November

Spanisches Temperament vs. Meisterhafte Zauberkunst

 

Olé! Wenn spanisches Temperament auf meisterhafte Zauberkunst trifft, entsteht ein Abend voller Überraschung, Charme und Staunen. Die Vizeweltmeister der Zauberkunst, Vicente Noguera und Hannes Freytag, entführen auf eine faszinierende Reise zwischen Wirklichkeit und Illusion, begleitet von viel Humor, mediterraner Leichtigkeit und südlicher Lebensfreude.

 

Ihr gefeiertes Programm „Noche Mágica“ vereint verblüffende Magie mit feinem Witz und präsentiert dem Publikum einen Kosmos voller Wunder.

 

Vergessen ist die alltägliche Welt, in der jede Erklärung nur einen Mausklick entfernt scheint. Die Magier locken auf die andere Seite des Spiegels. In vertrauter Wohnzimmer-Atmosphäre bieten sie eine Zaubershow, in der alles möglich ist: Staunen, träumen, zittern und sich wundern, warum die Zeit so schnell verging.

 

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GB/F/USA 2026, 80 Min., FSK: ab 0, empfohlen ab 7

Zur großen Freude von Shaun und seinen wolligen Freunden steht auf der "Mossy Bottom"-Farm Halloween vor der Tür. Nur leider zerstört der tollpatschige Farmer kurz vor dem Fest den Kürbisgarten der Schafherde und nun liegt es an Shaun, eine Lösung zu finden! Als dieser daraufhin zum verrückten Wissenschaftler wird, der Farmer urplötzlich verschwunden ist und obendrein noch ein haariges Ungeheuer in den Wäldern von Mossingham umherstreift, ist das Chaos perfekt und alle bereit für ein ebenso lustiges wie aufregendes, neues Abenteuer!

Regie: Steve Cox, Matthew Walker
Buch: Mark Burton, Giles Pilbrow
Kamera: Charles Copping
Musik: Natalie Holt
Mit Justin Fletcher, John Sparkes

"Auch SPUK IM KÜRBISFELD ist ein turbulentes Slapstickabenteuer, das sich auf große Stummfilmkomiker wie Buster Keaton oder Harold Lloyd bezieht und die Handlung immer wieder in aberwitziges Chaos münden lässt - ein Musterbeispiel dafür, wie filmisches Erzählen und Bewegungskomik funktionieren. Neu hingegen ist der Einfluss alter Grusel- und Monsterfilme aus den Hammer- und Universal-Studios, mit denen der mit Hand animierte Puppentrickfilm an das Halloween-Setting anknüpft. Es wird also ein wenig unheimlich, wenngleich der Film seine Spannungsmomente immer wieder humorvoll bricht und sich sehr sicher auf dem schmalen Grat zwischen Unbehagen und Lachen bewegt." kinder-jugend-filmportal.de

 

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D 2026, 60 Min., FSK: ab 0

Live-Musik: Schülerinnen und Schüler der Wiesbadener Musik- und Kunstschule
Komposition und Musikalische Leitung: Barbara Lenz

In Kooperation mit der Wiesbadener Musik- und Kunstschule und unter der Leitung von Barbara Lenz, Freiburg i. Br., präsentieren wir ein vergnügliches und spannendes Kurzfilmprogramm mit frühen Stummfilmen, die zwei- und vierhändig am Klavier von Klavierschüler*innen sowie einem Cello-Klavier-Duo erarbeitet und live begleitet werden. Ergänzt wird die moderierte Vorstellung durch Orff-Instrumente, die spezielle Effekte wie z. B. "Feueralarm", "Zugsignal" oder "Wind" erzeugen.

Im Programm sind frühe Filme aus der Stummfilmära, spannende wie auch lustige Filme aus den Anfängen des Films. Hier wird ein Kätzchen gefüttert, mit Stühlen jongliert, der Feuerwehrwagen wird von Pferden gezogen, Dornröschen wird im Scherenschnittformat märchenhaft begleitet und ein Gorilla klaut den gestohlenen Ring in der Banane. Und außerdem versuchen Laurel & Hardy in LIBERTY vergeblich ihre Hosen zu tauschen.

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D 2026, 108 Min., FSK: ab 12

Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi und Enkelin Billie. Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden. Als sie nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen ist, muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst "belesenen" Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann. 

