedener Nationen. Dem Ensemble aus Berlin gelingt es auf spektakuläre Weise, eine aus vielen Kulturen gespeiste gemeinsame, zeitgenössische Musiksprache zu entwickeln, die Neue Musik, Klassik, Elektronik, Jazz, Pop, Hip Hop und Improvisation vereint. 

Die Formation wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis als „bestes Großes Ensemble“ und jüngst mit der Aufnahme in die „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland”. Instrumente und Spieltechniken aus unterschiedlichsten musikalischen Welten kommen hier zusammen: von Blasinstrumenten wie Sheng oder Nay und Saiteninstrumenten wie Kanun, Viola und Koto bis zu Jazz-Schlagzeug und erweiterten Techniken der zeitgenössischen Musik. Sie präsentieren aktuelle Werke von Komponist*innen wie Zara Ali, inti figgis-vizueta und Amen Feizabadi, die aus vielfältigen Traditionen schöpfen. So eröffnet das Konzert ein lebendiges Klangarchiv: ein Geflecht aus Klang, Körper, Erinnerung und gelebter Praxis, das Traditionen fortschreibt und Unterschiedlichkeit als künstlerische Kraft begreift.

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© Maximilian Borchardt

Der Krieg zwischen den Brüdern Polyneikes und Eteokles führt zu einer tiefen Spaltung in Theben. König Kreon verweigert dem gefallenen Polyneikes die Bestattung, was Antigone dazu bewegt, sich gegen das Gesetz zu stellen, um ihrem Bruder die letzte Ehre zu erweisen. Konflikte und Gewalt erschüttern nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch die moralischen Grundlagen einer patriarchalen Gesellschaft. Antigones Akt des Widerstands, der mit dem Tod bestraft werden soll, bringt das autoritäre System ins Wanken. Der georgische Regisseur Mikheil Charkviani stellt mit seiner ersten Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden eine demokratische Gesellschaft vor die Frage: Wie bereit seid Ihr, Eure moralischen Werte zu verteidigen?

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Dank seiner Tätigkeit als professioneller Synchronsprecher liest Christian Wunderlich mit unzähligen verschiedenen Stimmen aus „Mats & Mathilde“. Zudem wird er mit einer kleinen Zaubermaschine sämtliche Szenen mit Geräuschen unterlegen und hat sogar eigens für die Geschichte komponierte Musik im Gepäck. Immer wieder interagiert Christian dabei mit den Kindern, spricht mit ihnen über Freundschaft, über Ängste und Fantasie und geht spontan auf alles ein, was solch eine Lesung mit Kindern mit sich bringt. Nach der Veranstaltung beantwortet Christian gerne die Fragen der Kinder und signiert Bücher.

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D 2025, 104 Min., FSK: ab 6

Eigentlich sollte es ein Sommer ohne Detektivarbeit werden, eigentlich. In solchen Momenten geht man besser nicht ans Telefon - das müssen auch Justus, Peter und Bob erkennen, als ein unbekannter Anrufer mit kratziger Stimme ihnen einen neuen Fall präsentiert. Dieser führt sie auf die Spur des Geheimbunds Sphinx, der illegale archäologische Ausgrabungen betreibt und gestohlene Kunstschätze verkauft. Die Ermittlungen führen die Hobbydetektive zur abgelegenen Vulkaninsel Makatao - auch als Toteninsel bekannt. Dort soll sich die Ruhestätte eines uralten Volkes befinden, die der Legende nach mit einem Fluch belegt ist und für jeden, der die Insel betritt, den Tod bedeutet.