Eine bittersüße, zutiefst berührende Tragikomödie über Fürsorge, Verlust, und menschliche Widerstandskraft in einer zunehmend technisierten Welt: Einmal mehr widmet sich Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie brennenden Themen unserer Gegenwart und knüpft damit an die emotionale Tiefe ihrer Meisterwerke wie KIRSCHBLÜTEN - HANAMI und GRÜSSE AUS FUKUSHIMA an.

Regie: Doris Dörrie
Buch: Doris Dörrie
Kamera: Leah Striker
Mit Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers, Via Jikeli, Eugene Boateng, Zoë Baier

"Ein philosophisches Drama zum Lachen, zum Heulen, zum Wiedererkennen. Ein echter Dörrie eben: Erleuchtung garantiert!" programmkino.de

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Bosse gehört zu jenen seltenen Künstlern, auf die sich sowohl Indie- wie Mainstream-People einigen können. Ganz zurecht. Mit seinem nunmehr zehnten Album, „Stabile Poesie“, besucht uns der Mann nebst Band zum nunmehr dritten Mal, mit einem Werk, das erneut zeigt, warum Aki Bosse zu den relevantesten Stimmen im deutschsprachigen Pop gehört. Statt auf Trends aufzuspringen, setzt er weiterhin auf starke, zusammenhängende Alben mit klarer Haltung und emotionaler Tiefe. Die Songs kreisen um Themen wie Hoffnung, Resilienz, Veränderung und Zusammenhalt – immer getragen von einer direkten, empathischen Sprache.
Inhaltlich löst sich Bosse diesmal von einem strengen Konzept und folgt freier seinen aktuellen Gedanken. Besonders hervor stechen Tracks wie das essenzielle „Schönheit erkennen“ oder die viel diskutierte Single „Lass dich nicht ficken“, die sich kritisch mit digitaler Gewalt und dem Umgangston in sozialen Medien auseinandersetzt. Trotz ernster Themen bleibt die Musik zugänglich und oft bewusst leicht inszeniert. Anders gesagt: „Zwischen Indie-Pop und leiser Alltagsphilosophie hat Bosse seinen eigenen Ton gefunden: Einen, der nicht nach Bedeutung drängt, sondern sie in flüchtigen Momenten aufscheinen lässt“, um auch einmal den NDR zu zitieren. Willkommen zurück!

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© Lukas Anton

„Give my regards to old Broadway“: Unser Opernensemble und das Hessische Staatsorchester bringen die goldene Ära des Musicals nach Wiesbaden. Großer Glamour, zarte Momente: In diesem Gala-Konzert zeigen sich die Hits vom Broadway bis zu den MGM-Filmen der 40er- bis 60er-Jahre von ihrer besten Seite. Freuen Sie sich auf eine schillernde Zeitreise für Fans von George Gershwin, Rodgers und Hammerstein, Leonard Bernstein und vielen mehr!

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GB 1975, 100 Min., FSK: ab 12, OV

Der Film aus dem Guiness Buch der Rekorde: Seit 48 Jahre wird der Film (nur durch die Covid-Pandemie unterbrochen) wöchentlich in den Museum Lichtspiele München gezeigt. Bei uns ist der Anlass für die Wiederaufführung ein trauriger: Tim Curry ist gestorben. 
Er gehörte als Dr. Frank N. Furter, wie viele andere der Darsteller*innen auch, zur Originalbesetzung des Londoner Bühnenmusicals. Für den Film neu besetzt wurden die Rollen von Brad und Janet - vor allem Susan Sarandon sollte später bekannt werden. Meat Loaf war tatsächlich schon vor dem Film in der Bühnenversion zu sehen, allerdings nicht in London, sondern in Los Angeles. 
Die Handlung? Das kann keine ernst gemeinte Frage sein. 
Dieser Film ist die Definition von Kultfilm - und Tim Curry mag am 25.8.2026 gestorben sein, aber seine Rollen Pennywise, der Clown aus Stephen Kings ES, und Dr. Frank N. Furter machen ihn unsterblich!

Regie: Jim Sharman
Buch: Richard O'Brien, Jim Sharman
Kamera: Peter Suschitzky
Musik: Richard O'Brien
Mit Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Richard O'Brien, Patricia Quinn, Nell Campbell, Jonathan Adams, Peter Hinwood, Meat Loaf, Charles Gray

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Dezember

© Max Borchardt

Wiesbaden durch die Linse: Schauspielende ziehen – begleitet von einer Live-Kamera – in den Stadtraum. Was bedeutet uns die Stadt? Wer gehört dazu, wer wird sichtbar, wer nicht? Was kommt hinter der Fassade zum Vorschein? Und wie wirkt die Stadt als Bühne? 
Regisseur Sebastian Nübling und sein Team schaffen ausgehend von Fritz Langs Stummfilmklassiker „Metropolis“ ein Live-Theater-Film-Event, das neue Perspektiven auf die Stadt Wiesbaden eröffnet. Gottfried Huppertz' monumentale Filmmusik wird vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden gespielt, während die Videos aus dem Stadtraum live ins Große Haus übertragen werden. 
„Metropolis Wiesbaden“ erkundet ein innovatives Formterrain zwischen Schauspiel, Performance, Musiktheater und Film und begeht den Auftakt zu einem besonderen Stadtjubiläum: Der Film „Metropolis“ lagert im Original in der Wiesbadener Murnau-Stiftung und wurde durch sie aufwändig restauriert. Inzwischen ist er Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbe – und wird im Jahr 2027 100 Jahre alt.

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Zwei Männer sind Ernst – zumindest sind sie ernsthaft verliebt. Und zwar in zwei Frauen, die sicher sind: nur einen Mann mit Namen Ernst kann eine Frau lieben und heiraten. Was heißt es da schon, dass die Männer Jack und Algernon heißen? Schließlich ist eine neue Identität schnell erfunden. Doch was ist, wenn ein echter Ernst unter ihnen ist – einer, der die Gurkensandwiches serviert und in der Kammer schläft? Juli Mahid Carly nimmt in seiner ersten Wiesbadener Inszenierung Oscar Wildes beliebte Komödie unter die Lupe. Carly untersucht humorvoll die Rolle von gesellschaftlichem Status in der Konstruktion von Begehren sowie die Faszination, die das Leben der Reichen und Schönen auf uns ausübt. Und wer ist eigentlich Bunbury, who spills the tea, und wer wischt ihn wieder auf?

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© Max Borchardt

Eine kleine hessische Kommune steht vor dem finanziellen Ruin, aber Bürgermeisterin Carola Weissgut hat die Lösung: Ein Ideenwettbewerb verspricht Fördermillionen für „Vielfalt und Miteinander“. Da muss es doch ein paar queere Menschen im Dorf geben, die den Ruf des maroden Dorfes aufpolieren können! Und die gibt es auch, nur haben sie so gar keine Lust, für die Imagekampagne herzuhalten. Und der ein oder andere besorgte Bürger hat ein Problem mit der Regenbogenflagge am Rathaus … eine schillernde Drag Queen, Streit und Versöhnung, Familiendrama, Neuwahlen und die große Liebe machen das regenbogenbunte Chaos perfekt.

Drag Superstar Kelly Heelton und das Musiktheater-Ensemble des Staatstheaters bescheren uns mit „Alles Liebe!“ einen beschwingten und spritzigen Operettenabend. Die serbische Komponistin Misha Cvijović hebt die vielfältigen musikalischen Einflüsse ihres Werks hervor: „Mich beschäftigte die Frage, wie eine wahrhaft zeitgenössische Operette klingen kann, die ihre Traditionen respektiert und doch mit leidenschaftlicher Dringlichkeit in unsere Gegenwart spricht. Aus queeren musikalischen Welten ebenso schöpfend wie aus der Wiener und Berliner Operette, im Zusammenspiel von orchestralem Glanz und urbanen elektroakustischen Sounds, habe ich nach neuen Klangwelten gesucht.“ Die queere Landoperette ist das erste Bühnenwerk einer Komponistin, das im Großen Haus des Hessischen Staatstheater Wiesbaden uraufgeführt wird.

Preisträgerwerk des Reinhold Otto Mayer Preises 2025 der Reinhold Otto Mayer Stiftung

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D 2026, 60 Min., FSK: ab 0

Live-Musik: Schülerinnen und Schüler der Wiesbadener Musik- und Kunstschule
Komposition und Musikalische Leitung: Barbara Lenz

In Kooperation mit der Wiesbadener Musik- und Kunstschule und unter der Leitung von Barbara Lenz, Freiburg i. Br., präsentieren wir ein vergnügliches und spannendes Kurzfilmprogramm mit frühen Stummfilmen, die zwei- und vierhändig am Klavier von Klavierschüler*innen sowie einem Cello-Klavier-Duo erarbeitet und live begleitet werden. Ergänzt wird die moderierte Vorstellung durch Orff-Instrumente, die spezielle Effekte wie z. B. "Feueralarm", "Zugsignal" oder "Wind" erzeugen.