Regie: Tim Dünschede
Buch: Anil Kizilbuga
Kamera: Holger Jungnickel
Musik: David Reichelt
Mit Julius Weckauf, Nevio Wendt, Levi Brandl, Filip Schnack, Florian Lukas, Jördis Triebel

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Ein musikalischer Muttertagsgruß unter freiem Himmel: Am Muttertag lädt das Akkordeon-Ensemble Accento zu einem besonderen Konzert in den Innenhof eines ehemaligen Grand Hotels ein. Wo einst Reisende aus aller Welt logierten, erklingen heute barocke, romantische und moderne Kompositionen – offen zum Himmel, umgeben von Geschichte und Frühlingsluft.

Barock, Romantik und Moderne verschmelzen zu einem farbenreichen Potpourri: von Kirchen- bis Filmmusik ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Zehn Hände, 185 Knöpfe und 47 Tasten bringen den Innenhof zum Klingen. Gespielt wird auf dem Rolls-Royce des Akkordeons, gebaut vom italienischen Schwaben Giovanni Gola aus Trossingen. Schon das gemeinsame Erklingen dieser fünf außergewöhnlichen Instrumente ist ein musikalischer Genuss für sich.

Unter der virtuosen Leitung der Konzertmeisterin Annegret Cratz verwandelt sich das Nizza des Nordens in eine kleine Elbphilharmonie unter freiem Himmel. Der Duft Rheingauer Weine begleitet die Klänge – und unvergessliche Melodien machen diesen Muttertag zu einem besonderen Erlebnis.

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© cfm Kaiser

Dieser Abend spannt einen Bogen von der französischen Mélodie zu Wagners „Tristan und Isolde“. Wie Tristan auf dem Meer ist das Programm unterwegs zwischen Welten: äußeren Reisen und inneren Seelenlandschaften, Erwachen und Versinken in der Nacht. In Frankreich gab es bis zum 1. Weltkrieg unter einigen Komponist*innen ein regelrechtes Wagnerfieber. Gustave Samazeuilh übersetzte das „Tristan“-Libretto ins Französische, Henri Duparc verweist in seinen Liedern direkt auf Wagners Opernszenen, und auch der Bayreuther Einfluss auf Ernest Chausson und Claude Debussy liegt auf der Hand. Ihre Lieder erscheinen wie verschwommene Spiegel der „Tristan“-Welt: schwebend, suchend, harmonisch nie ganz in Ruhe. Sie vertonen berühmte Gedichte über Fernweh, Ekstase, Tod und Verwandlung. Die franko-kanadische Mezzosopranistin Nora Sourouzian beeindruckte das Wiesbadener Publikum bereits letztes Jahr als Solistin im Verdi-Requiem. Nun schafft sie gemeinsam mit Pianist Adam Rogala einen kammermusikalischen Echoraum für „Tristan und Isolde“.

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D/A 2025, 123 Min., FSK: ab 6

Danke Anke! Anke Engelke macht traditionell jeden Film lohnend, selbst bei schwächeren Stoffen begeistert sie - und dieser Film ist auch ohne sie schon richtig stark! 
Neele Leana Vollmers Kurzfilm MEINE ELTERN ist einer unserer absoluten Lieblinge, nach tollen Kinderfilmen (RICO, OSCAR UND …) begeistert sie uns nun mit einem grandiosen Film über ein Ehepaar, in dem auch Ulrich Tukur zu Bestform aufläuft. Ihre Ehe ist im Laufe der Jahre in Routine erstickt, Liebe und Leidenschaft haben sich stillschweigend verabschiedet. Ein dramatischer Unfall sorgt dafür, dass die Karten radikal neu gemischt werden. 

In diesem Drama geht's gehörig ans Eingemachte der existenziellen Art. Zum notwendigen Ausgleich gibt es feinsinnige Komik, die bisweilen an Loriot erinnert. Das beherrscht die Engelke allemal in souveräner Perfektion.

Regie: Neele Leana Vollmar
Buch: Neele Leana Vollmar
Kamera: Daniel Gottschalk
Musik: Paul Gallister
Mit Anke Engelke, Ulrich Tukur, Lukas Rüppel, Maria Hofstätter, Markus Hering

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