Im Programm sind frühe Filme aus der Stummfilmära, spannende wie auch lustige Filme aus den Anfängen des Films. Hier wird ein Kätzchen gefüttert, mit Stühlen jongliert, der Feuerwehrwagen wird von Pferden gezogen, Dornröschen wird im Scherenschnittformat märchenhaft begleitet und ein Gorilla klaut den gestohlenen Ring in der Banane. Und außerdem versuchen Laurel & Hardy in LIBERTY vergeblich ihre Hosen zu tauschen.

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© Max Borchardt

Der Krieg zwischen den Brüdern Polyneikes und Eteokles führt zu einer tiefen Spaltung in Theben. König Kreon verweigert dem gefallenen Polyneikes die Bestattung, was Antigone dazu bewegt, sich gegen das Gesetz zu stellen, um ihrem Bruder die letzte Ehre zu erweisen. Konflikte und Gewalt erschüttern nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch die moralischen Grundlagen einer patriarchalen Gesellschaft. Antigones Akt des Widerstands, der mit dem Tod bestraft werden soll, bringt das autoritäre System ins Wanken. Der georgische Regisseur Mikheil Charkviani stellt mit seiner ersten Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden eine demokratische Gesellschaft vor die Frage: Wie bereit seid Ihr, Eure moralischen Werte zu verteidigen?

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© Max Borchardt

Der Star dieser irrwitzigen Komödie ist die mit allen Wassern gewaschene „Mamma“ Agata, die von einem Bassbariton gesungen wird: eine Traumrolle für Ensemblemitglied Hovhannes Karapetyan! Die Handlung spielt im Theater und ist gänzlich abhängig von den Launen, Hierarchiekämpfen und Beziehungsdramen der Sängerinnen und Sänger, die hier zusammenkommen, um eine neue Oper zu proben. Mamma Agata ist eigentlich als Reinigungskraft am Theater angestellt, mischt dann aber das ganze Ensemble auf und erinnert alle daran, wovon sie im Leben geträumt hatten. In der Inszenierung von Wolfgang Nägele sind Dirigent und Orchester auf der Bühne und damit mitten im Geschehen. „Wolfgang Nägele hat wunderbare Einfälle und ein großes Talent, Musik in Gestik und Mimik zu übersetzen. Am Ende viel Begeisterung, viel Applaus.“ (hr2 Frühkritik)

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© Laura Nickel

Briseis und Spourgitis – Sie kennen einander nicht, aber eines wissen sie sofort: Sie müssen Feind*innen sein. Denn ihre Völker führen Krieg. Mitten im erbarmungslosen Lärm des Krieges finden sich die beiden jungen Menschen in der Stille wieder. Im hölzernen trojanischen Pferd begegnen sie einander. Beobachtet werden sie dabei von Hermes, dem Götterboten, der den Menschen seine ganz eigene Sicht auf den Krieg und das, was wirklich zählt, mitgibt. Henner Kallmeyer erzählt mit Motiven der griechischen Mythologie eine Geschichte über Menschlichkeit, von Freundschaft und dem Mut, über Grenzen hinwegzusehen.

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© Sinah Oster

„Nachtträume“ von Marcos Morau war das Zürcher Ballettereignis im Jahr 2022. Das Stück des spanischen Starchoreografen ist tänzerisches Panoptikum und abgründiges Gesamtkunstwerk zugleich. Gezeigt wird eine verstörend schöne Traumwelt, in der Macht, Ohnmacht und blinde Gefolgschaft aufeinandertreffen: Eine 90-minütige, aufwühlende Reise durch Abgründe und Hoffnungen unserer Gegenwart – ein Spiegel von Eitelkeit, Missgunst, Profitgier und Sozialdarwinismus. Ausgehend von Kurt Jooss’ ikonischem Anti-Kriegs-Dramolett „Der grüne Tisch“ von 1932, verwebt Morau historische Referenzen mit Zitaten aus Meisterwerken von Maurice Béjart wie „Boléro“ oder „Le sacre du printemps“. In der Wiedereinstudierung des Hessischen Staatsballetts wird die Bühne zum Labyrinth aus runden Tischen, Stühlen, roten Sonnenbällen und sich verschlingenden Körpern, in dem Zerstörung und Verführung, Bedrohung und Sinnlichkeit dicht beieinanderliegen.

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© Peter Emig

London, 1941. Die jugendliche Alice sucht mit ihrem Freund Alfred in einer U-Bahn-Station Schutz vor den Bombenangriffen. Mit dabei hat sie ihr Lieblingsbuch, Lewis Carolls „Abenteuer im Wunderland“. Die Geschichte, die sie auswendig („by heart“) kennt, hilft ihr, die bedrohliche Situation zu bewältigen. Alice folgt dem weißen Kaninchen ins Wunderland, wo sie Figuren wie den verrückten Hutmacher, die Herzkönigin oder die Grinsekatze trifft. In dieser Welt, die ihr Literatur und Fantasie eröffnen, verarbeitet sie Schmerz und Trauer, erlebt die Liebe und fasst Mut, nach vorne zu blicken. Die mit Tony und Grammy prämierten Schöpfer von „Spring Awakening“ berühren in ihrem neuen Werk, das Tiefgang und Leichtigkeit verbindet, mit traumhaften Songs.

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© Susanne Reichardt

Religiös. Revolutionär. Eifersüchtig. Naiv. Opfer ihrer Umstände. Brutale Mörderin. Wer ist Floria Tosca? Regisseur José Cortés geht all dem auf den Grund, was seine Titelheldin sein kann, und sucht ihren wahren Kern zwischen Projektionsfläche und Zerrissenheit. Für den puerto-ricanischen Regisseur ist ein zentraler Schlüssel zum Werk die Frage: Kann es überhaupt einen Ausweg geben für diejenigen, die es wagen, sich gegen ein System zu stellen? Der Opernklassiker wird zum packenden Thriller: Gnadenlos auf die Probe gestellt, muss Tosca sich entscheiden, woran sie noch glaubt.
Die Titelheldin wird verkörpert von Signe Heiberg, von der Presse zuletzt für ihre „staunenswerte Fülle an Klangfarben“ und darstellerische „Tiefenschärfe“ gefeiert. Als Cavaradossi kommt Kyungho Kim zurück, der bereits als Calaf in „Turandot“ begeisterte, neben Scarpia-Darsteller Massimo Cavaletti, der regelmäßig an den größten Opernhäusern von der Met bis zur Scala gastiert.

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© Max Borchardt

Auf einem albtraumhaften Trip begegnet der desillusionierte Poet Hoffmann seinen eigenen Geschichten. Offenbachs Oper entwirft ein fantastisches Kaleidoskop um den Künstler und Romantiker E.T.A. Hoffmann, der 2026 seinen 250. Geburtstag feiert: mit kontrastreicher Musik zwischen dämonischen Klängen, Romanzen und humoristischen Kabinettstücken. Die Neuinszenierung führt das Publikum auf einen schillernden Jahrmarkt mit Zauberei und spektakulärer Artistik. Dort versucht der Nostalgiker Hoffmann einer modernen Gegenwart zu entfliehen, in der weder seine Liebe noch seine Kunst Anerkennung finden ‒ und verliert sich in den Fantasiewelten des Zirkus.
Regisseur Dennis Krauß gewann 2025 sowohl den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ als auch den Europäischen Opernregiewettbewerb, dessen Preis die Realisierung dieser Inszenierung in Wiesbaden ist.

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© Peter Emig

Gut und Böse! Der Wissenschaftler Dr. Jekyll hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Trennung dieser beiden Seiten des Menschen zu erforschen. Die Versuche, die er dabei an sich selbst durchführt, führen zur Spaltung seiner Persönlichkeit und der Entstehung von Mr. Hyde. Als das Experiment außer Kontrolle gerät, wird der Forscher zunehmend von Mr. Hyde und dem Bösen beherrscht, bis es zum unerbittlichen Kampf mit sich selbst um Leben und Tod kommt. Die abgründige Geschichte bewegt als großes Musical des preisgekrönten Broadway-Komponisten Frank Wildhorn mit mal rockiger, mal romantischer Musik und beeindruckenden Choreografien. Schaurig berührend!

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© Sven-Helge Czichy

Seit der Uraufführung 1893 erobert „Hänsel und Gretel“ die Bühnen im Sturm und erfreut vor allem zur Weihnachtszeit viele Generationen von Kindern (und Erwachsenen!). Die eingängige Musik ist voller Melodien von Kinderliedern: „Brüderchen, komm, tanz mit mir“, „Ein Männlein steht im Walde“ und der „Abendsegen“. Die Oper nach dem berühmten Märchen wird von der jungen Regisseurin Beka Savić in einer Inszenierung für Jung und Alt liebevoll neu erzählt. Die Musikalische Leitung der Produktion liegt bei Holger Reinhardt.

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